Gewerkschaften:

Forderungen von DGB und ver.di in Zeiten von Corona

 

„...der Weg in die falsche Richtung“

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) weist die Vorschläge von Wirtschaftsminister Bernd Buchholz zu Sonntagsöffnungen von Einzelhandelsbetrieben scharf zurück.
„Offensichtlich ist sich der Wirtschaftsminister nicht im Klaren darüber, dass er damit gerade die Menschen, die in den letzten Wochen für die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger da waren, nun als Dank dafür mit weiteren Arbeitszeiten drangsalieren will. Es ist schon mehr als abgebrüht, wie solche alten politischen Wunschträume der FDP nun im Schatten der Corona-Krise salonfähig gemacht werden sollen“, so Susanne Schöttke, Leiterin des ver.di Landesbezirks Nord.
„Zu dem schrittweisen Weg in die Normalität gehören zwingend auch die normalen Umstände von Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen, denn die Arbeitnehmer*innen haben Familien und müssen mit dem Rückweg in Arbeitsstrukturen auch ihren Arbeitsalltag wieder organisieren. Deshalb gilt, mit jedem Schritt aus der Krise müssen auch die für diese Krise geschaffenen Sonderregelungen und Verordnungen wieder zurückgefahren werden“, so Schöttke weiter.
ver.di Nord stellt fest, dass die ausnahmsweise angeordnete Ausdehnung der Einkaufszeiten an Sonntagen schon in der Krise nicht genutzt wurde oder notwendig war. Umso weniger ist sie auf dem Weg in die Normalität hilfreich. Es ist zu befürchten, dass mit der Einführung von Sonntagsöffnungen diese als Ersatz für anderweitige weggefallene Freizeitaktivitäten dienen könnten. Das ist für die Beschäftigten und die daraus resultierende Risikostruktur der Weg in die falsche Richtung. (Presseerklärung 16.4.2020)

 

Tarifvertrag zur Kurzarbeit im öffentlichen Dienst

„Mit dieser Vereinbarung wird nun sichergestellt, dass nicht etwa einzelne kommunale Arbeitgeber mit Beschäftigten vor Ort individuelle Regelungen abschließen. Die ab dem 1. April geltenden Regelungen sichern die Beschäftigten einheitlich mit einem Tarifvertrag in dieser Krise ab und gewährleisten andererseits die öffentliche Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger“, so Schöttke.
Demnach sind in den betroffenen Betrieben unter anderem betriebsbedingte Kündigungen während der Kurzarbeit und für drei Monate danach ausgeschlossen. Um die Beschäftigten materiell abzusichern, wird das Kurzarbeitergeld auf 95 Prozent (für die Entgeltgruppen EG 1 bis 10) bzw. 90 Prozent (ab EG 11) der Nettoentgeltdifferenz aufgestockt. Die Regelungen gelten außer für den Bereich des TVöD und damit verbundene Haustarifverträge auch für den TV-V (Versorgung) und TV-N (Nahverkehr). Auch ist sichergestellt, dass der Tarifvertrag zur Kurzarbeit nicht für die kommunale Kernverwaltung und für den Sozial- und Erziehungsdienst angewendet wird. Weitere Details regeln unter anderem den Umgang mit Arbeitszeitkonten, Mehrarbeit oder bereits bestehenden Betriebsvereinbarungen zur Kurzarbeit.

Der Tarifvertrag tritt am 1. April 2020 in Kraft und hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2020.

ver.di begrüßt den Beschluss der Landesregierung in Schleswig-Holstein, den Pflegebeschäftigten im Bundesland einen steuerfreien Bonus in Höhe von 1500 Euro zusätzlich zu zahlen


„Ein richtige und sinnvolle Maßnahme, denn Pflegebeschäftigte in den Kliniken und Krankenhäusern, Alten –und Pflegeheime oder in der ambulanten Pflege leisten eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe – nicht nur aktuell in der Corona-Pandemie. Sie sind derzeit systemrelevant und in der Krise besonderen Belastungen und Gefahren ausgesetzt“ so Steffen Kühhirt, für Gesundheitspolitik zuständig bei ver.di-Nord.

Wichtig ist, dass diese Maßnahme von Bund und Kassen finanziert und die Steuerfreiheit jetzt zügig und unbürokratisch geregelt wird. Die Steuerfreiheit ist eine Grundlage für die Umsetzung dieser Maßnahme, die mittel- und langfristig aber keine tariflichen Verbesserungen zugunsten der einschlägigen Berufsgruppen ersetzt.

„Als Gewerkschaft ver.di unterstützen wir die Initiative. Für uns ist aber auch wichtig, dass auch andere Berufsgruppen in den Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen im Fokus bleiben, denn auch die Beschäftigten der Funktionsdienste oder der Reinigungskräfte verrichten derzeit wichtige Aufgaben und halten die Kliniken am Laufen. Auch Auszubildende leisten derzeit wertvolle, unverzichtbare Dienste in der Krankenpflege. Auch sie sind dem Virus tagtäglich ausgesetzt und leisten Hervorragendes.“ so Kühhirt weiter.


(Presseerklärung 3.4.2020)

UKSH:

Vereinbarung für Entlastung und mehr Personal

Aus Sicht der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) ist die mit dem UKSH Mitte März geschlossene Vereinbarung für Entlastung und mehr Personal am UKSH „ein Leuchtturm im schleswig-holsteinischen Gesundheitswesen und hat das Potential, Geschichte zu schreiben“.

„Wir haben den Knoten zerschlagen und erstmalig in Schleswig-Holstein eine Vereinbarung für Entlastung an einem Klinikum erreicht. In Belastungssituationen greifen zukünftig verbindliche Mechanismen. Es werden alle Anstrengungen unternommen, Personal aufzubauen und Entlastung – unter anderem über freie Tage – zu erreichen. Das ist ein tarifpolitischer Meilenstein, der ohne das konsequente Auftreten und Engagement der Beschäftigten nicht möglich gewesen wäre. Das ist ein wichtiges Signal für die Beschäftigten und auch für die Patienten am UKSH“, so Susanne Schöttke, Leiterin des ver.di Landesbezirks Nord.
Aus Sicht der Gewerkschaft wurde nach mehrmonatigen Verhandlungen und durch eine stringente und lösungsorientierte Intervention der Finanzministerin ein Kompromiss gefunden, der den Beschäftigten wirklich helfen wird und das UKSH wieder zu einem attraktiven Arbeitgeber in der Pflege machen wird.
„Wir haben in den letzten Wochen Tag und Nacht verhandelt, geredet und Kompromisslinien ausgelotet, die alle Beteiligten physisch wie auch psychisch an die Grenzen der Belastbarkeit gebracht haben, aber das war es wirklich Wert. Die Beschäftigten haben sich für ihren Einsatz belohnt“, so Steffen Kühhirt, der Verhandlungsführer von ver.di Nord.
„Es ist ein Riesenerfolg für alle Beteiligten. Der Aufbau von 430 Pflegestellen zukünftig, ein fest und schichtgenau vereinbarter Sollstellenschlüssel für die Pflege, ein wirksamer Belastungsausgleich sowie deutliche Verbesserungen für die Auszubildenden sind echte Erfolge. Der Belastungsausglich am Zentrum für integrative Psychiatrie ist bundesweit einmalig. Das, was erreicht wurde, ist von allergrößter Bedeutung für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und bietet dem UKSH eine echte Chance für einen Kulturwandel“, so Kühhirt weiter.
Aus Sicht der Gewerkschaft wird ausdrücklich begrüßt, dass die Landesregierung die Überarbeitung des DRG-Systems auf der Agenda hat. Diese politische Initiative ist von hoher Bedeutung, um den desaströsen Auswirkungen eines ökonomisierten Gesundheitssystems Grenzen zu setzen.
Nach Beschlussfassung in der Tarifkommission und einer Empfehlung, das verhandelte Ergebnis anzunehmen, wird jetzt die Mitgliederbefragung vorbereitet. Nach der Urabstimmung mit über 97% Zustimmung für Streikmaßnahmen, ist eine erneute Mitgliederbefragung nach den Richtlinien der Gewerkschaft erforderlich. ( Quelle: ver.di-Presseerklärung vom 13.03.2020).

In der vom 17. bis 26. Februar 2020 gelaufenen Urabstimmung hatten sich 97,54 % der ver.di-Mitglieder für einen unbefristeten Streik ausgesprochen, sollte es zu keiner akzeptablem Vereinbarung kommen. Am 20.2.2020 beteiligten sich an die 1.000 Beschäftigten des UKSH an einer Kundgebung und Demonstration in Kiel. Die Demo startete am Kieler Hauptbahnhof und zog dann vor den schleswig-holsteinischen Landtag.
gst (Foto: Ulf Stephan)

Fachtag Elementare Musikalische Bildung

Musikhochschule Lübeck
Aktion: „Mit Pauke und Trompete – Gute Bildung braucht mehr Knete“

Rund 60 Teilnehmer*innen des Fachtages Elementare Musikalische Bildung an der Musikhochschule Lübeck beteiligen sich vor Beginn der Tagung bei einer musikalischen ver.di-Aktion „Mit Pauke und Trompete – Gute Bildung braucht mehr Knete“.
Elementare Musikerziehung droht aus Sicht der Gewerkschaft ver.di in Schleswig-Holstein unter die Räder zu kommen. Vor allem im ländlichen Raum zeigen sich erhebliche Lücken. Musiklehrkräfte sollen zahlreiche Standorte abdecken und an unterschiedlichsten Einsatzorten tätig werden. Zugleich sind die verfügbaren Mittel für ihren Einsatz gering, die Beschäftigung prekär und die Vergütung häufig schlecht. Hinzu kommt ein Mangel an Musiklehrkräften in allgemeinbildenden Schulen.
ver.di plädiert für Maßnahmen, die eine flächendeckende Ausweitung der elementaren Musikerziehung in allen KiTas und Schulen des Landes zum Ziel haben. Arbeitsbedingungen für Musiklehrkräfte und Pädagog*innen müssen deutlich verbessert und aufgewertet werden. Dazu zählen tarifliche Festanstellung, faire und gleichgestellte Bezahlung und kostenfreie musikalische Aus- und Fortbildung.

