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- Created on 01. März 2026
5. März 2026 • 10:30 Uhr • Exerzierplatz • Kiel:
Schulstreik gegen Wehrpflicht
Warum streiken wir?
Am 5.12.2025 gingen bundesweit über 55.000 Schüler:innen auf die Straße. Dennoch beschloss der Bundestag die Wehrdiensterfassung. Alle ab 2008 Geborenen bekommen momentan Briefe, die sie auffordern, freiwillig zur Bundeswehr zu gehen. Ab 2027 sollen alle jungen Männer verpflichtend gemustert werden (müssen also zum Bundeswehr-Arzt).
Schon jetzt ist klar: Die Bundesregierung bereitet einen großen Krieg vor. Ein Krieg, der nicht in unserem Interesse ist. Dafür brauchen sie Soldaten. Momentan noch auf freiwilliger Basis, bald vermutlich mit Zwang,
Deshalb gehen wir weiterhin auf die Straße und streiken am 5.3. (10:30, Exerzierplatz) zum zweiten Mal! Wir streiken gegen alle weiteren geplanten Schritte zur Einführung einer Wehrpflicht!
Was kannst du tun?
Der Schulstreik am 5.3. passiert nicht von alleine. Damit er breiter wird als letztes Mal, müssen wir an noch mehr Schulen aktiv werden. Den Schulstreik planen wir alle gemeinsam als Schüler:innen in und um Kiel. Dazu treffen wir uns im stadtweiten Streikkomitee und Schulkomitees und planen die Mobilisierung und die Demo. Mach mit beim Komitee an deiner Schule oder gründe eins!
In unserer WhatsApp-Community gibt es bereits Untergruppen für ca. 20 Schulen in Kiel. Tritt bei und plan mit uns den Streik!
(Aus dem Flyer des Kieler Schülerkomitees)
Das Netzwerk Friedenskooperative berichtet über die bundesweite Beteiligung in mindestens 71 Städten. Infos siehe unter:
www.friedenskooperative.de/aktion/schulstreiks-gegen-die-wehrpflicht-am-5-3
Auf der bundesweiten Schulstreik-Internetseite heißt es:
- Die Bundeswehr will an unseren Schulen werben.
- Wir wollen Friedensbildung! - Rheinmetall will, dass die Aktien weiter steigen.
- Wir wollen Geld für Bildung und Soziales! - Merz will, dass die Bundeswehr die größte Armee Europas wird.
- Wir wollen Frieden! - Pistorius will, dass wir kriegstüchtig werden.
- Wir wollen eine Zukunft!
WIR WERDEN ZEIGEN, DASS DIE JUGEND
KEINE FRAGEBÖGEN, KEINE WEHRPFLICHT, KEINEN KRIEG WILL!
AM 5. MÄRZ IST UNSER PLATZ AUF
DER STRASSE UND
NICHT IM KLASSENZIMMER!
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- Created on 01. März 2026
Kommentar:
Die deutsche Bombe
Sind wir eigentlich von allen guten Geistern verlassen?
Das Bürgertum diskutiert ernsthaft die Beschaffung von Atomraketen und -bomben. Auch vom Grünen-Idol Joschka Fischer kommt ein entsprechender Vorstoß. Ein Bundeswehrgeneral fordert gar, dass taktische Atomsprengköpfe angeschafft werde. Diese könnten dann mit Artilleriegeschützen abgeschossen werden und würden die Schwelle zu einem Atomkrieg weiter absenken. Da fragt sich doch, ob diese Herrschaften mit dem Klammerbeutel gepudert wurden. Was glauben die wohl, würde von Deutschland und den hier lebenden Menschen in einem solchen Krieg übrigbleiben? Ist nicht schon der Krieg in der Ukraine genug Anschauung dafür, was selbst ein konventioneller Krieg bedeuten würde, wenn NATO-Staaten und Russland aufeinanderstießen?
Wer Atombomben hat und mit ihnen abschrecken will, muss auch bereit sein, sie einzusetzen. Sonst wirkt die Abschreckung nicht. Die Regierung in Washington war es in den 1980er Jahren, und es war eher der aktiven Spionage der Gegenseite zu verdanken, dass brenzlige Situationen nicht fehlinterpretiert wurden und in einen Atomkrieg mündeten. Wie es aussieht, geht es derzeit mit Sieben-Meilen-Stiefeln wieder in die gleiche Richtung. Längst gibt es einen neuen kalten Krieg mit Russland, und in Berlin, Brüssel, Rom oder Paris scheint man keine Bedenken zu haben, daraus auch einen heißen werden zu lassen. Anders ist die irrsinnige Aufrüstung, der Wunsch nach noch mehr Atombomben und auch die hiesige Stationierung von US-Mittelstreckenraketen, die Moskau mit minimaler Vorwarnzeit von fünf bis acht Minuten erreichen könnten, kaum zu verstehen.
