Gedenken am 15.11.2020:

An den Gräbern der Gefallenen der Novemberrevolution 1918 in Kiel

Gedenken am 15112020 in Kiel

Am 15.11.2020 fand mit ca. 40 Personen das Gedenken an die Novemberrevolution und an die tapferen Arbeiter und Arbeiterinnen statt, die in Abwehr des Kapp-Lüttwitz-Ludendorff-Putsches 1920 in Kiel gefallen sind. Es gab Redebeiträge von Stephanie Schmoliner von der IG-Metall, Klaus Kuhl einem Kieler Historiker, der über den Kapp Putsch sprach sowie SDAJ und DKP Kiel.

Erinnerung an die Revolution in 1918 in Kiel und den Kapp-Lüttwitz Putsch 1920

Zu einem „Stadtgang“ in Erinnerung an die Revolution der Arbeiter und Soldaten im November 1918 in Kiel hatte der Arbeitskreis Novemberrevolution am Sa., 7. November 2020 aufgerufen.

Der „Stadtgang“ startete am Germaniahafen mit einer Kundgebung auf dem Ernst-Busch-Platz, bewegte sich dann zum Platz der Matrosen vor dem Bahnhof und führte dann über die Andreas-Gayk-Straße zum Gewerkschaftshaus. Es gab Beiträge zu Rüstungsproduktion und Waffenexporten von Attac Kiel und MLPD, zu den Lehren aus der Novemberrevolution und gegen die zunehmende Aufrüstung vom AK Novemberrevolution und dem Kieler Friedensforum. Am Gewerkschaftshaus sprach Frank Hornschu, DGB Kiel-Region über die Aufgaben der Gewerkschaft im Kampf gegen Rechts. Und es gab einen Beitrag vom Filmproduzenten Klaus Kuhl zu den Kieler Kämpfen gegen den Kapp-Putsch, die er auch in seinem gerade erschienenen Dokumentarfilm darstellt.
Unterstützt wurde die Aktion von: Attac Kiel, DGB Region Kiel, DKP, Kieler Friedensforum, MLPD, SDAJ, Seebrücke Kiel und der Hamburger Geschichts- und Kulturwerkstatt.
Auf Kundgebungen an drei Orten in Kiel wurden die Lehren aus den Erfahrungen von 1918 angesprochen. Aktuell erkennen wir Gefahren in der verstärkten Aufrüstung, zunehmenden Waffenexporten, Einsatz der Bundeswehr, Einschränkung von Arbeitsrechten und demokratischen Rechten und dem Zusammenwirken von Rüstungskonzernen, Finanzkapital und Militär sowie ihrem stärker werdenden Einfluss auf die Regierung. An den Kapp-Putsch 1920 sollte erinnert werden, als die rechte Militärführung versuchte, die knappen demokratischen Errungenschaften der Revolution gewaltsam rückgängig zu machen, aber erneut am entschlossenen Widerstand der Kieler Arbeiter und Gewerkschaften scheiterten.
Auch heute beklagen wir wieder, dass rechte Schläger und Mörder, und ihre Hintermänner nicht zur Verantwortung gezogen werden, ihre Verbrechen verharmlost und die Beziehungen zu rechten Parteien und Eliten nicht offen gelegt werden. (uws)

Stadtgang Novemberrevolution7 11 2020 web

Am 10.11.2019 auf dem Friedhof Eichhof in Kiel: 

Aktion des Kieler Friedensforums zum Gedenken an die Opfer der Novemberrevolution 1918 in Kiel.

Foto: gst

Novemberrevolution

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Bewaffnete Arbeiter und Soldaten in Kiel 1918 

Kiel gab das Signal

Vor 95 Jahren hatten Matrosen, Soldaten und Arbeiter in Kiel den Mut,

gegen Krieg, Militarismus und für die „Beseitigung der herrschenden

Klasse“„mit allen Mitteln“ zu kämpfen.

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Novemberrevolution Kiel:

Erinnerungen eines revolutionären Matrosen

 

Kuefken Erinnerungen1917-1930

„Wir sind die Genossen Piraten“

01.05.2018 Am 5. April fand im Kieler Gewerkschaftshaus eine Veranstaltung des DGB Kiel zur Novemberevolution von 1918 statt, auf der Rolf Becker, Schauspieler und ver.di-Mitglied, aus den Erinnerungen des Revolutionärs Hermann Knüfken (1893 – 1976) las.