„Das Land Schleswig-Holstein muss in den Bereich Elementare Musikerziehung und für öffentliche Musikschulen deutlich mehr Mittel investieren,“ fordert Agnes Schreieder von ver.di. Eine Verbesserung der Situation ist nötig, um auch künftig ausreichend Nachwuchs für die wichtige Aufgabe der Musikalischen Bildung und Früherziehung zu finden.
Die ver.di-Aktion fand statt am Sonnabend, 22.02.2020 vor der Musikhochschule Lübeck.
Ansprechpartnerin: Agnes Schreieder, 0151-1426 6043

(Quelle: ver.di Nord)

DGB Nord:

„Die soziale Schieflage beim Kurzarbeitergeld ist für uns nicht akzeptabel.“

Sozialpartnerschaft darf auch in der Corona-Krise kein Lippenbekenntnis sein

Um eine soziale Schieflage im Zusammenhang mit der Corona-Krise zu verhindern, hat Uwe Polkaehn, Vorsitzender DGB Nord, Nachbesserungen beim Kurzarbeitergeld gefordert: „Die Beschäftigten erhalten nur 60 oder 67 Prozent als Lohnersatzleistungen, während die Arbeitgeber 100 Prozent der Sozialabgaben erstattet bekommen. Leider will die Bundesregierung keine gesetzliche Aufstockung für Kurzarbeit sicherstellen.

Es ist unsozial, dass den Arbeitgebern die Sozialbeiträge von der Bundesagentur für Arbeit voll erstattet werden sollen – die Arbeitnehmer aber davon nichts bekommen. Wir fordern eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes in der Corona-Krise für die Beschäftigten. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen im gleichen Umfang entlastet werden wie die Unternehmen. So wird verhindert, dass Menschen in die Sozialhilfe abdriften“, so Polkaehn. In Zeiten der Krise seien auch die Arbeitgeber in der Pflicht.

Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen mehr als 400.000 Mitglieder.

DGB Bezirk Nord, 23. März 2020

Kieler Wohnungsgesellschaft:

DGB fordert 15.000 bezahlbare Wohnungen der Kiwog

Der DGB und seine Gewerkschaften fordern mehr, viel mehr bezahlbare Wohnungen, als es die Stadt mit ihrer Kieler Wohnungsgesellschaft plant. Dazu Frank Hornschu, Vorsitzender des DGB Kiel Region:

„Maximal 4.000 Wohnungen der Kiwog sind völlig unzureichend; sie muss mindestens 15.000 bezahlbare Wohnungen haben, um annähernd Einfluss auf das städtische Mietpreisniveau nehmen zu können. Schon heute zahlen rund 40 Prozent aller Haushalte in Kiel mehr als 30 Prozent und etwa 20 Prozent aller Haushalte mehr als 40 Prozent ihres Nettoeinkommens für ihre Miete (bruttokalt). Das entspricht rund 100.000 Haushalten, in denen etwa 145.000 Menschen leben. Etwa 40.000 Haushalte in Kiel haben nach Abzug der Mietzahlung nur noch ein Resteinkommen, das unterhalb der Hartz-IV-Regelsätze liegt.

Wie soll denn ein Gemeinwesen in unserer Stadt funktionieren, wenn Durchschnittsverdiener wie eine Handwerkerin, Pflegekraft, Polizistin, ein Feuerwehrmann, Busfahrer, Mann der Müllabfuhr es sich nicht mehr leisten können, dort zu wohnen, wo ihre Arbeitsstelle liegt?
Die Stadt Kiel muss jetzt massiv intervenieren, um den aus dem Lot geratenen Immobilienmarkt spekulationsfrei zu bekommen. Intervenieren heißt: Arbeit und Wohnen zusammenzudenken und investieren - in den Bau von bezahlbarem Wohnraum, denn ohne ihn stagniert die Fachkräftesicherung und Nachwuchsgewinnung und somit die wirtschaftliche Entwicklungsfähigkeit. Erst wenn genügend öffentlicher-sozialer und bezahlbarer Wohnraum vorhanden ist, werden sich die aus der Kontrolle geratenen Preise normalisieren.“

(Pressemeldung DGB Kiel-Region 14.1.2020)

Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr in Schleswig-Holstein

Mitte Dezember 2019 begannen die Tarifverhandlungen für die rund 1.200 Beschäftigten des öffentlichen Nahverkehrs (TV-N) in Schleswig-Holstein. Der TV-N deckt den Nahverkehrsbereich in Kiel, Neumünster, Flensburg und Lübeck ab.

ver.di Nord fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 2,06 Euro pro Stunde ab dem 01.01.2020. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von 12 Monaten bekommen.

„In den kommenden Jahren werden 40 % der Busfahrer aus Altersgründen ausscheiden. Ein höherer Lohn kann ein Argument für einen Wechsel in den ÖPNV sein, deshalb halten wir unserer Forderung für gerechtfertigt und fordern zügige und konstruktive Verhandlungen mit den Arbeitgebern“, so ver.di-Nord zu Beginn der Tarifauseinandersetzungrn.

Da es von Seiten der Bus-Gesellschaften aber keinerlei konstruktive Verhandlungsbereitschaft gab, legten die Busfahrer am 14. Januar in Kiel, Neumünster, Flensburg und Lübeck die Arbeit nieder. Die Warnstreiks begannen jeweils mit Betriebsbeginn und dauerten bis Betriebsschluss an. „Es ist kein Bus dort, wo zur Arbeitsniederlegung aufgerufen wurde, vom Hof gerollt“, bilanzierte ver.di-Sprecher Frank Schischefsky das Ergebnis des Warnstreiks. Einzige Ausnahmen seien in Kiel Busse zu Behinderteneinrichtungen gewesen.

In Kiel demonstrierten zudem am 14. Januar am Vormittag 200 Busfahrer in der Innenstadt.

(gst)

Arbeitsagentur:

Mini-Löhne besonders im Lebensmittel- und Gastgewerbe

In Kiel arbeitet jeder sechste Vollzeit-Beschäftigte zum Niedriglohn

40 Stunden die Woche arbeiten – und trotzdem reicht’s am Monatsende nicht: In Kiel arbeiten rund 11.900 Vollzeit-Beschäftigte zum Niedriglohn. Damit liegt jeder sechste Arbeitnehmer (16 Prozent) trotz voller Stundenzahl unter der amtlichen Niedriglohnschwelle von aktuell 2.203 Euro brutto im Monat. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit. Die NGG Schleswig-Holstein Nord beruft sich hierbei auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Geschäftsführer Finn Petersen spricht von einem „Alarmsignal“. Tausende Menschen hätten trotz langer Arbeitstage enorme Probleme, finanziell über die Runden zu kommen. „In Metzgereien, Bäckereien, Restaurants und Hotels ist der Anteil von NiedriglohnBeschäftigten dabei besonders hoch. Hier müssen die Firmen endlich deutlich höhere Löhne zahlen“, fordert Petersen. Nach Angaben der Arbeitsagentur liegen bundesweit 53 Prozent aller Vollzeit-Beschäftigten im Lebensmittel- und Gastgewerbe unter der Niedriglohngrenze.

Eine Hauptursache für diesen Zustand ist nach Einschätzung der Gewerkschaft NGG die schwindende Tarifbindung. „Auch in Kiel zahlen immer weniger Hoteliers und Gastronomen nach Tarif. Statt mit dem Tariflohn von 11,14 Euro pro Stunde geht ein gelernter Koch dann nur mit dem Mindestlohn von 9,19 Euro nach Hause. Wie soll man damit eine Familie durchbringen?“, kritisiert Petersen. Um diesen Trend zu stoppen, müssten sich Firmen, die Mitglied im Arbeitgeberverband sind, an die mit der Gewerkschaft ausgehandelten Tarifverträge halten und armutsfeste Löhne zahlen. Nach Beobachtung der NGG nimmt die Zahl der Verbandsmitglieder, die aus der Tarifgemeinschaft ausscheren, seit Jahren zu.
„Außerdem muss es noch mehr Tarifverträge geben, zu denen ganze Branchen durch die Politik verpflichtet werden – gerade da, wo der Niedriglohnsektor wuchert“, so Finn Petersen. Eine sogenannte Allgemeinverbindlichkeit könne vom Bundes- oder Landesarbeitsministerium erklärt werden. Am Ende komme es aber auch auf die Beschäftigten selbst an, betont die NGG. „Wer in der Gewerkschaft ist, hat nicht nur beim Lohn, sondern auch bei Urlaub und Arbeitszeit die besseren Karten.“

Das durchschnittliche Vollzeit-Einkommen liegt in Kiel laut Arbeitsagentur bei 3.404 Euro (brutto) im Monat – im Bundesschnitt sind es 3.304 Euro.

(Presseerklärung NGG 16.12.2019)

Arbeiterbewegung von rechts?

Informationsveranstaltung
am Do., 20. Februar 2020, um 18.00 Uhr
im mmhio, Knooper Weg 75, 24103 Kiel

Das mmhio ist ein kleines Lokal im ehemaligen Gebäude der Stadtwerke am Knooper Weg / gegenüber der Muthesius-Kunsthochschule.
Gewerkschaftliche Arbeit und Arbeiterbewegungen werden in der Öffentlichkeit eher mit „Bewegungen von links“ verbunden. Tatsächlich hatte die AfD bei den Bundestagswahlen 2017 bei Gewerkschaftsmitgliedern aber ein leicht überdurchschnittliches Ergebnis im Vergleich zu anderen sozialen Milieus erreicht.

Woran liegt das?

Wir haben Prof. Dr. Klaus Dörre, Soziologe an der Friedrich-Schiller-Universität Jena eingeladen.

Er ist Mitherausgeber des Buches: „Arbeiterbewegung von rechts - Ungleichheit - Verteilungskämpfe - populistische Revolte“.
Es dokumentiert: „Gefühle verletzter sozialer Gerechtigkeit und politischer Obdachlosigkeit verbinden sich mit fremdenfeindlichen Ressentiments. Rechte Orientierungen sind auch im Denken gewerkschaftlich organisierter und aktiver Arbeiterinnen und Arbeiter, bei Betriebsräten und ehrenamtlichen Funktionären weitverbreitet“. Welche Verunsicherungen erleben Menschen, das sie zu rechts-populistischen Antworten greifen? Wie können Gewerkschaften und Gesellschaft gegensteuern?
Professor Dörre wird uns in das Thema einführen. Nach dem Vortrag ist ausreichend Gelegenheit zur Aussprache.
Die Veranstaltung des Bildungsausschusses von ver.di Region Kiel-Plön findet statt in Kooperation mit dem DGB Region Kiel, der Fachhochschule Kiel, dem Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt der Nordkirche, dem ver.di Landesbezirk AK „Antirassimus/ Antifaschismus“, dem ver.di Bezirk Kiel-Plön und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein. Gäste sind willkommen.

1. Mai 2019:

Aufruf des DGB zum Tag der Arbeit

Wenn es die Europäische Union nicht gäbe, müsste man sie erfinden. Die EU hat dafür gesorgt, dass wir in Europa seit Jahrzehnten in Frieden leben. Und sie hat für die Menschen in Deutschland und europaweit erhebliche Vorteile gebracht: Wir können frei in Europa reisen und arbeiten. Bei Arbeitszeiten, Urlaub, Mutterschutz und in vielen anderen Bereichen der Arbeitswelt schützt und erweitert die EU die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Und auch wirtschaftlich profitiert Deutschland enorm von der Mitgliedschaft in der Europäischen Union.

