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Gewerkschaftsticker

01. April 2017 ver.di fordert sofortige Freilassung des Journalisten Deniz Yücel und politische Konsequenzen. ver.di fordert die sofortige Freilassung des Welt-Korrespondenten Deniz Yücel. „Die Untersuchungshaft für Deniz Yücel ist absolut inakzeptabel und ein weiterer Angriff auf die Pressefreiheit durch den türkischen Staat unter Präsident Recep Tayyep Erdogan. Das ist eine neue Qualität in der Verfolgung seriöser Journalisten, von denen bereits 150 inhaftiert sind. Wir fordern die sofortige Freilassung von Deniz Yücel. Die Bundesregierung ist dazu aufgefordert, sämtliche Möglichkeiten zu ergreifen, um Druck auf die türkische Regierung auszuüben. Dazu kann auch gehören, türkische Regierungsvertreter nur noch im Ausnahmefall einreisen zu lassen“, forderte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke. (ver.di)

Equal Pay Day 2017. Immer noch 21% Einkommenslücke zwischen Frauen und Männern. Deutschland ist und bleibt beim Ein-kommensunterschied zwischen Frauen und Männern eines der Schlusslichter in Europa. "Wir brauchen mehr Tempo bei der Gleichstellung hierzulande", fordert DGB-Vize Elke Hannack. (DGB)

IG BAU warnt vor Verharmlosung der Lohndiskriminierung. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) warnt davor, die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern zu verharmlosen. “Es ist eine wichtige Errungenschaft, dass die Existenz einer Einkommenskluft zwischen Männern und Frauen heute nicht mehr in Frage gestellt wird. Gleichzeitig gibt es gerade von Arbeitgebern die Tendenz, den Abstand künstlich klein zu rechnen“, sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied Ulrike Laux anlässlich des morgigen Equal Pay Days. (IG BAU)

Bundesarbeitsgericht: DRK-Schwestern sind Arbeitnehmerinnen. Es geht um etwa 25.000 Arbeitnehmerinnen in 33 DRK-Schwesternschaften. Die DRK-Schwestern sind nach der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) Arbeitnehmerinnen im Sinne des Arbeitnehmer-überlassungsgesetzes (AÜG). ver.di begrüßt diese Entscheidung. Mit diesem Urteil werde in Zukunft die dauerhafte Ausleihe von DRK-Schwestern an einzelne Einrichtungen auch außerhalb des DRKs beendet.(DGB)

Mehr Geld für Stahlkocher: 4 Prozent in zwei Stufen. In der dritten Verhandlungsrunde haben sich die Tarifvertragsparteien in der nordwestdeutschen Stahlindustrie auf ein Ergebnis geeinigt. Die Entgelte für die rund 72.000 Beschäftigten steigen ab 1. April 2017 für 13 Monate um 2,3 Prozent und ab 1. Mai 2018 für 8 Monate um 1,7 Prozent. Der Tarifvertrag endet am 31.12.2018. Die Ausbildungsvergütung steigt durchgehend um den Erhöhungsbetrag des 4. Ausbildungsjahres. Außerdem verständigten sich die Tarifvertragsparteien auf die Fortsetzung der Tarifverträge zur Altersteilzeit und zum Einsatz von Werkvertrags-beschäftigten. (DGB)

EVG: Tarifabschluss mit Wahlmodell bei der Deutschen Bahn. Durch den Tarifabschluss der EVG mit der Deutschen Bahn steigen die Entgelte für EVG-Mitglieder um insgesamt 5,1 Prozent. Ab April 2017 um 2,5 Prozent und durch das neue Wahlmodell können die Beschäftigten erstmalig selbst entscheiden, ob sie im nächsten Schritt, ab Januar 2018, 2,6 Prozent mehr Gehalt als Geld oder Freizeit haben möchten. (EVG)

Plus 3,6 Prozent für 8.000 Beschäftigte im Steinkohlebergbau. 3,6 Prozent höhere Löhne und Gehälter für die 8.000 Beschäftigten im Steinkohlenbergbau - der Tarifabschluss steht. Verhandlungsführer Peter Hausmann wertet das Ergebnis als “guten Abschluss in einer schwierigen Zeit. Auch in der Endphase der Produktion leisten die Bergleute einen klasse Job.” (DGB)

Mehr Rentner heißt, mehr Bedarf an bezahlbaren Wohnungen. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert den Bau von deutlich mehr bezahlbaren und altengerechten Wohnungen. „Wir hinken dem Bedarf an Wohnraum für Normalverdiener immer noch stark hinterher. Für Haushalte mit niedrigem Einkommen sieht es auf dem Wohnungsmarkt schlecht aus. Dazu gehören schon jetzt viele Rentner – und bei der geplanten Rentenentwicklung werden es künftig noch mehr werden“, sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende Robert Feiger anlässlich des heute von der Bundesregierung veranstalteten Demografiegipfels. (IG Bau)

Weltverbrauchertag. Körzell: Wohnen darf kein Luxusgut sein. Die Ausgaben fürs Wohnen belasten Verbraucherinnen und Verbraucher immer stärker. Ein Drittel der Konsumausgaben der Privathaushalte in Deutschland geht dafür drauf. Durchschnittlich 859 Euro im Monat und damit rund 36 Prozent des Gesamtbudgets flossen im Jahr 2015 in Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung, teilt das Statistische Bundesamt mit. Zwischen 2010 und 2015 sind die Kosten für die Wohnausgaben demnach um über 16 Prozent gestiegen. Arbeitssuchende müssen inzwischen fast die Hälfte ihres monatlichen Budgets für das Wohnen ausgeben. (DGB)

DGB und DISK. Gemeinsame Erklärung zur Lage der Gewerkschaften und Beschäftigten in der Türkei.  Türkiye’de Sendikalar›n ve Çal›flanlar›n Durumu. Ihre Solidarität und die weitere Zusammenarbeit haben der türkische Gewerkschaftsbund D‹SK und der DGB betont. „Diese Solidarität unserer Gewerkschaften ist in einer Zeit, in der rechtsnationale Bewegungen stärker werden, besonders wichtig. Sie muss bekräftigt werden", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. (DGB)

„Betriebsrenten“: Möglichkeiten für Geringverdiener verbessern. „Wir begrüßen, dass die betriebliche Altersversorgung verbreitert werden soll. Zentral ist aber, dass die Möglichkeiten für Niedrig- und Geringverdiener verstärkt werden, vom Arbeitgeber Zusagen zu erhalten und dadurch daran teilzuhaben“, fordert DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. (DGB)

Der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB warnt vor dem Vormarsch von Nationalisten in Deutschland und Europa. Das hätte fatale Folgen für Arbeitnehmer, sagt DGB-Chef Reiner Hoffmann im Interview mit der OZ. Dem SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz bescheinigt er, auf die richtigen Themen zu setzen. (Osnabrücker Zeitung)

Griechenland: IG Metall und Wissenschaftler fordern Wiederherstellung des Tarifsystems. Die soziale Spaltung in Griechenland lässt sich nach Überzeugung der IG Metall nur überwinden, wenn der Arbeitsmarkt wieder stabilisiert wird. "Dazu muss die Tariflandschaft in Griechenland wieder aufgebaut werden", erklärte Wolfgang Lemb, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, auf der Tagung ,Wiederaufbau statt Deregulierung in Griechenland' am Donnerstag in Frankfurt. "Wir wollen, dass Tarifverträge in Griechenland wieder allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zugutekommen und die Gewerkschaften eine faire Verhandlungsposition erhalten", sagte der Gewerkschafter. (IG Metall)

(Zusammengestellt von hg)