Dabei wird es dereinst vollkommen egal sein, wer den Finger als Erstes am Abzug hatte: Ein Atomkrieg würde in Mitteleuropa auf jeden Fall eine menschenleere Wüste hinterlassen. Und nicht nur das: Die größten derzeit einsatzbereiten Atombomben haben – jede für sich – die Fünffache Sprengkraft aller im Zweiten Weltkrieg abgeworfenen Bomben – inklusive der beiden Atombomben. Ein atomarer Schlagabtausch zwischen den USA und Russland würde durch die gewaltigen Explosionen und Feuersbrünste so viel Staub und Ruß aufwirbeln, dass die Sonne erheblich verdunkelt würde. Die Erde würde in einem mehrjährigen nuklearen Winter versinken und ein erheblicher Teil der Menschheit verhungern. Und all das, um gegen Putin das Recht der EU zu verteidigen, Menschen im Mittelmeer ertrinken zu lassen? (wop)
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- Created on 01. März 2026
Bundeswehr in Schulen stößt auf Widerstand
KIEL. Die Lehrergewerkschaft GEW hat sich vehement gegen regelmäßige Besuche der Bundeswehr an Schleswig-Holsteins Schulen ausgesprochen. Man lehne das am vergangenen Freitag verlängerte Kooperationsabkommen zwischen dem Kieler Bildungsministerium und dem Landeskommando „entschieden“ ab, sagte Landesgeschäftsführer Bernd Schauer am Montag.
Aufgabe der Bundeswehr sei die Landesverteidigung, sagte der GEW-Vertreter mit Verweis auf das Grundgesetz. Von politischer Bildung in den Schulen sei keine Rede – aus gutem Grund: „Der Bildungsauftrag der Schule liegt in den Händen der Lehrkräfte“, sagte Schauer. „Bei der Vermittlung von politischer Bildung, auch in sicherheitspolitischen Fragen, können die Schulen gut auf den Einsatz der Streitkräfte verzichten – das klappt ganz ohne militärischen Beistand.“
Es gehe der GEW keineswegs darum, die persönliche Leistung von Soldaten und Soldatinnen zu diskreditieren. Selbstverständlich könnten Schulen Jugendoffiziere einladen, um über die Rolle der Bundeswehr und Fragen der Friedens- und Sicherheitspolitik zu diskutieren. Aber: „Dazu bedarf es keines privilegierten Zugangs der Bundeswehr.“ Zu einer ausgewogenen Debatte gehöre darüber hinaus auch, Vertreter der Friedensbewegung einzuladen. (Zitiert aus den KN 27.1.2026)
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- Created on 01. März 2026
Militär hat an den Schulen nichts zu suchen
Leserbrief zum KN-Artikel: „Bundeswehr auf dem Stundenplan“
Wir brauchen keine Bundeswehroffiziere, um in Schulen über die sicherheitspolitische Lage und Fragen der Wehrpflicht zu informieren. Dafür gibt es Lehrkräfte, die Staatsbürgerkunde und Geschichte unterrichten, auch mit aktuellem Bezug. Bundeswehroffiziere vermitteln eine einseitige militärische Sicht. Wo bleiben alternative Sicherheitskonzepte zu Frieden und Abrüstung, Diplomatie, Verträgen?
Kontroverse Themen müssen zudem kontrovers diskutiert werden: Wo also bleiben Friedensaktivisten, Kriegsdienstverweigerer und Bundeswehr-Aussteiger? Inmitten der Militarisierung der Gesellschaft und der permanenten Kriegsrhetorik hat das Militär nichts an Schulen verloren. Und natürlich macht die Bundeswehr für sich PR mit Blick auf die Personalgewinnung, denn sie hat Jobs zu vergeben. Das Auftreten der Bundeswehr einschließlich der Plakatwerbung trägt dazu bei, uns psychologisch auf Krieg vorzubereiten. Es dient der Rechtfertigung der irrwitzigen Aufrüstung und der Feindbildpflege. Wie schon Außenminister Wadephul sagte: „Russland wird immer ein Feind für uns sein“. Realistisch betrachtet können nur Abrüstung und Frieden Sicherheit für die Menschen bringen. Dazu gehört auch, dass man sich gegen die Stationierung von neuen Mit-telstreckenwaffen stellt, die in Wahrheit gegen Russland gerichtete Angriffswaffen sind.