Trotzdem erleben immer mehr Menschen, dass in der EU die Interessen der Märkte oft Vorrang haben vor sozialen Belangen. Und das, obwohl heute mehr denn je gilt: Nur eine gemeinsame und solidarische Politik für ganz Europa bringt uns weiter.

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ver.di Nord: 

Skandalöser Start der ehemaligen HSH Nordbank 

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) bezeichnet den Start der Hamburg Commerzial Bank (vormals HSH-Nordbank) als skandalös und einen Schlag ins Gesicht der Beschäftigten in Kiel. „Es ist ein respektloser Schlag ins Gesicht der Menschen, die teilweise ihr halbes Leben für die Bank in Kiel gearbeitet haben und nun ihren Arbeitsplatz und auch ihre Existenz verlieren, während die Vorstandsriege mit satten Vergütungserhöhungen so aufgestockt wird, so dass diese Dimensionen einer Großbank bekommt“, so Frank Schischefsky, Pressesprecher von ver.di Nord. 

ver.di Nord bewertet das als Kapitalismus in Reinkultur und sieht entweder eine Rückkehr zur Selbstüberschätzung einer Bank oder als Signal, dass die Investoren dem Vorstand um Ermisch nicht wirklich trauen und nun eigene Leute in den Vorstand bringen. Beides sind aus Sicht der Gewerkschaft keine guten Signale. 

„Ich hoffe, die Landesregierung begreift jetzt, in welche Hände sie die Beschäftigten geschickt hat und dass die Zusagen, 200-600 Arbeitsplätze in Kiel zu erhalten – wie von uns befürchtet – Mogelpackungen waren und der Ministerpräsident und die Finanzministerin den Vorstandsversprechungen schlicht auf den Leim gegangen sind, denn wenn man sich die Fakten anschaut, wird in Kiel kaum etwas übrig bleiben und selbst die Untergrenze nicht gehalten werden“, so Schischefsky weiter. 

GEWERKSCHAFTSTICKER

Öffentlicher Dienst der Länder: 83,7 Prozent Zustimmung der ver.di- Mitglieder zum Tarifergebnis - Bundestarifkommission nimmt Tarifvertrag einstimmig an

17.04.2019 Die Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat heute (17. April) das Tarifergebnis für die über eine Million Beschäftigten der Bundesländer (außer Hessen) angenommen. Zuvor waren die ver.di-Mitglieder in Landesverwaltungen, Straßenmeistereien, Küstenschutz, Schulen, Hochschulen, Unikliniken, Psychiatrien, Staatstheatern, Studierendenwerken, Statistischen Ämtern und anderen Landeseinrichtungen zu ihrer Meinung über das Verhandlungsergebnis vom 2. März 2019 befragt worden und hatten diesem Ergebnis im Rahmen der Mitgliederbefragung mit deutlichen 83,7 Prozent zugestimmt. Die Bundestarifkommission folgte diesem Votum und nahm das Tarifergebnis einstimmig an. Damit sind die Tarifverhandlungen endgültig abgeschlossen.

Die Einigung sieht eine Anhebung der Gehälter im Gesamtvolumen von 8 Prozent mit einer Laufzeit von 33 Monaten vor. Im Einzelnen werden die Gehälter im Gesamtvolumen rückwirkend zum 1. Januar 2019 um 3,2 Prozent, mindestens aber um 100 Euro, angehoben. Ein weiterer Anhebungsschritt um 3,2 Prozent (mindestens 90 Euro) erfolgt zum 1. Januar 2020 und um 1,4 Prozent (mindestens 50 Euro) zum 1. Januar 2021. Auszubildende bekommen zum 1. Januar 2019 und zum 1. Januar 2020 jeweils 50 Euro mehr.

Darüber hinaus soll eine Aufwertung der Einstiegsgehälter (Stufe 1 der Entgelttabelle) in allen 15 Entgeltgruppen die Arbeit im Landesdienst für Neueinsteiger attraktiver machen. Diese Aufwertung beträgt im Volumen rund 11 Prozent und erfolgt in zwei Schritten zum 1. Januar 2020 sowie zum 1. Oktober 2020. Davon profitieren insbesondere die unteren und mittleren Lohngruppen.

Tarifflucht stoppen, Arbeitnehmerrechte durchsetzen – Beschäftigte bestreiken Amazon zur Osterzeit

15.04.2019 Die Beschäftigten der Amazonstandorte in Rheinberg und Werne (beides NRW), Bad Hersfeld (Hessen) sowie Koblenz (Rheinland-Pfalz) haben in der Nacht von Sonntag auf Montag die Arbeit niedergelegt. Sie streiken in Rheinberg und Werne bis einschließlich diesen Donnerstag (18. April 2019), in Bad Hersfeld bis einschließlich diesen Dienstag (16. April 2019) und in Koblenz am heutigen Montag (15. April 2019) für einen Tarifvertrag und deutliche Lohnerhöhungen. Die Streiks finden auch vor dem Hintergrund der Einzelhandelstarifrunde in den Ländern statt, in der Beschäftigte auch in anderen tariflosen Unternehmen die Arbeit niederlegen werden.

„Die Beschäftigten geben nicht auf, im Gegenteil. Sie treten auch weiterhin ein für ihr Recht auf einen Tarifvertrag, um existenzsichernde Löhne und gute Arbeitsbedingungen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeber verhandeln zu lassen. Sie wollen damit auch die Willkür eines Handelsunternehmens beenden, das seine Beschäftigten mit Arbeitshetze und umfassenden Kontrollen unter Druck setzt. Tarifverträge sind ein Zeichen für Respekt und Anerkennung der Arbeit. Das verlangen die Beschäftigten auch von Amazon“, sagte Stefanie Nutzenberger, Mitglied im Vorstand der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).

Während der Osterzeit kann es auch an anderen Standorten von Amazon jederzeit zu Arbeitsniederlegungen kommen.

ver.di fordert in der Tarifrunde des Einzelhandels 2019 neben Lohn- und Gehaltssteigerungen auch, die ausgehandelten Tarifverträge für allgemeinverbindlich erklären zu lassen. Weitere Informationen zur Tarifrunde hier: 

https://tinyurl.com/yxm4c5sa

Luftsicherheitskräfte: Verbesserungen für alle im Tarifvertrag - ver.di lädt Mitglieder zur Urabstimmung ein – Mehr Lohn ab April und Mai

12.04.2019 Für die 23.000 Beschäftigten im Bereich der Sicherheit an deutschen Flughäfen (Aviation) haben die Redaktionsverhandlungen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und des Deutschen Beamtenbundes mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) zu weiteren Verbesserungen für alle Mitglieder sowie zu Klarstellungen im ersten bundesweiten Tarifvertrag für die Branche geführt.

Der ausgehandelte Tarifvertrag sieht über drei Jahre Erhöhungen zwischen 10,5 und 26,7 Prozent vor. Die Möglichkeit von Verschlechterungen in einzelnen Bereichen ist ausgeräumt. Klargestellt wurde, dass niemand durch die Einführung des neuen Tarifvertrags schlechter eingruppiert wird. Erstmalig vereinbarten die Tarifvertragsparteien eine Entgeltgruppe IV für qualifizierte Servicekräfte (z.B. Rollstuhlservice), wie sie bisher nur in NRW existierte. Zusätzlich gibt es eine Besitzstandswahrung, wonach eine Absenkung des Stundenlohns bei gleichbleibenden Tätigkeiten ausgeschlossen ist. Auch die generelle oder pauschale Anrechenbarkeit von Zulagen wird im Tariftext gestrichen. Da der BDLS vorher nie Tarifvertragspartner war, könne er auch die alten Tarifverträge in den Ländern nicht ablösen, hieß es zur Klarstellung.

Der ver.di-Bundesvorstand hat die Mitglieder der Branche an den deutschen Flughäfen bis zum 3. Mai 2019 zu einer Urabstimmung über den Tarifvertrag aufgerufen und die Annahme empfohlen. „Damit ist sichergestellt, dass es rückwirkend ab dem 1. April für die Beschäftigten in der Personenkontrolle und ab 1. Mai bei den anderen Entgeltgruppen mehr Geld gibt“, erklärte die Gewerkschaft. Weitere Nullmonate würden so vermieden.

Die deutlichen Steigerungen der monatlichen Einkommen seien erst der Anfang. Man wolle nun schnellstens in die vereinbarten Verhandlungen über verbesserte Zulagen und Zuschläge, eine neue Entgeltstruktur, die den täglichen Anforderungen bei der Arbeit gerecht wird, und zu einem Manteltarifvertrag für alle Beschäftigten in der Luftsicherheit eintreten, erklärte die Gewerkschaft.

(Quelle: www.verdi.de)

 

GEWERKSCHAFTSTICKER

Für Menschlichkeit und Solidarität – gegen Spaltung, Rassismus und Hass Rechtspopulisten, Faschisten und Neonazis mobilisieren gegen elementare Grundwerte unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Der Beirat der IG Metall ruft dazu auf, aktiv für Solidarität, friedliches Zusammenleben und die Achtung der Menschenwürde einzutreten. (IG Metall)

Die IG Metall Küste begrüßt die Ankündigung von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, dass die Sanierung des Segelschulschiffes „Gorch Fock“ weitergehen soll. „Mit der Aufhebung des Zahlungsstopps können die Arbeiten endlich wieder aufgenommen werden. Auf diese Entscheidung aus Berlin haben die Beschäftigten der Elsflether Werft und bei vielen Zulieferern in der Region gewartet“, erklärte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. „Nach Wochen der Unsicherheit gibt es jetzt wieder eine Perspektive. Die Beschäftigten machen hervorragende Arbeit. Sie werden alles dafür tun, damit die „Gorch Fock“ möglichst bald wieder segeln kann.“ (IG Metall Küste)

FÜNF TAGE BEZAHLTE LERNZEIT IM JAHR. Nimm Dir Deinen Bildungsurlaub. Ob Computerworkshop oder Sprachkurs: Wenn Du Dich weiterbilden und etwas für Dich oder Deine Karriere tun möchtest, kannst Du dafür Sonderurlaub beantragen. Wir geben Tipps für einen reibungslosen Ablauf der bezahlten Bildungszeit. (IG Metall)

Terminservice- und Versorgungsgesetz: Den Preis zahlen die gesetzlich Versicherten. Zum Beschluss des TSVG sagt  Annelie Buntenbach, Mitglied des DGB-Bundesvorstands: „Jens Spahns Zuversicht in die eigenen alchemistischen Fähigkeiten sind bemerkenswert: Er hofft mit mehr Geld an die niedergelassenen Ärzte, mehr Zeit für Patienten zu erschaffen. Damit entlarvt er die Fehlanreize im Gesundheitswesen: Nicht die Frage des Patientenwohls und einer guten Versorgungsqualität steht im Vordergrund, sondern die Frage, wo das meiste Geld hinfließt und die größten Renditen zu erzielen sind. Den Preis dafür zahlen die gesetzlich Krankenversicherten gleich doppelt: Als Patienten, die den Marktgegebenheiten ausgeliefert sind und als Beitragszahler, die das alles auch noch bezahlen müssen.“

