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Gewerkschaftsticker

01. Januar 2019 Zuwanderung von Arbeitskräften. Der Migrationspakt der UN: Darum geht es. Die Ziele des „Globalen Pakts für eine sichere, geordnete und reguläre Migration“ Mehr Rechtssicherheit, besserer Schutz der Arbeitsrechte und eine einfachere Anerkennung von Qualifikationen: Mit einem internationalen Pakt wollen die Vereinten Nationen Mindeststandards für die Migration von Arbeitskräften setzen. Das Ziel: Menschenwürdige Arbeitsbedingungen für alle schaffen. Der DGB unterstützt die Pläne. (DGB)

Der Ausbildungsmarkt zerfällt in parallele Welten“.  Wohnort, Schulabschluss und Pass spielen eine große Rolle. Es klingt paradox: Auf der einen Seite gibt es immer mehr unbesetzte Ausbildungsplätze, auf der anderen Seite sind fast 80.000 Jugendliche akut auf der Suche. Und: Die Zahl der jungen Menschen ohne Schulabschluss steigt. Diese „Unwuchten auf dem Ausbildungsmarkt“ müssen dringend beseitigt werden, fordert DGB-Vize Elke Hannack. (DGB)

Bayer plant einen Konzernumbau und will dabei 12.000 Stellen streichen. Ein signifikanter Teil davon werde in Deutschland wegfallen. (hg)

Das Bundesarbeitsgericht hat in einem Urteil die Rechte von Streikenden gestärkt. Sie dürfen unter bestimmten Umständen auch auf dem Firmengelände zum Ausstand aufrufen. Amazon muss die „kurzzeitige, situative Beeinträchtigung ihres Besitzes hinnehmen“, da die Gewerkschaft „angesichts der örtlichen Verhältnisse“ nur auf dem Firmenparkplatz mit den Beschäftigten Kontakt aufnehmen könne, so die Arbeitsrichter in ihrem Urteil. (marxistische linke)

Kooperationsverbot abschaffen – Digitalpakt nicht blockieren! DGB-Vizevorsitzende Elke Hannack zum Digitalpakt der Bundesregierung. Die Länder sollen den geplanten Digitalpakt nicht blockieren und der Grundgesetzänderung zum Kooperationsverbot zustimmen, fordert DGB-Vize Elke Hannack. „Unsere Schulen sind drastisch unterfinanziert. Da macht es keinen Sinn, den Bund per Grundgesetz zu verbieten, hier zu investieren.“ (DGB)

Für eine freie Entscheidung, ohne Fraktionszwang: Im Streit um das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche hat sich die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack klar positioniert: „Der Paragraf 219a bevormundet Frauen, und das müssen wir ändern.“ (DGB)

11.347 Bäckereien gab es Ende vergangenen Jahres nach Angaben des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks. 22% weniger als vor 10 Jahren. Die Zahl der Auszubildenden sank laut Bundesagentur für Arbeit im selben Zeitraum um 47%. (NGG)

Tarifticker

Tariflöhne stiegen 2018 um 3 Prozent. Die Tariflöhne stiegen laut der vorläufigen Jahresbilanz des Tarifarchivs des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich 3 Prozent. Die Tariferhöhungen fallen damit insgesamt deutlich stärker aus als in den beiden Vorjahren, in denen die Tarifvergütungen um jeweils 2,4 Prozent zunahmen. Bei einem zu erwartenden durchschnittlichen Anstieg der Verbraucherpreise von 1,9 Prozent ergibt sich demnach ein Reallohnzuwachs von voraussichtlich 1,1 Prozent. (DGB)

Warnstreik bei der Teigwaren-Riesa GmbH für einen Tarifvertrag: Der Leitspruch „Wir können gar nicht so schlecht arbeiten, wie wir bezahlt werden“ steht sinnbildhaft für den gesamten Niedriglohnsektor in Deutschland @dgb_sachsen @GewerkschaftNGG

Tarifverhandlungen: 3,3% mehr Lohn für die Mitarbeiterinnen der tarifgebundenen Unternehmen des Gastgewerbes in Hessen ab 1.1.2019 und weitere 2,8% ab 1.1.2020. Von beidseitigem Respekt und Gestaltungswillen getragener Tarifabschluss für die nächsten 22 Monate! (NGG)