Sie bringen uns keine Sicherheit. Sie machen uns zum Ziel. Und über ihren Einsatz entscheidet nur Donald Trump.
Annette Lommel
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- Created on 01. März 2026
Aufruf zum Kieler Ostermarsch 2026
Ostersamstag, 4. April – 12 Uhr – Platz der Matrosen - Hauptbahnhof Kiel
Die völkerrechtswidrige Aggression der Trump-Administration gegen Venezuela, die Entführung Maduros und der Ausspruch Trumps „Ich brauche kein internationales Recht“, zeigen die ungeschminkte, hässliche Wahrheit: Das oft zitierte „Völkerrecht“ musste schon immer hinter die Eigeninteressen der USA zurücktreten. Noch deutlicher wird die Kriegswilligkeit der Trump-Administration bei den für das Jahr 2027 geforderten 1,5 Billionen (!) US-Dollar an Militärausgaben. Das ist nochmal eine Steigerung von gut 50 Prozent zum Vorjahr!
Kriegsvorbereitung in Deutschland
Die aktuellen Gespräche zur Beendigung des Ukraine-Krieges werden durch die Regierungen Deutschlands und der EU unterlaufen. Mit Waffenlieferungen zum Beispiel in die Ukraine und nach Israel halten die EU und die deutsche Regierung – entgegen ihrer Friedensrhetorik – die Kriege am Laufen.
Mit der vielfach widerlegten Behauptung, Russland plane einen Angriff wahlweise gegen Europa oder Deutschland, werden Aufrüstung, Militarisierung und Wehrpflicht gerechtfertigt. Die Bundeswehr soll zur stärksten konventionellen Armee Europas aufgerüstet werden. Diesem Ziel soll auch die Wehrpflicht dienen. Wir lehnen die Wehrpflicht ab, sie gehört abgeschafft.
Die Zukunft junger Menschen liegt in ihren eigenen Händen!
Keine US-Mittelstreckenraketen in Deutschland
Dieses Jahr sollen US-Mittelstreckenraketen in Deutschland stationiert werden. Über ihren Einsatz entscheidet allein die US-Regierung. Die Stationierung bringt uns keine Sicherheit. Sie ist eindeutig gegen Russland gerichtet mit dem Ziel, die USA zum Enthauptungsschlag von Russland zu befähigen.
Auch mit konventionellen Waffen droht eine Zerstörung Europas. Die Kosten für die Kriegsvorbereitung spüren wir schon jetzt: Dringend nötige Investitionen in eine zivile Infrastruktur bleiben aus oder werden verzögert.
Inflation, schlechte Finanzierung von Schulen, Bildung und Gesundheit, Angriffe auf soziale Sicherungssysteme sind schon jetzt die Folgen der Aufrüstung und Militarisierung in Deutschland. Dies ist beabsichtigt und eine bewusste politische Entscheidung!
Kiel wird immer mehr zum Kriegshafen
Kiel ist ein strategisch wichtiger Standort für die militärische Kontrolle der Ostsee.
Wir wollen das die Ostsee ein Meer des Friedens wird und kein militärisches Manöver- und Aufmarschgebiet.
Wir lehnen den Verkauf des ehemaligen MFG 5-Geländes in Kiel-Holtenau und die geplante Nutzung durch die Bundeswehr ab. Der vorgesehene Bau von 2.000 Wohnungen wird dadurch beendet. Das ursprünglich geplante, zivile Projekt des neuen Stadtteils „Holtenau-Ost“ für Wohnungsbau und Freizeitgestaltung sollte besser fortgesetzt werden.
Die geplante Verlagerung aller Seebataillone der Marine nach Kiel und ihre Aufrüstung mit 40 Kampfbooten ermöglicht Überfälle auf zivile Schiffe in der Ostsee.
All das reiht sich in die Kriegsertüchtigung Kiels und anderer Städte an der Ostsee ein, und entzieht dem Gerede von „Abschreckung“ und „Sicherheit“ den Boden.
Die deutsche Regierung plant völkerrechtswidrige, kriegerische Handlungen auf der Ostsee!