Whistleblowerrichtlinie: Bahn frei für den Schutz für mutige Beschäftigte das Europäische Parlament, die EU-Kommission und der Rat haben sich im Rahmen der Trilogverhandlungen auf ein Ergebnis zur sogenannten „Whistleblower-Richtlinie“ geeinigt. In der zuvor umstrittenen Frage, ob Hinweisgeber grundsätzlich verpflichtet werden können, interne Meldestellen aufzusuchen, statt sich direkt an Behörden oder Medien zu wenden, konnte ein Ergebnis im Sinne der Whistleblower erreicht werden. Noch liegt die finale Fassung der Richtlinie nicht vor, die Verhandlungs-ergebnisse wurden von Parlament und Kommission aber bereits bekanntgegeben.(DGB)

Lebensleistung verdient Respekt – Grundrente jetzt! Das Netzwerk Gerechte Rente fordert die Koalition dazu auf, den Weg für die Grundrente jetzt schnell freizumachen. Dazu sagte Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied :

„Von der Rente muss man auch bei geringem Lohn, Teilzeit oder Arbeitslosigkeit in Würde leben können. Deswegen begrüßt das Netzwerk Gerechte Rente – ein Zusammenschluss aus Gewerkschaften, Wohlfahrts- und Sozialverbänden – den Vorschlag von Bundesminister Heil für eine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung. Wir appellieren an die Koalition, sich schnell zu einigen im Interesse von Millionen Menschen, die auf die Grundrente warten. Sonst wird das Problem von Armutsrenten weiter wachsen und immer mehr Menschen betreffen. (DGB)

Die Autoindustrie will sich auf Kosten der Belegschaft fit für Digitalisierung und E-Autos machen.

Der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, hat seine Kritik an einem möglichen Zusammenschluss von Deutscher Bank und Commerzbank bekräftigt. „Bei einer Fusion zwischen Deutscher Bank und Commerzbank würden rund 30.000 Stellen im Feuer stehen“, sagte Bsirske dem „Handelsblatt“ . Er kündigte Widerstand an. (Hase Post)

Claudia Tiedge: Bei der Europawahl zählt jede demokratische Stimme. Die Gleichstellung von Frauen und Männern gehöre zu den Grundwerten der Europäischen Union und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Damit Europa ein Motor der Gleichstellungspolitik bleibt, gilt es die demokratischen Kräfte zu stärken und am 26. Mai wählen zu gehen“, betonte Claudia Tiedge, stellvertretende NGG-Vorsitzende anlässlich des Internationalen Frauentages.

 

DGB Tarifticker

ver.di: ordentliches Tarifergebnis beim Klinikkonzern Helios. In der dritten Runde der Tarifverhandlungen zwischen ver.di und dem Klinikkonzern Helios haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaft auf ein deutliches Lohnplus von insgesamt 6,5 Prozent in drei Schritten sowie eine Zulage für Pflegekräfte geeinigt. Deutschlandweit sind davon rund 18.000 Beschäftigte betroffen. Rückwirkend zum 1. Januar 2019 steigen die Entgelte um 3 Prozent, ab dem 1. Januar 2020 um weitere 2,5 Prozent und ab dem 1. November 2020 um ein weiteres Prozent. Pflegekräfte im Pflege- und Funktionsdienst sowie Hebammen bekommen ab dem 1. Januar 2020 eine nach Qualifikationsniveau gestaffelte Pflegezulage, für Examinierte sind das 300 Euro im Monat. Die Auszubildenden erhalten ab dem 1. Januar 2019 eine Entgeltsteigerung von 60 Euro pro Monat, ab 1. Januar 2020 kommen weitere 40 Euro dazu.

Beschäftigte in Leiharbeit: Ab April steigen Tarifentgelte und Mindestlöhne. Leihbeschäftigte bekommen ein ordentliches Einkommensplus: Ab 1. April steigen die Tarifentgelte im Westen um 3 Prozent und im Osten sogar um 3,5 Prozent. Gleichzeitig erhöhen sich auch die Branchenzuschläge. Seit 1. Januar sind bereits die Stundenentgelte der Entgeltgruppen 1 und 2 im Osten um 22 sowie 36 Cent gestiegen. Ab Oktober 2019 kommt ein weiteres Plus in Ost und West dazu.

Tarifabschluss für die Beschäftigten der Regio Infra Nord-Ost GmbH. Die EVG hat einen neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten bei Regio Infra Nord-Ost abge-schlossen. Neben 425 Euro Einmalzahlung steigen die Einkommen ab dem 1. Juni 2019 um 2,6 Prozent. Ab dem 1. Juni 2020 kommt unter anderem das EVG-Wahl-modell, wobei die Beschäftigten zwischen 1,3 Prozent mehr Geld oder 3 Tagen zusätzlichen Urlaub oder eine halbe Stunde Arbeitszeitverkürzung wählen können.

 

Stahlwerker bekommen 3,7 Prozent mehr Geld. Die 72.000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie erhalten deutlich mehr Lohn - und ein zusätzliches Urlaubsgeld, das in freie Tage umgewandelt werden kann. Darauf haben sich die IG Metall und der Arbeitgeberverband Stahl geeinigt. Für Januar und Februar 2019 gibt es einmalig 100 Euro. Rückwirkend ab März steigen die Löhne und Gehälter um 3,7 Prozent.

 

Bankgewerbe: Arbeitgeber lehnen Verhandlungen zu ver.di-Forderungen ab. Auch die zweite Tarifrunde für die rund 200.000 Beschäftigten des privaten und öffentlichen Bankgewerbes blieb am 6.März 2019 ohne Ergebnis. Die Forderung von ver.di nach einer Erhöhung der Gehälter um 6 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten wiesen die Arbeitgeber ebenso zurück, wie alle weiteren von ver.di eingebrachten Forderungen. Die Verhandlungen gehen am 11. April weiter.

(Zusammengestellt von hg)

 

Betrieb & Gewerkschaft

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http://www.anwaltarbeitsrecht.com

 

NGG REGION SCHLESWIG-HOLSTEIN NORD

6.700 Beschäftigte in Kieler Hotels und Gaststätten

16,3 Millionen Gäste-Übernachtungen an der Ostsee –

Plus von 18 Prozent 

Koffer

Reisen liegt im Trend: Urlauber und Geschäftsreisende sorgen dafür, dass die Zahl der Übernachtungen steigt. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss- Gaststätten (NGG) warnt jedoch vor immer längeren Arbeitszeiten für die Beschäftigten der Branche. Foto (alle Rechte frei): NGG 

Touristen zieht es in heimische Betten: Die Ostsee in Schleswig-Holstein verzeichnete im vergangenen Jahr 16,3 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland. Das sind 18,5 Prozent mehr als im Vorjahr – und 57 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit. Die NGG beruft sich dabei auf Angaben des Statistischen Bundesamtes, das die Beherbergungszahlen der deutschen Reisegebiete ausgewertet hat. Danach kam Schleswig-Holstein auf 34,5 Millionen Übernachtungen (plus 15 Prozent zum Vorjahr). Gewerkschafter Finn Petersen spricht von einer „Rekordbilanz – die jedoch nur mit dem starken Engagement der Beschäftigten möglich ist“.Allein in Kiel beschäftigt das Gastgewerbe nach Angaben der Arbeitsagentur rund 6.700 Menschen. „Allerdings fehlen hier zunehmend Fachkräfte – auch, weil die Branche ein waschechtes Image- Problem hat“, ist Petersen überzeugt. Ein Hauptgrund: immer extremere Arbeitszeiten. Zwar gehöre das Arbeiten am Abend oder am Sonntag für Hotelfachleute und Kellner fest zum Job. „Aber in den vergangenen Jahren sind die Schichten deutlich länger und die Erholungszeiten kürzer geworden. Das macht nicht jeder ewig mit“, so der Geschäftsführer der NGG-Region Schleswig-Holstein Nord.Petersen kritisiert insbesondere die Forderungen von Unternehmern, das Arbeitszeitgesetz zu lockern. „Geht es nach dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga), dann sollen 13-Stunden- Arbeitstage bald zum Normalfall werden.

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REGION SCHLESWIG-HOLSTEIN NORD

Gewerkschaft NGG kritisiert Lohn-Lücke

In Kiel verdienen Frauen 10 Prozent weniger als

Männer.

 NGG Frauentag

Ein Detail macht den Unterschied. (Foto (alle Rechte frei): Tobias Seifert / NGG)

Gleiche Arbeit, unterschiedliche Bezahlung: In Kiel verdienen Frauen, die in Vollzeit arbeiten, 10 Prozent weniger als Männer. Das hat die Gewerkschaft Nahrung- Genuss-Gaststätten (NGG) zum Internationalen Frauentag am kommenden Freitag [8. März] mitgeteilt. Sie verweist hierbei auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Danach kommen Männer mit einer Vollzeitstelle in Kiel auf ein durchschnittliches Bruttoeinkommen von 3.465 Euro pro Monat – Frauen hingegen nur auf 3.108 Euro. In Schleswig-Holstein beträgt der Verdienstunterschied bei Vollzeit zwischen den Geschlechtern 11 Prozent (Männer: 3.065 Euro, Frauen: 2.723 Euro). Dies liege teils an niedrigeren Positionen, die Frauen häufig hätten, insbesondere aber auch an der mangelnden Zahlungsbereitschaft von Unternehmen, so die NGG Schleswig-Holstein Nord.

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Einigung in den Tarifverhandlungen des öffentlichen Dienstes.

Ein ordentliches Ergebnis.

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Veranstaltung:

Gutes Wohnen für alle in Kiel

Mittwoch, 20.03.2019, 17.00 Uhr

Kieler Gewerkschaftshaus, Legienstraße 22, 24103 Kiel

Veranstalter: DGB Kiel Region

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Wohnungsfrage ist mit großer Wucht auf die politische Tagesordnung zurückgekehrt. Fehlender bezahlbarer Wohnraum, steigende Mieten, Boden- und Immobilienspekulationen zeigen deutlich auf: Der Markt hat versagt! Haushalte mit kleinem Geldbeutel haben das Nachsehen.

Initiativen und zivilgesellschaftliche Bündnisse protestieren gemeinsam mit den DGB-Gewerkschaften für solidarische Städte, die nicht profitable Geschäftsmodelle für wenige, sondern soziale Nachbarschaften für viele bieten.

Wohnen ist eine soziale Frage. Wohnanlage, Wohnungsqualität und Mietpreis unterscheiden sich sehr stark. Die soziale Lebenslagen der Menschen lassen sich häufig an der Wohnadresse ablesen.

