Proteste gegen Leiharbeit

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Berlin, 24.02.2011 - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) beteiligt sich mit über 300 Veranstaltungen am bundesweiten Aktionstag gegen den Missbrauch von Leiharbeit. Dazu werden Betriebs- und Personalversammlungen, aktive Mittagspausen, Betriebsrätetagungen und Mitgliederver sammlungen durchgeführt. Darüber hinaus finden über 50 öffentliche ver.di-Aktionen vor Krankenhäusern, in Universitäten oder vor Kaufhäusern statt. "Wir wollen heute ein Zeichen dagegen setzen, dass Unternehmen systematisch Leiharbeitsbeschäftigte einsetzen, um Löhne zu drücken und ein Klima der Unsicherheit zu erzeugen", sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske am Donnerstag in Berlin.
Die von der Bundesregierung geplanten Lohnuntergrenzen für die rund 900.000 Leiharbeitsbeschäftigten würden deren Situation nicht spürbar verbessern: "Die schwarz-gelbe Koalition betreibt Augenwischerei und ignoriert die Lebenssituation Hunderttausender Bürgerinnen und Bürger. Nur durch eine gesetzliche Regelung, die gleiche Bedingungen und gleiche Bezahlung vom ersten Tag an vorsieht, kann der Missbrauch der Leiharbeit gestoppt werden. Diese Chance hat die Bundesregierung durch ihre Verweigerungshaltung im Vermittlungsausschuss vertan. Das ist bitter für die Betroffenen - und ein Grund mehr, gegen diese Form moderner Sklaverei zu protestieren", unterstrich Bsirske.Leiharbeit werde mehr und mehr auch im Dienstleistungsbereich praktiziert, mit verheerenden Folgen für immer mehr Frauen, zum Beispiel beim Wiedereinstieg in den Beruf nach der Elternzeit. "Diese Praxis ist zusammen mit der nach wie vor rasant steigenden Zahl von geringfügig beschäftigten Frauen ein weiterer Mosaikstein für die wachsende Frauenarmut in Deutschland", kritisierte Bsirske.
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