Die Rüstungsindustrie, die Marine, die Werften und die militärischen Forschungsstätten machen Kiel zum Angriffsziel! Die grauenhaften Bilder, die wir vom Ende des zweiten Weltkriegs kennen, würden sich noch schlimmer und brutaler wiederholen.
• Wir fordern von der Bundesregierung: Abrüstung statt Aufrüstung!
• Wir fordern die Waffenlieferungen insbesondere in Krisengebiete und kriegführende Staaten – wie die Ukraine oder Israel – einzustellen.
• Wer Waffen liefert, bekommt irgendwann Krieg zurück!
• Wir wollen eine Diplomatie, die auf ein tatsächliches Ende der Kampfhandlungen und einen Frieden hinwirkt, statt durch taktische Verzögerungsmanöver die laufenden Friedensanstrengungen zu sabotieren und den Krieg bis in alle Ewigkeit zu verlängern.
• Weiterhin wollen wir Friedensverhandlungen mit der Ukraine und eine Sicherheitsarchitektur für ganz Europa unter Einschluss Russlands. Frieden kann es nur geben, wenn auch die Sicherheitsinteressen Russlands angemessen berücksichtigt werden.
• Wir rufen alle friedensliebenden Menschen auf, sich am Ostermarsch zu beteiligen.
• Wehren wir uns mit zivilem, gewaltfreien Widerstand gegen ihre Kriegspolitik.
• Eure Kriege ohne uns – für eine friedliche Welt!
Unterstützende Organisationen:
Kieler Friedensforum I DFG-VK Kiel I DKP Kiel I Friedenswerkstatt Kiel I Bundesweite AG Globalisierung und Krieg I SDAJ Kiel I VVN-BdA Kiel I Motorradclub Kuhle Wampe Kiel I Inititative Gemeinsam Kämpfen I Offenes Treffen für Feminismus Antifaschismus & Frieden Kiel I Arbeitskreis Frieden ver.di Kiel-Plön I Internationaler Jugendverband Kiel I Bündnis Sahra Wagenknecht Kreis Kiel-Plön
Quelle und Infos: www.kieler-friedensforum.de
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- Created on 01. März 2026
Kiel-Holtenau Ost:
MFG 5 bleibt zivil
Die Stadt Kiel geht davon aus, dass die geheimen Verhandlung mit der Bundeswehr über den Verkauf des MFG-5-Geländes zwischen Ulf Kämpfer und den Bundeswehr-Admirälen noch im Februar 2026 zu einem Ergebnis kommt, das dann auf der Ratsversammlung zur Abstimmung gestellt und beschlossen werden soll.
Eine Initiative von Menschen die auf dem Gelände seit Jahren aktiv sind, dort Freizeit gestalten, leben und wohnen oder sich in den letzten Jahren für die Gestaltung eines neuen Stadtteils Holtenau Ost eingebracht haben, sieht das anders.
Bürgerentscheid durch die Stadt Kiel
Es wäre sehr wohl möglich, dass die Stadt einen Bürgerentscheid darüber durchführen lässt.
Warum wird für ein ungewisses Projekt, wie die Olympiabewerbung der Stadt Kiel ein Bürgerentscheid organisiert, aber es gibt keinen demokratischen Bürgerentscheid für das herausragendste Zukunftsprojekt der Stadt Kiel, einen neuen Stadtteil Holtenau Ost zu bauen, mit sozialem Wohnungsbau, Freizeitmöglichkeiten und Wasserzugang?
Auf der Live-Veranstaltung des Deutschlandfunks am 18.2.2026 zum Thema „Kaserne statt Wohnungsbau? Mehr Platz für die Bundeswehr“ mit ca. 70 Teilnehmern, dem auslaufenden Bürgermeister der Stadt Kiel, Ulf Kämpfer, einem BW-Admiral Meyer und Andreas Meyer für die Initiative für bezahlbares Wohnen Kiel wurden die Interessen beim Verkauf des ehem. MFG-5-Geländes diskutiert.
Immer wieder wurde vom BM behauptet, dass die Bundesregierung das Gelände für die militärische Nutzen enteignen könne und dass es deshalb besser wäre mit der Bundeswehr zu verhandeln, um angeblich mehr „herauszuholen“.