Gerade, weil Wohnen eine existenzielle Notwendigkeit und ein soziales Grundrecht ist, ist Wohnraum keine Ware wie jede andere. Eine ausreichende Versorgung zu sichern, ist daher eine grundlegende öffentliche und politische Aufgabe. Mieten müssen bezahlbar sein – für alle!

Die Politik in Kiel hat im September vergangenen Jahres die Gründung einer städtischen Wohnungsgesellschaft beschlossen. Der Wohnungsmarkt soll damit entsprechend entlastet werden. Im Rahmen des DGB-Zukunftsdialogs „Gutes Wohnen für alle“ wollen wir uns über die Entwicklung informieren und austauschen.

(DGB Kiel Region)

ver.di-Tarifkampf: Tarif- und Besoldungsrunde der Länder

„Die kommenden Streiks im Norden sind Folge der Verhinderungstaktik der

Arbeitgeber.“

01. März 2019 Auch die zweite Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder (TdL) ist in Potsdam ohne Ergebnis zu Ende gegangen. In zentralen Fragen liegen die Verhandlungspartner weit auseinander und sind von einem Durchbruch meilenweit entfernt.

Nach wie vor lehnen die Arbeitgeber die gewerkschaftlichen Lohnforderungen pauschal ab.

Strukturelle Verbesserungen bei der Eingruppierung, die ebenfalls Gegenstand der Verhandlungen sind, wollten die Arbeitgeber zudem von den Beschäftigten an anderer Stelle voll gegenfinanziert bekommen. Kontrovers sei auch, ob und wie die Bedingungen im Krankenpflegebereich verbessert werden können, wo sowohl Beschäftigte als auch Patienten dringend auf bessere Arbeits- und Entlohnungsbedingungen des Personals angewiesen seien.

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Gewerkschaftsticker

01. März 2019 Nur starke Tarifbindung schafft Gute Arbeit. In ihrem neuen Sozialstaats-Konzept will die SPD auch die Tarifbindung in Deutschland stärken. Der DGB begrüßt die Vorschläge der Sozialdemokraten, fordert aber konkrete und weitergehende Maßnahmen. Denn die Tarifbindung ist eine zentrale Gerechtigkeitsfrage unserer Zeit. (DGB)

Künstliche Intelligenz darf kein Selbstzweck sein. Systeme müssen das Wohlbefinden der Menschen verbessern. Ein bisschen Lob und viel Kritik: Der DGB fordert die Europäische Kommission auf, die geplanten Leitlinien für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) nachzubessern. Unter anderem muss eine ethische Komponente zur Förderung von Guter Arbeit und sozialem Fortschritt ergänzt werden. (DGB)

Arbeit 4.0. 92 Prozent der Arbeitsplätze in Medien und Kultur, 82 Prozent in Energieunternehmen und 71 Prozent im Handel sind schon „digital ausgestattet“. Die Arbeit verändert sich tief-greifend. Wir sprechen über Würde, Selbstbestimmung, Solidarität und Gute Arbeit in der digitalen Gesellschaft! (ver.di)

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SPD beschließt Sozialstaatspapier

Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung?

01. März 2019 Auffällig, dass die SPD den „Sozialstaat“ immer vor Wahlen wiederentdeckt. Nichtsdestotrotz macht sie Vorschläge, die zum Teil in die richtige Richtung gehen. Jetzt müssen sie nur noch erklären, wie sie das und mit wem umsetzen wollen.

Sollten die Reformen tatsächlich so umgesetzt werden, würde das Verbesserungen der Situation von Millionen von Rentner*innen, Kindern, Geringverdiener*innen und Arbeitslosen bedeuteten. Denn die Sozialleistungen wären leichter zugänglich und der Druck würde sinken, unbedingt jede noch so schlecht bezahlte Arbeit annehmen zu müssen. Zusammen mit der Erhöhung des Mindestlohnes wäre ein moderater Zuwachs der Kaufkraft der unteren Gesellschaftsschichten absehbar.

Während einer Vorstandsklausur beschloss die SPD einstimmig ein sogenanntes „Sozialstaatspapier.“ Hauptpunkte sind längere Ansprüche auf ALG 1, eine Kindergrundsicherung sowie die Umwandlung von Hartz IV in ein Bürgergeld und eine Erhöhung des Mindestlohnes von derzeit 9,19 Euro auf zwölf Euro, Tarifgebundene Unternehmen sollen Steuervorteile erhalten.

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Gewerkschaft NGG legt Berechnung vor

81.000 Menschen in Schleswig-Holstein würden von Heils Grundrente profitieren

NGG

Die von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil geplante Grundrente würde in Schleswig-Holstein die Bezüge von aktuell rund 81.000 Rentnerinnen und Rentnern aufbessern. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit. Sie beruft sich hierbei auf eine Untersuchung des Hannoveraner Pestel-Instituts, das Daten der Deutschen Rentenversicherung ausgewertet hat. Danach würden in Schleswig-Holstein 62.000 Frauen und 19.000 Männer von der Grundrente profitieren. Sie bekommen nach mindestens 35 Beitragsjahren derzeit eine Rente von weniger als 896 Euro pro Monat. Ihre Altersbezüge will Arbeitsminister Heil je nach Rentenhöhe um bis zu mehrere Hundert Euro pro Monat aufstocken.

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Rechtsexperten der NGG Schleswig-Holstein Nord 270 Mal gefordert.

Zoff im Job: Juristische Hilfe für Kieler Beschäftigte

NGG

Hilfe beim Zoff im Job: Egal, ob im Gastgewerbe, in der Ernährungsindustrie oder im Lebensmittelhandwerk – wenn es in Kiel zwischen dem Chef und den Beschäftigten knistert oder sogar kracht, dann ruft die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ihre Rechtsexperten auf den Plan. Insgesamt 270 Mal waren die juristischen Berater der NGG Schleswig-Holstein Nord im vergangenen Jahr in der Region im Einsatz. In 186 Fällen ging es um Löhne und Gehälter, die zu spät oder gar nicht gezahlt wurden. Auch unerlaubte Kündigungen und fehlendes Weihnachts- oder Urlaubsgeld waren nach Gewerkschaftsangaben ein Thema. Für die Betroffenen erstritten die Juristen Gelder in Höhe von insgesamt 1,2 Millionen Euro.

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 12 Prozent der Menschen in Schleswig-Holstein bildeten sich im Job weiter

NGG: Beschäftigte in Kiel sollen „Recht auf Weiterbildung“ bekommen

NGG

Arbeitsplätze für die Digitalisierung fit machen: Kieler Beschäftigte sollen ein „Recht auf Weiterbildung“ bekommen. Das fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit Blick auf den rasanten Wandel der Arbeitswelt. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes haben im Jahr 2017 lediglich 11,6 Prozent der Erwerbstätigen in Schleswig-Holstein an einer beruflichen Weiterbildung teilgenommen. Das sind zwar rund 286.000 Menschen – „aber angesichts der Umbrüche in vielen Branchen noch viel zu wenige“, sagt Finn Petersen von der NGG Schleswig-Holstein Nord.

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GEWERKSCHAFTSTICKER

Eine nachvollziehbare Forderung, die aber zur weiteren Spaltung der ArbeitnehmerInnen führt. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die Auszahlung von Boni für Gewerkschaftsmitglieder in Unternehmen gefordert. Beschäftigte sollten belohnt werden, wenn sie durch ihre Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft zur Tarifbindung beitragen. »Mitarbeiter sollten per Tarifvertrag belohnt werden, wenn sie Gewerkschaftsmitglied sind und somit dazu beitragen, dass die Tarifbindung gestärkt und der soziale Friede erhalten bleibt«, so Hoffmann. Was würde der DGB eigentlich machen wenn Arbeitgeber Haustarife abschließen indem Nichtmitglieder mit einem Bonus belohnt werden? (hg)

Künstliche Intelligenz: Hoffmann fordert Mitbestimmungsrecht für Beschäftigte. Der DGB hat ein Impulspapier zur Debatte um Künstliche Intelligenz (KI) in der Arbeitswelt veröffentlicht. Leitmotiv des Papiers ist "Gute Arbeit by Design". Der DGB fordert ein generelles Initiativ- und Mitbestimmungsrecht der Beschäftigten bei der Nutzung personenbezogener Daten. "Es muss klar sein, dass KI nicht hinter dem Rücken der Beschäftigten eingesetzt wird. Das ist auch die Grundlage für Akzeptanz und Vertrauen im Betrieb", so der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann. (DGB)

Demokratie, Europa und sozialen Zusammenhalt stärken. Der Geschäfts-führende DGB-Bundesvorstand in Berlin die politischen Schwerpunkte für das Jahr 2019 vorgestellt und die aktuelle politische Lage bewertet. Nach ersten Erfolgen wie der Brückenteilzeit, den paritätischen Beiträgen zur Krankenversicherung oder dem Rentenpakt gehe es nun darum, dass die Bundesregierung weitere Versprechen aus dem Koalitionsvertrag einhalte, so DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann. Insbesondere bei der Tarifbindung gebe es Handlungsbedarf. Hoffmann sprach sich für eine Ausweitung der Allgemeinverbindlichkeit, für eine stärkere Nachwirkung bestehender Tarifverträge sowie für eine Bundestariftreue aus: „Tarifverträge sind ein öffentliches Gut“ (DGB)

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Erster bundesweiter Entgelttarifvertrag für Luftsicherheitskräfte

verdi


24. Januar 2019 | Das haben die Beschäftigten gemeinsam erreicht: In den frühen Morgenstunden haben sich der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen und ver.di auf einen ersten bundesweiten Entgelttarifvertrag in der Luftsicherheit geeinigt. Die Erhöhungen liegen über die nächsten drei Jahre zwischen 3,5 und 9,77 Prozent jährlich. Die Gesamterhöhungen je nach Region und Tätigkeit in diesem Zeitraum zwischen 10,5 Prozent und 26,7 Prozent. ver.di konnte sich auch in der Anpassung der östlichen Bundesländer durchsetzen. In der Passagierkontrolle wird 2021 ein Stundenlohn von 19,01 Euro erreicht. Die Luftsicherheitsassistenten erhalten so etwa am Flughafen Leipzig/Halle jährlich 1,44 Euro die Stunde mehr, bereits 2021 wird das Westlohnniveau erreicht. In den anderen Tätigkeitsbereichen ist ein längerer Anpassungszeitraum notwendig.

