Beiträge

Hartnäckigkeit zahlt sich aus:

Tarifsteigerung für Tageszeitungsredaktionen

01. August 2016 In der fünften Verhandlungsrunde hat die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) ein Tarifergebnis für die über 14.000 Tageszeitungsjournalistinnen und -journalisten erzielt. Die Gehälter und Honorare werden insgesamt um 3,1 Prozent erhöht, zum 1. Juni 2016 um 1,5 Prozent und zum 1. August 2017 noch einmal um 1,6 Prozent. Der neue Gehaltstarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten bis zum 31. Dezember 2017.

Das Tarifergebnis wurde auch für die Verlage an der Ostseeküste im Verlegerverband VZN erreicht, der vor zwei Jahren zunächst ausgeschert war. Ohne Abstriche und Deckelung gelten die Tariferhöhungen auch für die Honorare und Pauschalen von freien Journalistinnen und Journalisten in Tageszeitungen. Vereinbart wurde noch, bis zum 31. Juli 2017 über eine Anpassung des Freien-Tarifvertrages an die digitalen Verbreitungswege zu verhandeln - unabhängig von den nun vereinbarten Honorarerhöhungen.

"Damit haben wir einen vertretbaren Abschluss erreicht. Er gilt erstmals ohne Abstriche auch für Freie und Pauschalisten. Auch die Forderung der Verleger nach einem Sonderopfer für die Journalistinnen und Journalisten in den norddeutschen Bundesländern konnte abgewehrt werden. Das ist eine gute Nachricht. Dieses Ergebnis konnte nur erreicht werden dank des Engagements der Kolleginnen und Kollegen, die mit Streiks und Aktionen in den vergangenen Tagen und bei den Verhandlungsrunden zuvor den Druck auf die Verleger erhöht haben", sagte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführer, Frank Werneke.

Der BDZV hatte zuvor lediglich drei Erhöhungsschritte von jeweils 0,8 Prozent und eine Laufzeit von 36 Monaten angeboten, Freie und Pauschalisten sollten mehr Geld erst mit einer Verzögerung und in der Höhe gedeckelt bekommen. Für den Norden (VZN) waren wiederholt deutlich spätere Tariferhöhungsschritte vom Verlegerverband gefordert worden.

In Schleswig-Holstein hatten sich KollegInnen der Kieler Nachrichten, der Lübecker Nachrichten und der Segeberger Zeitung an Streikaktionen beteiligt.


(Presseerklärung dju in ver.di / gst)