Von den beteiligten Menschen, die das MFG5-Gelände derzeit nutzen oder dort eine Zwischennutzung (Ca. 50 Organisationen und Betriebe) haben, wurde bemängelt, dass sie nicht an den Verhandlungen beteiligt werden. Das gilt auch für alle Kielerinnen und Kieler für die der geplante neue Stadtteil eine unersetzbare Zukunftsperspektive darstellt.
Veranstaltung des DLF zum Nachhören:
https://www.deutschlandfunk.de/kaserne-statt-wohnungsbau-mehr-platz-fuer-die-bundeswehr-100.html
Verkauf ablehnen!
Der Verkauf des Geländes könnte abgelehnt werden und entsprechend des Landesbeschaffungsgesetzes müsste gerichtlich über Enteignungsmöglichkeiten verhandelt werden, falls die Bundeswehr einen Antrag auf Enteignung stellt. Dies wäre ein komplexes Verfahren, das jahrelang dauern kann.
Diese Zeit wäre sinnvoll nutzbar, um die tatsächlichen sicherheitspolitischen Notwendigkeiten zu überdenken, statt die Zukunftsentwicklung der Stadt Kiel dauerhaft zu behindern.
Es ist beschämend, dass die demokratische Mehrheit des Stadtrates, hier insbesondere die Grünen und die SPD, nicht wie selbstverständlich den Verkauf des MFG5-Geländes in einen Bürgerentscheid alle Kielerinnen und Kieler abstimmen lassen.

Die Baumbesetzer machen weiter
„Voßbrook für Alle, MFG5 bleibt zivil“ ist das Motto einer Gruppe, die seit Monaten das MFG-5-Gelände (ursprünglich als Voßbrook bekannt) besetzt, um den drohenden Verkauf des Geländes an die Bundeswehr zu verhindern. Die Aktion ist eine direkte Intervention in einem Prozess, in dem viel zu schnell und undemokratisch Entscheidungen vorangetrieben werden, gegen den ausgesprochenen Willen vieler in Kiel lebender Menschen und ohne Rücksicht auf deren Bedürfnisse. Sie luden nach Redaktionsschluss zu einem Offenen Treffen ein.
„Dort wollen wir gemeinsam darüber reden, wie ihr euch einbringen könnt und was eure eigenen Ideen für die Gestaltung des Voßbrook sind ... Lasst uns gemeinsam noch mehr verwirklichen und die derzeitige Zwischennutzung zu einer freien Dauernutzung verlängern! Wenn wir uns zusammenschließen, werden wir es schaffen, dass das ehemalige MFG-5-Gelände zivil bleibt und der Voßbrook endlich wieder für alle da ist!“
Die Initiative plant eine große Protestveranstaltung
Eine Initiative, die sich für den Erhalt und Weiternutzung des MFG-5-Geländes einsetzt, trifft sich regelmäßig um über Protestmaßnahmen und Aktivitäten zu beraten. Es sind neben den BaumbesetzerInnen, einige auf dem Gelände aktiven Organisationen, wie die Skatergruppe, Wagengruppe „Schlagloch“, Jugendtreff, Musikgruppen/Bands, „Schwentineflotte“ und das Kieler Bündnis für bezahlbaren Wohnraum mit dabei. Die Initiative will alle Menschen vernetzen, die sich unabhängig von den Entscheidungen der Stadt für den Erhalt des Geländes und den Fortbestand der bisherigen Nutzung einsetzen.
Als Höhepunkt ist eine Protestveranstaltung geplant, die als zweitägiges Festival mit allen Beteiligten und UnterstützerInnen am 30./31. Mai 2026 auf dem MFG-5-Gelände stattfinden soll.
Das nächste Treffen der Initiative ist geplant am Tag des Schulstreiks am 5. März 2026 um 18 Uhr im Leuchtturmladen in Kiel-Friedrichsort. (uws)
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- Created on 01. März 2026
Kiel: Protest gegen Kriegsmanöver „Steadfast Dart“
Europaweit übten im Februar mehr als 10.000 NATO-Soldaten aus 13 Nationen den Krieg. Ein Hotspot war dabei Kiel und sein Marinehafen. Dort versammelten sich 17 Kriegsschiffe zur NATO-Übung „Steadfast Dart“, des größten NATO-Manöver des Jahres.