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Öffentlicher Dienst:

Tarifrunde 2019

D

Regionale Analyse: 4.790 Menschen in der Stadt profitieren Kiel:

Neuer Mindestlohn bringt 1,2 Millionen Euro Extra-Kaufkraft

Etikett Mindestlohn

Neues Preisschild für den Lohn: Keiner darf weniger als 9,19 Euro pro Stunde verdienen. Das ist jetzt der gesetzliche Mindestlohn. Beschäftigte haben damit mehr Geld in der Tasche und können sich mehr leisten. Trotzdem ist „noch reichlich Luft nach oben“, meint die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).  Foto (alle Rechte frei): NGG

09. Januar 2019 Der Mindestlohn steigt ab Januar um 35 Cent auf jetzt 9,19 Euro pro Stunde – und mit ihm der Verdienst von 4.790 Menschen in Kiel. So viele Beschäftigte arbeiten hier derzeit zum gesetzlichen Lohn-Minimum. Auch die Wirtschaft in der Stadt profitiert: Die Kaufkraft wächst durch das Mindestlohn-Plus in diesem Jahr um rund 1,2 Millionen Euro. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit und beruft sich auf eine aktuelle Analyse des Pestel-Instituts aus Hannover, das die Auswirkungen der Mindestlohn-Entwicklung regional untersucht hat.

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HSH Nordbank:

Beschäftigte zahlen die Zeche und werden im Stich

gelassen

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) zeigt sich entsetzt über die Pläne, die Beschäftigenzahlen bei der HSH Nordbank nochmals dramatisch zu reduzieren. Deutliche Kritik äußert die Gewerkschaft an der Landesregierung Schleswig-Holstein, die im Verkaufsprozess den Standort Kiel mit seinen Beschäftigten schmählich im Stich gelassen hat. „Es ist ein Desaster, wie es leider zu befürchten war, weil im Verkaufsprozess die Landesregierung die Beschäftigten am Standort Kiel schmählich im Stich gelassen hat und sich von den Investoren und Vorständen hat blenden lassen“, so Frank Schischefsky, Pressesprecher von ver.di Nord.

„Die Landesregierung hat sich keinen Deut um die Menschen gekümmert, die einen Verkaufsprozess erst möglich gemacht haben, indem sie trotz aller Umstände hart um die Bank gekämpft haben; das ist ein Jamaika Desaster,“ so Schischefsky weiter ver.di Nord fordert eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft, die sich um die Menschen kümmert. An dieser müssen sich die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein beteiligen, wie auch die Investoren und die Bank selbst.

(ver.di)

Gewerkschaftsticker

01. Januar 2019 Zuwanderung von Arbeitskräften. Der Migrationspakt der UN: Darum geht es. Die Ziele des „Globalen Pakts für eine sichere, geordnete und reguläre Migration“ Mehr Rechtssicherheit, besserer Schutz der Arbeitsrechte und eine einfachere Anerkennung von Qualifikationen: Mit einem internationalen Pakt wollen die Vereinten Nationen Mindeststandards für die Migration von Arbeitskräften setzen. Das Ziel: Menschenwürdige Arbeitsbedingungen für alle schaffen. Der DGB unterstützt die Pläne. (DGB)

Der Ausbildungsmarkt zerfällt in parallele Welten“.  Wohnort, Schulabschluss und Pass spielen eine große Rolle. Es klingt paradox: Auf der einen Seite gibt es immer mehr unbesetzte Ausbildungsplätze, auf der anderen Seite sind fast 80.000 Jugendliche akut auf der Suche. Und: Die Zahl der jungen Menschen ohne Schulabschluss steigt. Diese „Unwuchten auf dem Ausbildungsmarkt“ müssen dringend beseitigt werden, fordert DGB-Vize Elke Hannack. (DGB)

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Wettbewerb zeichnet Einsatz gegen Fremdenhass und Diskriminierung aus.

Azubi-Preis „Gelbe Hand“: Projekte aus Kiel gesucht

Gelbe Hand

Die Rote Karte im Fußball – die „Gelbe Hand“ im Betrieb: Azubis und Berufsschüler, die sich in Kiel für Gleichbehandlung und gegen Rassismus am Arbeitsplatz engagieren, sind preisverdächtig. Noch bis zum 15. Januar können sie mit einem eigenen Projekt am Wettbewerb „Mach meinen Kumpel nicht an!“ teilnehmen. Dazu ruft die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) auf. Alle Infos unter www.gelbehand.de.

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NGG legt Rentenprognose vor | 50.000 Arbeitnehmer unter der Grundsicherung

35 Prozent der Beschäftigten in Kiel von Mini-Renten bedroht

Kiel droht Altersarmut – in einem größeren Ausmaß als bislang angenommen. Das befürchtet die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Rund 50.000 Arbeitnehmer in Kiel würden – so, wie sie heute arbeiten – nur eine Rente unterhalb der staatlichen Grundsicherung bekommen (Schleswig-Holstein: 458.000). Und das, wenn sie nach immerhin 45 Berufsjahren in den Ruhestand gingen. Das sind 35 Prozent aller Beschäftigten in der Stadt (Schleswig-Holstein: 40 Prozent).

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Gewerkschaftsticker

100 Jahre Frauenwahlrecht: Es ist noch viel zu tun. DGB-Vize Elke Hannack fordert gerechte Verteilung von Macht und Verantwortung. Vor 100 Jahren wurde das Frauenwahlrecht in Deutschland eingeführt. Ein wichtiger Schritt - doch von einer wirklichen Gleichstellung sind wir immer noch weit entfernt. Auch heute noch wird Frauen schlechter bezahlt, auch heute noch leisten sie einen Großteil der Familienarbeit - während Männer nach wie vor die Führungsetagen in Politik und Wirtschaft dominieren. (DGB)

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Gewerkschaft fordert:


Endlich Weihnachtsgeld für Gebäudereiniger

Die rund 4.080 Gebäudereiniger in Kiel wollen Weihnachten nicht länger leer ausgehen: Was es für die Schaffnerin bei der Bahn, für den Bankangestellten und Dachdecker gibt, sollen jetzt auch Reinigungskräfte und Fensterputzer bekommen – Weihnachtsgeld nämlich. Das fordert die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU Schleswig-Holstein Nord. „Wer sein Geld mit Saubermachen verdient, legt in der Regel nichts auf die hohe Kante. Der Lohn geht für die Miete, für Lebensmittel und für den Alltag drauf. Ich kenne keine Gebäudereinigerin, die einen halben Monatslohn als Weihnachtsgeld nicht fürs Leben gebrauchen kann“, sagt IG BAU-Bezirksvorsitzender Arno Carstensen. Auch die rund 1.700 Minijobber unter den Beschäftigten der Reinigungsbranche in Kiel sollen, wenn es nach dem Willen der IG BAU Schleswig-Holstein Nord geht, vom Weihnachtsgeld profitieren: Sie würden einen halben Minijob-Lohn – also bis zu 225 Euro – extra zu Weihnachten im Portemonnaie haben.

Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft hat deshalb jetzt in ganz Schleswig-Holstein zusammen mit den Reinigungskräften Weihnachtsgeld-Aktionen in Gebäudereinigungsunternehmen gestartet. „Der Countdown läuft – das Weihnachtsgeld ist in greifbarer Nähe. Wichtig ist, dass die Gebäudereinigerinnen und Fensterputzer ihren Chefs in Kiel jetzt deutlich machen, dass sie sich den Extra-Lohn im Dezember nicht wegputzen lassen“, so Carstensen. Anfang November wolle die IG BAU mit den Arbeitgebern über das Weihnachtsgeld verhandeln.   

  (Presseerklärung IG BAU SH)

Betriebe in Schleswig-Holstein rechnerisch nur alle 300 Jahre geprüft


Gewerkschaft kritisiert seltene Arbeitszeit-Kontrollen in Kiel

Tricksereien bei der Arbeitszeit fast nie geahndet: Die rund 5.900 Betriebe in Kiel müssen nur äußerst selten mit einer Arbeitszeit-Kontrolle der Behörden rechnen. Das kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Nach NGG-Angaben führte die Arbeitsschutzbehörde bei der Unfallkasse Nord im vergangenen Jahr lediglich 262 Kontrollen zur Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes in Schleswig-Holstein durch. Seit 2010 ging die Zahl der Prüfungen um 51 Prozent zurück. Dies ergibt sich aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Linken, Susanne Ferschl. Das Schreiben liegt der Gewerkschaft vor.

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ver.di, das Pflegebündnis Kiel und das Griechenlandsolikomitee Kiel laden ein zur:

Premiere des Films

„Der marktgerechte Patient“

DMP

Film und Diskussion zum Notstand in den

Krankenhäusern und in der Pflege

Donnerstag, 29. Nov. 2018, um 19.00 Uhr

Kiel, Gewerkschaftshaus Legienstr. 22 im Emma-Sorgenfrei-Foyer

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Kiel: 30 Prozent profitieren nicht von neuem Teilzeit-Gesetz

NGG kritisiert Gesetzentwurf „In Gastronomie und Handwerk fast wirkungslos“

01. November 2018 Mal etwas weniger arbeiten, um Zeit für Kinder, Angehörige oder auch sich selbst zu haben – danach aber wieder voll in den Beruf einsteigen: Für Tausende Beschäftigte in Kiel soll das ab 2019 per Gesetz möglich sein. Tatsächlich dürften jedoch 43.400 Arbeitnehmer in der Stadt nicht vom sogenannten Rückkehrrecht in Vollzeit profitieren – weil ihr Betrieb weniger als 45 Mitarbeiter hat. „Das sind 30 Prozent aller Beschäftigten, an denen das Gesetz komplett vorbeigeht“, kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten.

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Gewerkschaftsticker

01. November 2018 40.000 Teilnehmende hatten die Veranstalter, das Bündnis „unteilbar“, erwartet. Fast eine Viertelmillion Menschen wurden es, die am Samstag aus der ganzen Bundesrepublik zur Großdemonstration nach Berlin angereist waren, um Flagge zu zeigen für Solidarität und gegen Rassismus und Hass. Unter den Teilnehmenden waren auch zahlreiche NGG-Mitglieder. Michaela Rosenberger, NGG-Vorsitzende: „Das macht Mut! Die Tatsache, dass sich so viele Menschen auf den Weg nach Berlin gemacht haben, ist ein starkes Signal gegen Ausgrenzung und für ein solidarisches Miteinander. Das lassen wir uns von rechten Populisten nicht kaputtmachen. Wir brauchen in unserem Land keine Abschottung, sondern Vielfalt, Toleranz und Weltoffenheit.“ (NGG)

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100 Jahre Sozialpartnerschaft DGB/BDA:

Kein Grund zum Feiern

Sozialpartnerschaft

Foto:NGG

01. November 2018 „Sozialpartnerschaft von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden in Deutschland gilt im internationalen Vergleich als Erfolgsmodell. In diesem Jahr feiert die Sozialpartnerschaft ihr 100. Jubiläum – denn vor 100 Jahren wurden das so genannte Stinnes-Legien-Abkommen geschlossen“. (DGB Einblick vom 17.10.2018.) Da die Kapitalisten Sorgen wegen revolutionärer Forderungen der Arbeiter hatten brauchten sie „einsichtige“ Gewerkschafter. Sie boten den Gewerkschaften „Sozialpartnerschaft“, um die Sozialisierungwünsche der Arbeiterschaft zu stoppen, an.