Dritte Verhandlungsrunde in der Papierverarbeitung weiterhin ohne Einigung. Die dritte Tarifverhandlungsrunde für die rund 100.000 Beschäftigten in der Papierverarbeitung ist in Berlin ergebnislos auf den 14. Januar 2019 vertagt worden. ver.di warf den Vertretern des Hauptverbandes Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) vor, Chancen verstreichen zu lassen, „deutliche Schritte hin zu einem fairen Tarifabschluss zu gehen“. (DGB)

Altersteilzeit bei der Deutschen Post ausgedehnt. ver.di und die Deutsche Post AG haben den bereits im Jahr 2011 geschlossenen Demografie-Tarifvertrag nochmals deutlich verbessert. Der Anspruch der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf Altersteilzeit wird von bisher sechs auf künftig zehn Jahre ausgeweitet. Sie kann daher in Zukunft ab dem vollendeten 55. Lebensjahr genommen werden. (ver.di)

ver.di-Beschäftigte streiken bei Klinikbetreiber Celenus. Seit 21 Wochen streiken die Beschäftigten der Celenus-Klinik in Bad Langensalza für einen Tarifvertrag. Celenus geht dabei mit aller Härte gegen die Streikenden mit Aussperrungen, Freistellungen und Kündigungen vor. Die fristlosen Kündigungen von zwei Gewerkschafterinnen sind inzwischen für unwirksam erklärt worden. (ver.di)

Steinkohlenbergbau: Tarifverhandlungen abgeschlossen. Die zweite Tarifverhandlung im letzten Jahr des aktiven Steinkohlenbergbaus ist erfolgreich abgeschlossen. Die Löhne und Gehälter werden in zwei Stufen um insgesamt 5,2 Prozent angehoben. Die Tarifkommission hat das Verhandlungsergebnis einstimmig begrüßt. Die Löhne und Gehälter steigen ab dem 1. April 2019 um 3,1 Prozent und ab dem 1. Januar 2020 erfolgt eine weitere Erhöhung um 2,1 Prozent. Ab 2020 wird zusätzlich die Erholungsbeihilfe von 156 Euro auf 700 Euro angehoben. In den kommenden Jahren wird ein neues Tarifvertragswerk für die Nachbergbauzeit ab 2022 entwickelt. Hierzu wurde ein konkreter Fahrplan vereinbart.

Stahlbeschäftigte fordern sechs Prozent mehr Geld. Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Geld für die Beschäftigten in der nordwestdeutschen und ostdeutschen Eisen- und Stahlindustrie. Außerdem fordert sie eine jährliche tarifliche und tarifdynamische Urlaubsvergütung für Beschäftigte in Höhe von 1.800 Euro. Diese tarifliche Urlaubsvergütung soll wahlweise in freie Tage umgewandelt werden können. (IG Metall)

Westdeutsche Textil- und Bekleidungsindustrie: IG Metall fordert 5,5 Prozent mehr Geld. Am 6. Dezember 2018 startet die Tarifrunde für die Beschäftigten in der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie. Die IG Metall fordert neben 5,5 Prozent mehr Geld für eine Laufzeit von zwölf Monaten einen neuen Tarifvertrag zur Altersteilzeit mit besseren Konditionen für die etwa 50.000 tarifgebundenen Beschäftigten in der Branche. (IG Metall)

Dritte Verhandlungsrunde in der Papierverarbeitung: Kein verbessertes Angebot und Forderung nach Öffnungsklauseln.  Die dritte Tarifverhandlungsrunde für die rund 100.000 Beschäftigten in der Papierverarbeitung ist in Berlin ergebnislos auf den 14. Januar 2019 vertagt worden. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) warf den Vertretern des Hauptverbandes Papier- und Kunststoffverarbeitung (HPV) vor, Chancen verstreichen zu lassen, „deutliche Schritte hin zu einem fairen Tarifabschluss zu gehen“. Während ver.di sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 90 Euro fordert, will die Arbeitgeberseite ein verbessertes Lohnangebot von einer Öffnungsklausel abhängig machen. Diese soll die Möglichkeit bieten, mit Betriebsräten zu vereinbaren, den Zeitpunkt der Lohnsteigerungen nach hinten zu verschieben. Um wie viele Monate es sich handeln soll, ließ der HPV im Unklaren. (ver.di)

( Zusammengestellt von hg)