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Solidarität mit Kuba auch in Kiel:
Für das Selbstbestimmungsrecht der Völker!

„Wir haben schwierige Zeiten durchlebt und diese sind besonders schwierig, aber gemeinsam werden wir sie überwinden.“
Miguel Mario Díaz-Canel Bermúdez, Erster Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas und Präsident der Republik, vor der nationalen und internationalen Presse im Revolutionspalast am 5. Februar 2026, in dem „Jahr des 100. Geburtstags des Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz.“
Aus dieser Pressekonferenz:
„Die Lage ist komplexer geworden nach der militärischen Aggression gegen Venezuela und der direkten Bedrohung Kubas durch die Regierung der Vereinigten Staaten, einschließlich der jüngsten Ölblockade gegen die Insel.“
Zur Lage in Kuba erreichen uns Berichte:
Der öffentliche Verkehr ist nahezu zum Erliegen gekommen, Busse fahren keine. Betriebe, insbesondere solche, die energieintensiv produzieren, haben die Produktion eingestellt. Auch in Kuba herrscht Winter, die Menschen frieren.
Es herrscht kein Hunger, aber es ist viel aufwendiger an Lebensmittel heranzukommen. Transport, Kühlung, und Zubereitung, alles kostet Energie, die so nicht mehr zur Verfügung steht. Weite Fußwege, Erfindungsreichtum, und die ungewöhnlichsten Kochstellen sind die pragmatischen „Lösungen“ großer Teile des Inselvolkes.
Die schnellen Maßnahmen einer zentralen Planung haben dazu geführt, dass lebensnotwendige Infrastruktur in Kuba wie z. B. Krankenhäuser und Rettungsdienste noch in ihren wesentlichen Abteilungen funktionieren.
Unabhängig davon führt die Energieknappheit aber immer wieder auch zu engagierten und einfallsreichen Lösungen innerhalb der Bevölkerung. Durch unseren engen Kontakt zu einer Tagesklinik für Kinder erfuhren wir z. B. davon, dass die Eltern Autobatterien oder zusammengeschaltete Powerbanks mitbringen, wenn bei den jungen PatientInnen z. B. ein EEG geschrieben werden muss. Diese Energiequellen werden vorher in den Stadtteilen aufgeladen, in denen gerade der Strom vorhanden ist.
Dazu sagt der Präsident:
„Alle Generationen von Kubanern: diejenigen die in den frühen Jahren der Revolution geboren wurden bis zu den jüngsten, unseren Enkeln, unseren Kindern, wir alle leben im Schatten dieser wirtschaftlichen Strangulierung. Wir waren immer mit Engpässen und komplexen Schwierigkeiten konfrontiert und mussten immer mit Wechselfällen, Zwängen und Belastungen zurechtkommen, denen sonst niemand auf der Welt ausgesetzt gewesen ist, und schon gar nicht über einen so langen Zeitraum. Aber wir werden sie gemeinsam überwinden – mit kreativer Widerstandsfähigkeit, mit der Anstrengung und dem Talent jedes Einzelnen.“
Zur internationalen Lage
Die Tatsache, dass das Volk Kubas sich auch durch die momentane Strangulation nicht in die Knie zwingen lässt, zeigt auch die Demonstration der 100.000en auf dem Malecon, als die 36 bei dem Überfall der US-Armee auf Venezuela getöteten Kubaner*innen in ihre Heimat überführt wurden.
Diese Erkenntnis in der US-Administration macht die Lage Kubas allerdings höchst prekär. Hier trifft wohl die Einschätzung zu, dass es noch nie in der Geschichte Kubas eine so gefährliche Zeit gegeben hat, wie sie sich heute darstellt.
Auf die Frage, was die internationale Gemeinschaft tun kann, um die imperialistischen Angriffe der Regierung der Vereinigten Staaten, die in alle Richtungen zielen, aufzuhalten, antwortet der kubanische Präsident: „Die Welt darf sich nicht unterwerfen lassen, sich nicht demütigen lassen, die Welt darf nicht zulassen, dass Gewalt den Multilateralismus zerschlägt.“
Er erklärte weiter, „Kubas Militärdoktrin basiere auf dem Konzept des Krieges des ganzen Volkes, einem Konzept der Verteidigung der Souveränität und Unabhängigkeit des Landes. Sie sieht in keiner Weise, zu keinem Zeitpunkt eine Aggression gegen ein anderes Land vor. Wir sind keine Bedrohung für die Vereinigten Staaten.“
Sofortforderungen an die Bundesregierung:
- Die US-Regierung muss aufgefordert werden die völkerrechtswidrige Blockade Kubas zu beenden.
- Soforthilfen für Kuba: Nahrungsmittel, Treibstoff, Medikamente u. a.
- Kuba muss ein gleichberechtigter Handelspartner der Bundesrepublik Deutschland werden.
Bericht von Klaus Weißmann, Aktivist der VVN-BdA und Motorradclub Kuhle Wampe Kiel

Ein vorhandenes Spendenkonto für die Kinder der Clinico Rosa Luxemburgo haben wir unter diesen Umständen nicht geschlossen.
Die Leitung der Klinik selbst muss und wird entscheiden, mit welchen Maßnahmen am meisten geholfen werden kann. Konkret wird geprüft, wie groß die Solaranlage auf dem Dach gebaut werden kann, damit zumindest der Energiemangel behoben wird.
Kuba Soli Spenden bitte auf
IBAN: DE47 2105 0170 1003 1053 17, FördeSparkasse, Klaus Weißmann-Deininger, Stichwort: Spende

