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GEWERKSCHAFTSTICKER

Für Menschlichkeit und Solidarität – gegen Spaltung, Rassismus und Hass Rechtspopulisten, Faschisten und Neonazis mobilisieren gegen elementare Grundwerte unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Der Beirat der IG Metall ruft dazu auf, aktiv für Solidarität, friedliches Zusammenleben und die Achtung der Menschenwürde einzutreten. (IG Metall)

Die IG Metall Küste begrüßt die Ankündigung von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, dass die Sanierung des Segelschulschiffes „Gorch Fock“ weitergehen soll. „Mit der Aufhebung des Zahlungsstopps können die Arbeiten endlich wieder aufgenommen werden. Auf diese Entscheidung aus Berlin haben die Beschäftigten der Elsflether Werft und bei vielen Zulieferern in der Region gewartet“, erklärte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. „Nach Wochen der Unsicherheit gibt es jetzt wieder eine Perspektive. Die Beschäftigten machen hervorragende Arbeit. Sie werden alles dafür tun, damit die „Gorch Fock“ möglichst bald wieder segeln kann.“ (IG Metall Küste)

FÜNF TAGE BEZAHLTE LERNZEIT IM JAHR. Nimm Dir Deinen Bildungsurlaub. Ob Computerworkshop oder Sprachkurs: Wenn Du Dich weiterbilden und etwas für Dich oder Deine Karriere tun möchtest, kannst Du dafür Sonderurlaub beantragen. Wir geben Tipps für einen reibungslosen Ablauf der bezahlten Bildungszeit. (IG Metall)

Terminservice- und Versorgungsgesetz: Den Preis zahlen die gesetzlich Versicherten. Zum Beschluss des TSVG sagt  Annelie Buntenbach, Mitglied des DGB-Bundesvorstands: „Jens Spahns Zuversicht in die eigenen alchemistischen Fähigkeiten sind bemerkenswert: Er hofft mit mehr Geld an die niedergelassenen Ärzte, mehr Zeit für Patienten zu erschaffen. Damit entlarvt er die Fehlanreize im Gesundheitswesen: Nicht die Frage des Patientenwohls und einer guten Versorgungsqualität steht im Vordergrund, sondern die Frage, wo das meiste Geld hinfließt und die größten Renditen zu erzielen sind. Den Preis dafür zahlen die gesetzlich Krankenversicherten gleich doppelt: Als Patienten, die den Marktgegebenheiten ausgeliefert sind und als Beitragszahler, die das alles auch noch bezahlen müssen.“

Whistleblowerrichtlinie: Bahn frei für den Schutz für mutige Beschäftigte das Europäische Parlament, die EU-Kommission und der Rat haben sich im Rahmen der Trilogverhandlungen auf ein Ergebnis zur sogenannten „Whistleblower-Richtlinie“ geeinigt. In der zuvor umstrittenen Frage, ob Hinweisgeber grundsätzlich verpflichtet werden können, interne Meldestellen aufzusuchen, statt sich direkt an Behörden oder Medien zu wenden, konnte ein Ergebnis im Sinne der Whistleblower erreicht werden. Noch liegt die finale Fassung der Richtlinie nicht vor, die Verhandlungs-ergebnisse wurden von Parlament und Kommission aber bereits bekanntgegeben.(DGB)

Lebensleistung verdient Respekt – Grundrente jetzt! Das Netzwerk Gerechte Rente fordert die Koalition dazu auf, den Weg für die Grundrente jetzt schnell freizumachen. Dazu sagte Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied :

„Von der Rente muss man auch bei geringem Lohn, Teilzeit oder Arbeitslosigkeit in Würde leben können. Deswegen begrüßt das Netzwerk Gerechte Rente – ein Zusammenschluss aus Gewerkschaften, Wohlfahrts- und Sozialverbänden – den Vorschlag von Bundesminister Heil für eine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung. Wir appellieren an die Koalition, sich schnell zu einigen im Interesse von Millionen Menschen, die auf die Grundrente warten. Sonst wird das Problem von Armutsrenten weiter wachsen und immer mehr Menschen betreffen. (DGB)

Die Autoindustrie will sich auf Kosten der Belegschaft fit für Digitalisierung und E-Autos machen.