Zeichen der Wehrhaftigkeit
Dabei geht es nach NATO-Angaben darum, schnell möglichst viele Soldaten von Südeuropa nach Deutschland zu bringen - um damit ein Zeichen der Wehrhaftigkeit zu setzen – falls ein Land an der NATO-Ostflanke angegriffen wird. „Wir zeigen, wir können das, und wir sind bereit,“ so der deutsche NATO-Planer Yves Gruchot im Gespräch mit NDR Schleswig-Holstein. (ndr-online 12.2.26)

Am 12. Februar 2026 demonstrierten 100 Antimilitarist:innen und Internationalist:innen in der Wik gegen die Stationierung von Schiffen der NATO-Eingreiftruppe im Kieler Marinehafen.
Unter den Schiffen befindet sich auch der Drohnenträger „Anadolu“ und weitere türkische Militärschiffe. Die Demonstration unter dem Motto „Krieg beginnt hier: Gegen das NATO-Manöver in Kiel“ stand deshalb im Zeichen der Solidarität mit der kurdischen Befreiungsbewegung und der Demokratischen Selbstverwaltung Nordostsyrien, die seit jeher durch das türkische Regime bedroht und in den letzten Wochen von der mit ihm verbündeten syrischen Übergangsregierung des Dschihadisten Al-Sharaa existenziell angegriffen wurde.
Bei widrigen Wetterbedingungen zogen die Teilnehmer:innen vom Elendsredder die Holtenauer Straße hinauf und über die Prinz-Heinrich-Straße, Adalbertstraße und Feldstraße zur Kiellinie, wo auf Höhe der Gorch-Fock-Mole mit Blick auf das umzäunte Militärareal der Abschluss stattfand.
Je mehr sich der kleine Aufzug dem militärischen Sperrgebiet näherte, desto bedrohlicher wurde seine Kulisse. Neben dem ohnenhin großen Polizeiaufgebot zu Land und zur See lauerten hinter den Stacheldrahtzäunen und im Wasser schwer bewaffnete Soldat:innen, am Himmel überwachten Drohnen das Geschehen und die NATO-Kriegsschiffe ragten aus der dunklen Förde.
Auf zwei Kundgebungen sprachen Redner:innen von #DefendKurdistan Kiel, @initiativegemeinsamkaempfen, @mfg5.bleibt.zivil, @youngstruggle_kiel und @rheinmetallentwaffnen. Kernthemen waren die weiterhin angespannte Lage in Rojava, aber auch die eskalierende Militarisierung der Gesellschaft und der globalen Konfliktaustragung, bei der die NATO eine zentrale Rolle spielt. Den kriegerischen imperialistischen Machtspielen wurde die Notwendigkeit internationalistischer Bezugnahme all derer, die darunter leiden, betont. In Anbetracht der gigantischen NATO-Präsenz in diesen Tagen und des Ausverkaufs der Stadt, z. B. des MFG5-Geländes, an die Bundeswehr, wurde zudem die Demilitarisierung Kiels gefordert.
(Presseerklärung #kielentwaffnen)
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- Created on 01. März 2026
Keine Werbeshow für das türkische Militär in Kiel:
Solidarität mit Rojava!
Seit Januar läuft das NATO-Manöver Steadfast Dart 2026. Dafür werden Teile ihrer Allied Reaction Forces (ARF) quer durch Europa verlegt. Nach Deutschland kommen allein 7.300 Soldat:innen – auch um zu beweisen, dass es „verlässlich und durchhaltefähig als Drehscheibe der NATO fungiert.“ Kiel ist einer der Hauptankunftspunkte der Übung. Etwa 14 Kriegsschiffe mit fast 3000 Soldat:innen, davon 1.500 aus der Türkei, treffen hier am 11. Februar ein. Sie laufen am 14. Februar aus, um bei Putlos eine Landung von See aus durchzuführen.

Die NATO will mit diesem medial inszenierten Manöver Stärke demonstrieren, um weiter als handlungsfähiger Akteur im zunehmend kriegerisch ausgetragenen globalen Machtkampf der imperialistischen Mächte zu gelten. Einerseits richtet sich diese Botschaft an den Ostsee-Anrainer Russland, aber auch in Richtung USA. Die europäischen NATO-Staaten wollen militärische Handlungsfähigkeit zur Schau stellen – im Zweifelsfall auch ohne ihre eigentliche Führungsmacht, die unter der zweiten Trump-Administration als Schutzpatron an Zuverlässigkeit eingebüßt hat.
