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Gewerkschaftsticker

01. Januar 2016 Klimaabkommen ist gutes Signal für Klimaschutz und gerechten Strukturwandel.Anlässlich des heute in Paris erreichten UN-Klimaabkommens sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell in Berlin: „Das Pariser Abkommen ist ein richtiger Schritt in die kohlenstoffarme Zukunft. Gut ist, dass auch die Rolle der Beschäftigten und damit die gerechte Gestaltung des Strukturwandels explizit im Text erwähnt werden. Das war und ist uns Gewerkschaften wichtig. Wir wollen Gute und mitbestimmte Arbeit auch im Bereich der Erneuerbaren Energien. Wo Arbeitsplätze durch Klimaschutzmaßnahmen gefährdet sind, brauchen wir sozialverträgliche Übergänge für die Beschäftigten. (DGB)

Flüchtlingshilfe: Spendenaktion: Gewerkschaften unterstützen jugendliche Flüchtlinge Wer vor Krieg, Gewalt und Verfolgung in Deutschland Schutz sucht, braucht solidarische Unterstützung. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften unterstützen Flüchtlinge auf ihrem Weg in Ausbildung und Arbeit und rufen mit der Aktion „Gewerkschaften helfen“ zu Spenden auf. Spendenkonto Gewerkschaften Helfen. (Stichwort: Flüchtlinge Nord LB IBAN: DE55 2505 0000 0152 0114 90 BIC: NOLADE2HXXX. (DGB)

Politikversäumnisse: BAMF braucht mehr Personal. ver.di hat die Beschäftigten des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gegen Kritik aus den Bundes-ländern in Schutz genommen und sich gleichzeitig für einen deutlichen Aufbau mit qualifiziertem Personal ausgesprochen. „Wer den Beschäftigten im BAMF oder gleich dem gesamten öffentlichen Dienst ‚Dienst nach Vorschrift‘ unterstellt, will nur von eigenen Versäumnissen ablenken“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Wolfgang Pieper. Gerade auch auf Landesebene habe es in der Vergangenheit große Versäumnisse gegeben. (ver.di)

904.000 Rentner haben Minijob – steigende Altersarmut befürchtet. Tariflöhne und betriebliche Vorsorge sichern Auskommen im Alter Wenn die Rente nicht reicht: Immer mehr Rentner in der Bundesrepublik sind auf ein Nebeneinkommen ange-wiesen. Rund 904.000 Menschen über 65 Jahre haben derzeit einen Minijob – das sind 75 Prozent mehr als noch vor zwölf Jahren. Das teilt die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit und beruft sich dabei auf neueste Zahlen der Arbeitsagentur. Die Gewerkschaft warnt zugleich vor einer Zunahme der Altersarmut. (IG Bau)

Setzen wir der Gewaltspirale unsere aufrechte Überzeugung entgegen“ Die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe ruft nach den Attentaten von Paris weiter zur Solidarität mit Geflüchteten auf: „Setzen wir uns dafür ein, dass die Opfer von Krieg und Terror, die Flüchtlinge, jetzt nicht zu Tätern gemacht werden.“ (GEW)

Auftakt Saar-Stahl-Tarifrunde: IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld.Mehr Plätze und Geld für Azubis besonderes wichtig. Fünf Prozent mehr Geld - das fordert die IG Metall für die rund 15 000 Beschäftigten der Stahlindustrie an der Saar, in Wetzlar und Kehl. Außerdem will die IG Metall sich für attraktivere und bessere Ausbildungs-bedingungen einsetzen. Für die nordwest- und ostdeutschen Stahlbeschäftigten, die früher mit den Tarifrunden gestartet sind, gibt es bereits Tarifabschlüsse. (IG Metall)

Als „kontraproduktiv“ hat Claus-Harald Güster, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), den Vorschlag des „Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen“ bezeichnet, eine Teilarbeitsunfähigkeit in Deutschland einzuführen. Der aktuelle DGB-Index Gute Arbeit 2015* habe gezeigt, dass mehr als 50 Prozent aller Beschäftigten unter enormem Arbeitsdruck stehen und unter gesundheitsgefährdenden Bedingungen arbeiten. (NGG)

Buntenbach begrüßt mehr Rechtssicherheit beim Nachtzuschlag. Höhere Belastung, höherer Ausgleich. Wer dauerhaft nachts arbeitet, muss dafür einen angemessenen Ausgleich bekommen: Das hat das Bundesarbeitsgericht jetzt entschieden. Geklagt hatte ein Fahrer bei einem Paketdienst, der täglich von 20 bis 6 Uhr arbeitet. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach begrüßt das Urteil. (DGB)

Hoffmann: Mehr Mitbestimmung bei Werkverträgen und Leiharbeit. Mehr echte Mitbestimmungsrechte für Betriebsräte beim Einsatz von Leiharbeit und Werkverträgen hat der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann gefordert. Reine Informationsrechte reichten nicht aus, um Missbrauch von Werkverträgen zu verhindern, sagte Hoffmann im Deutschlandradio Kultur. (DGB)

Sparen am falschen Ende. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat mit der schwarzen Null Geschichte geschrieben. Ob er deswegen jedoch als historischer Finanzminister gelten wird, ist fraglich. Im Januar vermeldete Schäuble stolz, im Jahr 2014 erstmals seit 45 Jahren ohne neue Schulden ausgekommen zu sein. Richtig ist daran allein, dass er mehr Geld zurückzahlte, als er neue Darlehen aufnahm. Dafür baute der Staat soziale Schulden auf. Und das rächt sich jetzt. (IG Bau)

Studie: Werkverträge oft teurer als gedacht. Aufgaben auslagern, Lohnkosten reduzieren - mit Werkverträgen versuchen Unternehmen oft Geld zu sparen. Doch diese Rechnung geht nicht immer auf: Denn die wirklichen Kosten für Werkverträge werden häufig unterschätzt. Betriebsräte können jedoch bei der Risikobewertung eine wichtige Rolle spielen. Das ist ein Ergebnis des Trendberichts „Werkverträge“ der Hans-Böckler-Stiftung. (DGB)

Ein Jahr Mindestlohn: Was bleibt von den Mythen der Gegner? Mythen und Wahrheiten über den gesetzlichen Mindestlohn Jobkiller, Bürokratiemonster, Preistreiber: Kaum ein Argument ließen die Gegner des gesetzlichen Mindestlohns aus, um Stimmung gegen die Lohnuntergrenze zu machen. Jetzt gibt es den Mindestlohn von 8,50 Euro bald ein Jahr – und keines der Horror-Szenarien zum Mindestlohn ist tatsächlich eingetreten. (DGB)

Aufwind für Gewerkschaften und Betriebsräte im Osten. Gewerkschaften und Betriebsräte sind in ostdeutschen Betrieben wieder im Aufwind. Zu diesem Schluss kommen zwei Studien der Otto Brenner Stiftung der IG Metall. Es würden „vermehrt Betriebsräte in ostdeutschen Firmen gegründet und bestehende Gremien wieder aktiviert“. (DGB)

Automobilindustrie: Wertvolle Arbeitsplätze gehen verloren. Heute sitzen noch Daimler-Beschäftigte auf dem Stapler, bald werden es Mitarbeiter eines Werk-vertragsunternehmens sein: Die Automobilindustrie lagert immer mehr Aufgaben aus und beauftragt Fremdfirmen. Das betrifft die Logistik, aber auch Bereiche wie die Kommissionierung von Produkten oder die Vormontage – und geht zu Lasten der Stammbelegschaft. (DGB)

(Zusammengestellt von hg)