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1.250 Beschäftigte haben seit zwei Jahren keine Lohnerhöhung

Kieler Bäckereien droht eine Abwanderung von Fachkräften

Sie stehen mitten in der Nacht auf, leiden unter Mehlstaub und Stress an der Verkaufstheke: Die rund 1.250 Beschäftigten in den Kieler Bäckereien machen einen Knochenjob – für den sie jedoch seit mehr als zwei Jahren keine Lohnerhöhung gesehen haben. Das kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und warnt: Sollte sich die Bezahlung von Bäckern und Verkaufspersonal nicht rasch deutlich verbessern, droht ein Fachkräfte-Schwund. „Schon jetzt haben viele Bäckereien in der Stadt damit zu kämpfen, dass bewährte Mitarbeiter in andere Branchen abwandern“, sagt Gewerkschaftssekretärin Christa Theinert.

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Kiel:

30 Prozent profitieren nicht von neuem Teilzeit-Gesetz

Mal etwas weniger arbeiten, um Zeit für Kinder, Angehörige oder auch sich selbst zu haben – danach aber wieder voll in den Beruf einsteigen: Für Tausende Beschäftigte in Kiel soll das ab 2019 per Gesetz möglich sein. Tatsächlich dürften jedoch 43.400 Arbeitnehmer in der Stadt nicht vom sogenannten Rückkehrrecht in Vollzeit profitieren – weil ihr Betrieb weniger als 45 Mitarbeiter hat. „Das sind 30 Prozent aller Beschäftigten, an denen das Gesetz komplett vorbeigeht“, kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten.

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Gewerkschaften gegen rassistische Hetze -  für Solidarität!

DGB gegen Nazis FRG 2

Foto: F®itz - R. Gössel

01. Oktober 2018 Zu den Ereignissen in Chemnitz hat der Geschäftsführende DGB-Bundesvorstand am Dienstag in Berlin folgende Resolution verabschiedet: Aus der Erfahrung mit dem Faschismus gibt es für uns Gewerkschaften keinen Zweifel, dass wir jede Form von Rechtsextremismus, Rassismus, Nationalismus und jede Form der Menschenfeindlichkeit mit Nachdruck bekämpfen. Wir setzen uns ein für Solidarität, Vielfalt und Gerechtigkeit. Es ist gut und richtig, dass viele Menschen in den letzten Monaten und Tagen gegen rechte Hetze und hassgetriebene Aufmärsche Haltung gezeigt haben. Das reicht aber nicht: Der Rechtsstaat muss dieser Hetze und denen, die sie verbreiten, entschieden entgegentreten.

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Ausufernder Niedriglohnsektor:

Im Alter droht Hartz IV

01. Oktober 2018 Gefangen im Niedriglohn: 13.200 Vollzeit-Beschäftigte in Kiel verdienen weniger als 2.200 Euro brutto im Monat. Das sind 18 Prozent aller Menschen, die hier sozialversicherungspflichtig die volle Stundenzahl arbeiten. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt hingewiesen. Die IG BAU Schleswig-Holstein Nord beruft sich dabei auf eine aktuelle Statistik der Arbeitsagentur.

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Gewerkschaftsticker

01. Oktober 2018 Rund 1,9 Millionen günstige Wohnungen fehlen in deutschen Großstädten. Besonders Alleinlebende und Menschen mit geringem Einkommen haben es schwer, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Doch auch Normalverdiener müssen fürs Wohnen immer tiefer in die Tasche greifen: 2014 haben rund 40 Prozent der Großstadthaushalte mindestens 30 Prozent ihres Nettoeinkommens für Miete und Nebenkosten ausgegeben, Heizkosten noch nicht eingerechnet. Das hat eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung ergeben. 30 Prozent gelten bei Wissenschaftlern vor allem bei Mietern mit kleinem Einkommen als Belastungsgrenze, weil sonst zu wenig Geld für Alltagsausgaben bleibt. (DGB) 

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Azubis in Kiel:

NGG fordert bessere Job-Perspektiven

01. Oktober 2018  94.000 Schleswig-Holsteiner arbeiten befristet. Besonders Berufseinsteiger betroffen. Ausbildungsvertrag in der Hand, aber was kommt danach? In Kiel können sich derzeit rund 920 Neu-Azubis über eine Lehrstelle freuen. So viele versorgte Bewerber zählte die Arbeitsagentur zum Start des Ausbildungsjahres. Damit die Karriere auch nach der Abschlussprüfung weitergeht, fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) nun bessere Job-Perspektiven für Berufseinsteiger. Eine große Hürde nach der Ausbildung, so die NGG, ist jedoch der Trend zum Job auf Zeit – zur Befristung. 

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Gewerkschaft NGG sieht Potential gegen Fachkräftemangel

1.366 Flüchtlinge haben in Kiel einen Job gefunden

Flchtling Gastronomie

Integration per Job: Geflüchtet und mit einem Arbeitsvertrag in Kiel angekommen – so ging es Ende vergangenen Jahres 1.366 Asylbewerbern. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit und spricht von einem „Ankommen in der Gesellschaft – bei Kollegen und Chefs“. Die NGG beruft sich hierbei auf eine neue Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Danach ist die Zahl der berufstätigen Flüchtlinge aus den acht wichtigsten Herkunftsländern – darunter Syrien, Afghanistan und der Irak – stark angestiegen. Vor drei Jahren zählte die Arbeitsagentur in Kiel noch 547 Asylsuchende mit einem Arbeitsvertrag.

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Kiel: IG BAU kritisiert ausufernden Niedriglohnsektor

13.200 Vollzeit-Beschäftigten in der Stadt könnte im Alter Hartz IV drohen

Gefangen im Niedriglohn: 13.200 Vollzeit-Beschäftigte in Kiel verdienen weniger als 2.200 Euro brutto im Monat. Das sind 18 Prozent aller Menschen, die hier sozialversicherungspflichtig die volle Stundenzahl arbeiten. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt hingewiesen. Die IG BAU Schleswig-Holstein Nord beruft sich dabei auf eine aktuelle Statistik der Arbeitsagentur.

Gewerkschafter Arno Carstensen warnt: „Wer heute in Vollzeit weniger als 2.200 Euro verdient, der ist mit hoher Wahrscheinlichkeit im Alter auf staatliche Stütze angewiesen.“ Das ergebe sich aus Berechnungen der Bundesregierung. Danach muss ein Vollzeit-Arbeitnehmer im Schnitt mindestens 12,63 Euro pro Stunde verdienen, um nach 45 Beitragsjahren bei der Rente oberhalb der staatlichen Grundsicherung zu landen. „Einige werden zwar das Glück haben, dass der Ehepartner besser verdient und so die Renten-Haushaltskasse später aufbessert. Doch für viele ist die Rente selbst dann extrem knapp“, sagt Carstensen.

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DGB:

Kiel Region zum sicheren Hafen machen!

APPELL: Solidarity City beitreten

01. September 2018 DGB-Schreiben an Gemeindevertretungen und Ratsversammlung, Frank Hornschu, Vorsitzender des DGB Kiel Region:

„Immer mehr Städte widersprechen der europäischen Abschottungspolitik. Auch die Kiel Region sollte ein Ort für alle, auch ein Zufluchtsort für Geflüchtete sein – und ihre Rechte stärken.

Die Region sollte zum sicheren Hafen für Geflüchtete werden, die zukünftig keine Angst mehr haben müssen, auch nicht ohne rechtlichen Grund abgeschoben zu werden. Unsere Region hisst die humanitäre Flagge. Unsere Region tritt durch Beschlüsse in den Gemeindevertretungen und den Ratsversammlungen der Bewegung „Solidarity City“ bei und stellt sich damit gegen die nationale und kontinentale Abschottungspolitik. Die Gewerkschaften setzen sich für deutliches Signal zum unumstößlichen Gebot der Humanität und Zivilisiertheit ein: Menschen in Not zu helfen - ist unverhandelbar!

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DGB-Aufruf zum Antikriegstag am 1.9.2018:

Nie wieder Krieg! Abrüsten statt aufrüsten!

Antikriegs-Demo-Kiel-2014

Antikriegs-Demo-Kiel-2014

01. September 2018 Aus dem Aufruf:

... Nichts zeigt deutlicher: Waffengewalt und militärisches Hochrüsten lösen keine Probleme. Eine neue Aufrüstungsspirale ist die falsche Antwort auf die veränderte Weltlage. Und doch sind die globalen Rüstungsausgaben mit über 1,7 Billionen US-Dollar so hoch wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Dieser Wahnsinn muss ein Ende haben.

Deshalb lehnen der DGB und seine Mitglieds­gewerkschaften das NATO-Ziel ab, die Rüstungs­ausgaben der Bündnispartner auf zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung zu erhöhen. Für die Staaten Europas würde dies bedeuten, dass ihre Militäretats von 500 Milliarden Euro auf 800 Milliarden anwachsen. Auch Deutschland müsste seine Rüstungs­ausgaben annähernd verdoppeln.

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Streikrecht:

Lockvogelangebot Streikbruch-Prämie

01. September 2018 Lockvogelangebote werden im Handel als Irreführungsangebot bezeichnet. Sie können als wettbewerbswidrig gemäß § 5 Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb eingestuft werden.

Es stellt sich die Frage, ob der Richterspruch zur Streikbruch-Prämie nach dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb anders lauten würde. Jetzt heißt es in dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom 14.8.2018: „Ein bestreikter Arbeitgeber ist grundsätzlich berechtigt, zum Streik aufgerufene Arbeitnehmer durch Zusage einer Prämie (Streikbruchprämie) von einer Streikbeteiligung abzuhalten.“

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Gewerkschaften:

Tarifabschluss für Redakteur*innen

01.09.2018 In der Tarifrunde der Redakteur*innen in Tageszeitungen hat es am 2. Juli 2018 einen Abschluss gegeben. Die Gehälter der Zeitungsjournalist*innen erhöhen sich zum 1. Mai 2018 um 1,9 Prozent, zum 1. Mai 2019 noch einmal um 2,4 Prozent. Des weiteren gibt es im August 2018 eine Einmalzahlung von 500 Euro und zum März 2020 noch einmal 600 Euro. Die Laufzeit geht über mehr als 2 ½ Jahre.

