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Warnstreik bei Mc Donalds in Kiel

01. Mai 2017 Erstmals hat die Gewerkschaft „Nahrung-Genuss-Gaststätten“ (NGG) zu einem Warnstreik in einem schleswig-holsteinischen Schnellrestaurants der sog. „Systemgastronomie“ aufgerufen. Rund 30 Mitarbeiter der McDonalds-Filiale in Kiel, Gutenbergstraße, legten am 31. März 2017 für zwei Stunden ihre Arbeit nieder. Hintergrund sind die Tarifverhandlungen mit dem Bundesverband der Systemgastronomie. In der untersten Lohngruppe haben die Arbeitgeber nach Angaben der Gewerkschaft zuletzt 8,87 Euro pro Stunde angeboten - das sind drei Cent mehr als der gesetzliche Mindestlohn.

 

„Stressig, laut und hart - die Arbeit in der Systemgastronomie sei deutlich mehr wert als nur der Mindestlohn“, so Finn Petersen von der NGG. Nach Angaben der Gewerkschaft blieben die bislang drei Verhandlungsrunden mit dem Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) ohne Erfolg. Die NGG fordert sechs Prozent mehr Geld für alle bundesweit rund 100.000 Beschäftigte sowie Einstiegslöhne deutlich oberhalb des Mindestlohns von 8,84 Euro und nicht unter neun Euro pro Stunde. 

 

Der zweistündige Warnstreik in der Kieler McDonalds-Filiale soll laut Petersen nur der Auftakt für weitere Aktionen gewesen sein. Seit Januar kam es bundesweit bereits zu 40 Warnstreiks. In Schleswig-Holstein ist es das erste Mal, dass Mitarbeiter der Systemgastronomie ihre Arbeit im Rahmen eines Warnstreiks niederlegen. Zu den Unternehmen der Systemgastronomie zählen außer McDonald's unter anderem auch Marken wie Burger King, Starbucks, Nordsee, Kentucky Fried Chicken oder Pizza Hut. 

 

NGG/gst