Dass die Türkei als zweitgrößte NATO-Armee einen zentralen Stellenwert bei dieser Neukonstituierung einnimmt, ist kaum verwunderlich. Bei dem Manöver nimmt das türkische, amphibische Angriffsschiff TCG Anadolu eine entsprechende Führungsrolle ein. Es gilt als erster „Drohnenträger“ weltweit. Dafür wurden genau die Drohnen, die bereits jetzt u.a. in Syrien gegen die demokratische Selbstverwaltung der kurdischen Gebiete eingesetzt werden, modifiziert. Zusammen mit vier weiteren Schiffen, wirbt es für die wachsende türkische Rüstungsindustrie.
Die Türkei rüstet seit Jahren auf und Deutschlands Waffenexporte dorthin sind auf auf dem höchsten Stand seit 1999, auch um den strategisch wichtigen NATO-Verbündeten militärisch auszustatten. Wo die Waffen letztlich eingesetzt werden, sehen wir gerade in Nordostsyrien. In den letzten Wochen wurde Rojava massiv durch syrische Regierungstruppen angegriffen. Ahmed Al-Sharaa, der früher für al-Qaida kämpfte, will seinen Machtanspruch gegenüber den kurdischen, aktuell autonom agierenden Gebieten durchsetzen und die revolutionären Errungenschaften zerschlagen. Seit er Ende 2024 die Herrschaft in Damaskus übernommen hat, führen sein Regime und dschihadistische Milizen immer wieder brutale Angriffe und Massaker gegen religiöse und ethnische Minderheiten durch. HTS und andere reaktionäre Banden fungieren dabei teils als direkte Stellvertreter des türkischen Staats und seiner Großmachtambitionen.
Den in Kiel ansässigen Rüstungsunternehmen, allen voran TKMS und Rheinmetall, beschert der seit Jahrzehnten andauernde Krieg des türkischen Staates gegen die Kurd:innen Millionengewinne. Sie und die Marine bestimmen hier die Politik, während die Stadt bei Bildung und Sozialem massiv kürzt. Junge Menschen sollen stattdessen in der Bundeswehr dienen und es droht die vollständige Wiedereinsetzung der Wehrpflicht.
Wir werden nicht schweigen, wenn dem türkischen Militär hier in Kiel durch die NATO eine gigantische Werbefläche geboten wird, während in Kurdistan und anderswo täglich Menschen durch deren kriegerische Vorstöße in den Mittleren Osten und seine dschihadistischen Stellvertreter ermordet werden. Rojava und die kurdische Befreiungsbewegung stehen für Rätedemokratie, Selbstbestimmung, Frauenrevolution, ökologisches kooperatives Wirtschaften und für gleichberechtigte ethnische und religiöse Vielfalt. All das ist weiterhin akut bedroht – durch die syrische Zentralregierung und den Erdogan-Faschismus in der Türkei, unterstützt und gedeckelt durch die westlichen Imperialmächte, die nach dem Sturz von Assad mit Al-Sharaa einen verlässlichen Partner zur Durchsetzung ihrer Interessen aufbauen wollen.
Wir rufen deshalb zum Protest und Widerstand gegen das NATO-Manöver in der Ostsee und die Vorbereitung kommender imperialistischer Kriege auf, insbesondere auch gegen die türkische Beteiligung.
Solidarität mit der Bevölkerung und den Verteidiger:innen der Demokratischen Selbstverwaltung Nordostsyrien heißt auch, sich hier den Verantwortlichen, Profiteuren und Mittätern des Krieges in Rojava entgegenzustellen. Achtet auf aktuelle Ankündigungen und beteiligt euch an den Aktionen gegen das NATO-Manöver!
• Krieg dem Krieg – NATO versenken!
• Türkische Armee raus aus Kurdistan – lang lebe Rojava!
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- Created on 01. März 2026
Ostsee/Kiel:
Die NATO übt Krieg
Für das Militärmanöver „Steadfast Dart 26“ bei dem mehrere Hundert Eliteeinheiten aus der Türkei, Italien, Spanien und Deutschland unter dem Kommando der „Speerspitze der Nato“ der sog. „Allied Reaktion Force“ (ARF) teilnahmen, wurden 12 Kriegsschiffe vorher im Kieler Marine- und Natostützpunkt versorgt.
Protestdemonstration am Kieler Hafen
Nicht nur wegen der Teilnahme der türkischen Marine mit vier Kriegsschiffen und dem 236 Meter langen Drohnen-Angriffsschiff „Anadolu“ gab es zum Empfang in Kiel am 12. Februar 2026 eine Protestdemonstration.