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  18. Hauptzollamt Kiel ermittelte 98 Mal wegen Mindestlohn-Prellerei
  19. Bauarbeiter aus Kiel nehmen Kurs auf Berlin – zum „Dampfablassen“
  20. Redebeitrag von Frank Hornschu (DGB Kiel) auf dem Kieler Ostermarsch
  21. Gewerkschaftsticker
  22. Bau sucht Nachwuchs und knausert beim Geld
  23. Hotels und Restaurants suchen 44 Azubis
  24. Warum beschäftigt sich ver.di mit Neonazis und Rechtspopulisten?
  25. Nordsee“ greift Betriebsratswahlen an!
  26. ver.di warnt Management vor einem „Spiel mit dem Feuer“
  27. Prekär hohe Belastung durch Mieten
  28. Gewerkschaftsticker
  29. NGG: „Wer Betriebsratswahlen behindert, macht sich strafbar!“
  30. Frauen machen 67 Prozent aller Teilzeit- und Minijobs in Kiel
  31. Mahnwache von Feuerwehrleuten vor dem Landtag
  32. Tarifabschluss für Metaller an der Küste steht
  33. Gewerkschaftsticker
  34. Kriegsprävention statt Militäreinsätze!
  35. Sondermarke von Nordbrief zur Novemberrevolution
  36. Wir sind es wert !!!
  37. Verhandlungsergebnis Tarifrunde 2018
  38. Kurswechsel gefordert
  39. Sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt gefordert
  40. Gewerkschaftsticker
  41. Umsteuern am Arbeitsmarkt
  42. Gewerkschaft NGG warnt vor extremen Arbeitszeiten in Kiel
  43. Hände weg vom Arbeitszeitgesetz!
  44. Gewerkschaftsticker
  45. Kiel: 40 Prozent mehr Bezieher von „Alters-Hartz-IV“
  46. „Hände weg vom Arbeitszeitgesetz“
  47. Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ruft die Beschäftigten der Hotellerie und Gastronomie zu mehrstündigen Streiks in Schleswig-Holstein auf
  48. Auf die Straße, Kameraden!
  49. Haupterwerb muss zum Leben reichen
  50. Gewerkschaftsticker
  51. Mehr Geld und mehr Zeit
  52. Süßer die Kassen nie klingeln – auch zu Heiligabend
  53. IG-Metall will sechs Prozent mehr Lohn
  54. Kieler Zoll ermittelte 56 Mal wegen nicht gezahlter Mindestlöhne
  55. Gewerkschaftsticker
  56. „Faire Mobilität oder prekäre Beschäftigung“
  57. Zahl der Zweitjobber in Kiel auf 7.800 gestiegen
  58. Arbeit 4.0 braucht eine Stärkung der Mitbestimmung
  59. Gewerkschaftsticker
  60. Auswirkungen in der Medienproduktion
  61. 372 Ausbildungsplätze in Kiel noch unbesetzt
  62. IG BAU kritisiert Schieflage am Kieler Arbeitsmarkt
  63. Gewerkschaftsticker
  64. NGG gegen längere Arbeitszeiten in Kiel
  65. Gewerkschaftsticker
  66. Mehr Geld ab 1. August
  67. "Kein verkaufsoffener Sonntag ohne Sachgrund"
  68. Erfolgreicher Warnstreiktag in der Versicherungsbranche
  69. Das Kuckucksei
  70. Anteil „atypischer“ Jobs in der Stadt auf 45 Prozent gestiegen
  71. Warnstreiks im Versicherungsgewerbe
  72. Wechsel an der Spitze der IG Metall Kiel-Neumünster
  73. Gewerkschaftsticker
  74. Mehr Geld für Bildung!
  75. NGG fordert mehr Mindestlohn-Prüfungen
  76. „Wir sind viele – wir sind eins!“
  77. Gewerkschaftsticker
  78. Solidarität erfolgreich, Kündigung zurückgenommen
  79. Erfolgreicher ver.di-Aktionstag am Tag der Pflege
  80. Erfolg durch Solidarität
  81. Konzert zum Tag der Befreiung
  82. Warnstreik bei Mc Donalds in Kiel
  83. Gewerkschaftsticker
  84. Zeit für sichere Renten
  85. Sonntags shoppen?
  86. „Internationale Solidarität statt Patriarchat und Nationalismus!“
  87. Demonstration zum Tag der Pflege am 12. Mai in Kiel
  88. Gewerkschaftsticker
  89. Erste Kurz-Streiks der Busfahrer
  90. Nein zur Autobahn-Privatisierung!
  91. „Lieber Lohn-, als Exportweltmeister!“
  92. Gewerkschaftsticker
  93. "Lieber Lohn-als Exportweltmeister!"
  94. Tarifergebnis für die dpa: 2,8 Prozent mehr Geld, Einführung einer betrieblichen Altersversorgung und weitere Verbesserungen
  95. Auch im Norden machten die Landesbeschäftigten Druck
  96. GEW erringt Honorarerhöhung
  97. Beschäftigte erkämpfen sich Tarifbindung zurück
  98. Gewerkschaftsticker
  99. NGG warnt vor Lohn-Tricksereien durch Chefs
  100. Umwelt- und Menschenrechte nachbessern !
  101. Das verfassungswidrige Tarifeinheitsgesetz
  102. „The True Cost – Der Preis der Mode“
  103. Gewerkschaftsticker
  104. 6% mehr mit sozialer Komponente
  105. NGG fordert Lohn-Plus für Kieler Beschäftigte bei McDonald’s & Co.
  106. Arbeitgeber der Sicherheitsbranche nicht vertrauenswürdig
  107. Gewerkschaftsticker
  108. Wieder zu kurz gesprungen
  109. Wenig Nutzwert, viel Ideologie
  110. Der Metaller-Streik vor 60 Jahren und einige Lehren für die Gegenwart
  111. AWO-Mitarbeiter­Innen streiken gegen ungleiche Bezahlung
  112. Zweiter Warnstreik bei Süverkrüp
  113. ver.di fordert bessere Bedingungen für PraktikantInnen im Landesdienst
  114. Gewerkschaftsticker
  115. Vor 60 Jahren, der große Streik für Lohnfortzahlung.
  116. Rente muß reichen
  117. Gewerkschaftsticker
  118. AfD verhöhnt NS-Opfer
  119. Nur freiwillig und bezahlt
  120. Das bringt es den Jungen
  121. Tarifsteigerung für Tageszeitungsredaktionen
  122. Mitbestimmung für Auszubildende abgeschafft
  123. Gewerkschaftsticker
  124. Am 17. September nach Hamburg oder nach Berlin!
  125. Auftrag bei ThyssenKrupp im Kieler U-Bootsbau gescheitert
  126. Große Beteiligung und Kampfbereitschaft beim Warnstreik
  127. 3,8 % mehr Geld in der Druckindustrie
  128. Gewerkschaftsticker
  129. Jetzt mit Investitionsoffensive gegensteuern!
  130. Zeit für mehr Solidarität
  131. "Situation gefährdet das Patientenwohl"
  132. Süverkrüp will keinen Tarifvertrag
  133. IG Metall akzeptiert Nullrunde
  134. Gewerkschaftsticker
  135. Einigung im Tarifstreit der Metall- und Elektroindustrie
  136. Medizinische Versorgung muss im Mittelpunkt stehen!
  137. Warnstreik im Öffentlichen Dienst
  138. Vor harten Auseinandersetzungen in der Tarifrunde
  139. Gewerkschaftsticker
  140. Gewerkschaftliche Betätigung nicht erwünscht
  141. Start der Tarifrunde im öffentlichen Dienst
  142. Gewerkschaftsticker
  143. Stadt Kiel profitiert: Der „8,50-Euro-Daumen“ ist oben
  144. Gewerkschaftsticker
  145. ver.di beschließt Forderungen für Kommunal- und Bundesbeschäftigte
  146. Gewerkschaftsticker
  147. Gegen Spaltung der Beschäftigten und Arbeitslosen
  148. Ausblick auf die Tarifkämpfe 2016
  149. Größtes Plus für die Frauen
  150. Stadt Kiel profitiert: Der „8,50-Euro-Daumen“ ist oben
  151. Tarifabschluss in zweiter Urabstimmung
  152. Gewerkschaftsticker
  153. Private Bauaufsicht geplant
  154. Keine Kriegsschiffe und Tornados nach Syrien
  155. Tarifstreit endgültig beendet
  156. Gewerkschaftsticker
  157. Vermögenswirksame Leistungen - Wer sie nicht nutzt, verschenkt Geld!
  158. Appell zur Reform des Erbschaft- und Schenkungsteuergesetzes
  159. Urabstimmung für unbefristeten Streik
  160. Gewerkschaftsticker
  161. After Work Infos 2015
  162. (Keine!) Angst vor der Cloud
  163. Kiel muss 8,4-mal so viele Wohnungen schaffen wie bisher
  164. 1.000 Busfahrer in Ausstand
  165. Stellenabbau bei den "Lübecker Nachrichten"
  166. Gewerkschaftsticker
  167. Keine Ausbildung mehr in Kiel?
  168. DGB Nord gegen Schau-Abschiebungen
  169. Telekom plant Ausbildungs-Kahlschlag
  170. Der Arbeitskampf von Erzieher- und SozialarbeiterInnen geht in eine neue Runde
  171. Gewerkschaftsticker
  172. Dicke Luft in den Backstuben in Kiel
  173. Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!
  174. Gewerkschaftsbasis lehnt Schlichterspruch mit überwältigender Mehrheit ab
  175. 1.200 Bäcker in Kiel wollen mehr Brötchen verdienen
  176. Sozial- und Erziehungsdienst: Mitglieder lehnen Schlichterspruch ab
  177. Gewerkschaftstiker
  178. Gewerkschaftsprotest gegen Personalnot
  179. Neue Paketzusteller werden Niedriglöhner
  180. Streikende "total sauer" über Schlichtung
  181. Ausbeutung von Saisonarbeitskräften in Schleswig-Holstein
  182. Ausbeutung auf dem Erdbeerfeld
  183. Für weitere Verhandlungen, gegen den Grexit – für den Euro
  184. Gewerkschaftsticker
  185. Management schaltet auf stur
  186. Aktionen gehen trotz Schlichtung weiter
  187. Bundesweiter Gewerkschaftsprotest gegen Personalnot in Krankenhäusern
  188. Post bewegt sich keinen Millimeter auf Beschäftigte zu
  189. Streikende Postler wollen die Politiker, vor allem der SPD, aus ihrer Zuschauerrolle holen
  190. 500 Erzieher_innen in Kiel erneut auf der Straße!
  191. Solidarität mit den Kita-Beschäftigten und den KollegInnen in Griechenland und der Türkei
  192. Gewerkschaftsticker
  193. Unbefristeter Streik im Sozial- und Erziehungsdienst
  194. Streikende Erzieher und Sozialarbeiter machen Druck – auch in Kiel
  195. Der Streik der GDL und die öffentliche Hetze
  196. DB-Streik heute um 19 Uhr beendet
  197. 93,44 Prozent der ver.di-Mitglieder stimmen für unbefristeten Streik
  198. Wir wollen die Arbeit der Zukunft gestalten!
  199. Gewerkschaftsticker
  200. Spalten Teile der sozialdemokratischen Gewerkschaftsbürokraten den DGB?