Der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, hat seine Kritik an einem möglichen Zusammenschluss von Deutscher Bank und Commerzbank bekräftigt. „Bei einer Fusion zwischen Deutscher Bank und Commerzbank würden rund 30.000 Stellen im Feuer stehen“, sagte Bsirske dem „Handelsblatt“ . Er kündigte Widerstand an. (Hase Post)

Claudia Tiedge: Bei der Europawahl zählt jede demokratische Stimme. Die Gleichstellung von Frauen und Männern gehöre zu den Grundwerten der Europäischen Union und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Damit Europa ein Motor der Gleichstellungspolitik bleibt, gilt es die demokratischen Kräfte zu stärken und am 26. Mai wählen zu gehen“, betonte Claudia Tiedge, stellvertretende NGG-Vorsitzende anlässlich des Internationalen Frauentages.

 

DGB Tarifticker

ver.di: ordentliches Tarifergebnis beim Klinikkonzern Helios. In der dritten Runde der Tarifverhandlungen zwischen ver.di und dem Klinikkonzern Helios haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaft auf ein deutliches Lohnplus von insgesamt 6,5 Prozent in drei Schritten sowie eine Zulage für Pflegekräfte geeinigt. Deutschlandweit sind davon rund 18.000 Beschäftigte betroffen. Rückwirkend zum 1. Januar 2019 steigen die Entgelte um 3 Prozent, ab dem 1. Januar 2020 um weitere 2,5 Prozent und ab dem 1. November 2020 um ein weiteres Prozent. Pflegekräfte im Pflege- und Funktionsdienst sowie Hebammen bekommen ab dem 1. Januar 2020 eine nach Qualifikationsniveau gestaffelte Pflegezulage, für Examinierte sind das 300 Euro im Monat. Die Auszubildenden erhalten ab dem 1. Januar 2019 eine Entgeltsteigerung von 60 Euro pro Monat, ab 1. Januar 2020 kommen weitere 40 Euro dazu.

Beschäftigte in Leiharbeit: Ab April steigen Tarifentgelte und Mindestlöhne. Leihbeschäftigte bekommen ein ordentliches Einkommensplus: Ab 1. April steigen die Tarifentgelte im Westen um 3 Prozent und im Osten sogar um 3,5 Prozent. Gleichzeitig erhöhen sich auch die Branchenzuschläge. Seit 1. Januar sind bereits die Stundenentgelte der Entgeltgruppen 1 und 2 im Osten um 22 sowie 36 Cent gestiegen. Ab Oktober 2019 kommt ein weiteres Plus in Ost und West dazu.

Tarifabschluss für die Beschäftigten der Regio Infra Nord-Ost GmbH. Die EVG hat einen neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten bei Regio Infra Nord-Ost abge-schlossen. Neben 425 Euro Einmalzahlung steigen die Einkommen ab dem 1. Juni 2019 um 2,6 Prozent. Ab dem 1. Juni 2020 kommt unter anderem das EVG-Wahl-modell, wobei die Beschäftigten zwischen 1,3 Prozent mehr Geld oder 3 Tagen zusätzlichen Urlaub oder eine halbe Stunde Arbeitszeitverkürzung wählen können.

 

Stahlwerker bekommen 3,7 Prozent mehr Geld. Die 72.000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie erhalten deutlich mehr Lohn - und ein zusätzliches Urlaubsgeld, das in freie Tage umgewandelt werden kann. Darauf haben sich die IG Metall und der Arbeitgeberverband Stahl geeinigt. Für Januar und Februar 2019 gibt es einmalig 100 Euro. Rückwirkend ab März steigen die Löhne und Gehälter um 3,7 Prozent.

 

Bankgewerbe: Arbeitgeber lehnen Verhandlungen zu ver.di-Forderungen ab. Auch die zweite Tarifrunde für die rund 200.000 Beschäftigten des privaten und öffentlichen Bankgewerbes blieb am 6.März 2019 ohne Ergebnis. Die Forderung von ver.di nach einer Erhöhung der Gehälter um 6 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten wiesen die Arbeitgeber ebenso zurück, wie alle weiteren von ver.di eingebrachten Forderungen. Die Verhandlungen gehen am 11. April weiter.

(Zusammengestellt von hg)