Knüfken – Marinesoldat, Gewerkschaftsaktivist, kommunistischer Revolutionär und antifaschistischen Widerstandskämpfer – schildert in seinen Erinnerungen u. a. anschaulich die Kieler Ereignisse um den 3. November, die den Startschuss zur Novemberrevolution gaben.

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Stolze Revolutionäre

Der Kiel-Berliner Filmemacher Kai Zimmer entdeckte eines der wenigen authentischen Fotos vom Matrosenaufstand

Von Jörg Meyer

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Kiel. In Sachen Kieler Matrosenaufstand 1918 ist der Kiel-Berliner Filmemacher und Brockmann-Preisträger Kai Zimmer spätestens seit der Recherche zu seinem Film „Revolution 18“ (2012) ein Experte. Nun hat er im Internet eines der wenigen authentischen Fotos von Kieler revolutionären Matrosen entdeckt.

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Gedenken an die Novemberrevolution

B12-06


01. Dezember 2014 Wenn auch der herrschende Politikbetrieb mitsamt der Medien einen anderen Jahrestag bis zur allseitigen Erschöpfung abfeierte, wurde in Kiel „trotz alledem“ des Beginns der Novemberrevolution vor 96 Jahren gedacht, als in Kiel die Matrosen, Soldaten und Arbeiter*innen mit ihrem Aufstand dem Ersten Weltkrieg ein Ende setzten und von dem der Ruf nach „Friede, Freiheit, Brot!“ ausging, der Ruf nach einer demokratischen, gerechten, sozialistischen Gesellschaft, die an die Stelle des mörderischen Weltkrieg verursachenden Kapitalismus treten sollte. Der Motorradclub Kuhle Wampe, die DKP, SDAJ, der DGB, linke Gruppen, Autonome, die SPD und geschichtsinteressierte Bürger*innen halten seit Jahren mit unterschiedlichen Veranstaltungen Anfang November die revolutionäre Geschichte der Stadt wach. Und so war es auch in diesem Jahr.

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Auf dem Weg zur Revolution I

Das Jahr 1917

Das Jahr 1917 war vor allem anderen das Jahr der russischen Revolutionen und brachte einen entscheidenden Umschwung im  Kriegs- geschehen. Mit dem Sieg der Bolschewiki, deren Friedensresolution bei den Arbeitern aller kriegführenden Staaten auf ungeheure Resonanz stieß, wurde der Weg für das Ausscheiden Russlands aus dem imperialistischen Gemetzel frei.

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Auf dem Weg zur Revolution II

Die Januarstreiks 1918

Das in der offiziellen Arbeiterbewegung von den Instanzen verpönte und gehasste Prinzip der selbständigen Massenaktion ist auf der ganzen Linie zum Durchbruch gekommen und hat gesiegt; neue gewaltige Ausblicke eröffnen sich für die Arbeiterbewegung in Deutschland“, so hatte der Spartakusbund die Arbeiterkämpfe im Frühjahr des Jahres 1917 bilanziert. (Vgl. „Das Jahr 1917“ in der LinX vom 22.12.07)

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Auf dem Weg zur Revolution III

„Wir stehen der Bewegung fern“

Dann sehen wir trübe in die Zukunft!“ -  Mit diesen Worten hatten die Vaterlandsverteidiger in der Generalkommission der deutschen Gewerkschaften ihrer Befürchtung Ausdruck gegeben, der Massenstreik vom Januar 1918, der hauptsächlich von Rüstungsarbeitern durchgeführt worden war, könnte womöglich nicht die letzte Aktion dieser Art gewesen sein. (Siehe LinX vom 2.2.08.)

 

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Auf dem Weg zur Revolution IV:

Der Dank des Vaterlands

Die SPD-Politiker Ebert, Scheidemann und Braun waren während der Januarstreiks 1918 in die Berliner Streikleitung eingetreten. Für ihre auf baldige Beendigung des Streiks ausgerichteten Bemühungen haben ihnen reaktionäre Politiker und natürlich die  General- kommission der Gewerkschaften (eine Art Lenkungsausschuss der noch nicht zu einem Gewerkschafts-Bund mit eigenem Vorstand zusammengeschlossenen Verbände) ausdrücklich Dank gewusst; aus dem Correspondenzblatt der Generalkommission hatten wir in der vorletzten Ausgabe der LinX (03/2008) zitiert.

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