Unter dem Motto „Krieg beginnt hier: Gegen das NATO-Manöver in Kiel“ demonstrierten 100 Antimilitaristen auch im Zeichen der Solidarität mit der kurdischen Befreiungsbewegung, die derzeit von dem türkischen Regime und der mit ihm verbündeten dschihadistischen syrischen Übergangsregierung militärisch angegriffen wird (siehe nebenstehende Artikel dazu).
Truppenanlandung in der Hohwachter Bucht
An der schleswig-holsteinischen Küste bei dem Militärstützpunkt Putlos/Todendorf probte das türkische amphibische Angriffsschiff anschließend am 17.2.2026 die Anlandung von Truppen mit Landungsbooten, Schwimmpanzern, Schnellbooten und Hubschraubern. „Die militärische Kraft der Nato ist heute unübertroffen“, soll Generalinspektor der Bundeswehr Breuer gesagt haben. Verteidigungsminister Pistorius (SPD) war am Strand dabei und meinte wohl den Krieg Richtung Moskau: „Wenn an der Ostflanke etwas passiert, dann müssen Nato-Truppen schnell verlegt werden – und das durch ganz Deutschland“.
Innerhalb von 10 Tagen wurden für die Militärübung aus der Türkei, Italien und Spanien die Nato-Truppen aus dem Mittelmeer in die Ostsee verlegt. Und die KN (vom 19.2.2026) beschreibt das Kriegsscenario: „... Bevor die erste Truppe den Strand von Putlos stürmt, räumen deutsche und niederländische Minenjagdboote den Seeweg. Spanische Mienentaucher steigen ins eiskalte Wasser und beseitigen Sprengfallen. Über ihnen kreisen spanische Hubschrauber und geben Luftunterstützung. Mit der zweiten Welle bahnen sich die neuen türkischen Schwimmpanzer des Typs „Zaha“ ihren Weg an Land. Die 30 Tonnen schweren Fahrzeuge, die seit 2023 in der Türkei produziert werden, ersetzen klassische Landungsboote. Sie bringen die Infanterie geschützt vom Schiff direkt an den Strand.“ Ob die wohl auch russisch sprechen? Die Militärexperten sind schlau: „Im Fall der Fälle würde man das Kriegsgerät wohl eher im Baltikum an Land bringen, also näher an der Ostflanke.“
Die türkische „Anadolu“ ist der erste Drohnenträger der Nato mit 41 Drohnen des Typs „Bayraktar TB3“ an Bord. Der Einsatz in Putlos war eine Premiere für die Türkei und die Nato: Das erste Mal wurden auf der Ostsee Kampfdrohnen mit scharfen Waffen ausprobiert.

Bild Wikipedia: Die „Anadolu“ am Bosporus 29. Oktober 2023
Kurzfristiges Militärmanöver „Eastern Sentry“ in Lettland
Wegen angeblicher russischer Drohnenangriffe im September 2025 soll Polen die Nato um Beistand gebeten haben. Als Reaktion darauf sendet ein neues Nato-Kommando „Allied Joint Force Command“ den türkische Drohnenträger „Anadolu“ gleich in das nächste Militärmanöver „Eastern Sentry“ in Richtung Lettland. Hier soll es an der „Ostflanke“ ... „ein klares Signal nach Osten“ geben. In einer Mitteilung der Nato heißt es lt. KN (vom 23.2.2026): „Das größte Schiff des Manövers Steadfast Dart wird unter Nato Aircom operieren und die Luftüberwachung und Luftverteidigung entlang der Ostgrenze des Bündnisses verstärken“ ... „Dieser Einsatz sendet eine unmissverständliche Botschaft: Die Nato ist wachsam, geeint und bereit, jeden Zentimeter ihres Territoriums zu verteidigen!“
Aha, so erfahren wir in einem Nebensatz, dass die Nato die Ostsee einseitig zu ihrem Territorium erklärt hat. (Etwa so wie Trump gegenüber Grönland.) Also eine klare Provokation gegenüber Russland, deren wichtigster Handelshafen St. Petersburg in direkter Nähe liegt und von den Sanktionen durch die EU und USA seit 2014 bedrängt wird.
Nächstes Militärmanöver „Kalte Antwort“
Damit ist nicht genug. Alle Militäreinheiten kommen wieder nach Kiel zum Nato-Stützpunkt um voll zu tanken und sich auszurüsten für das nächste Nato-Manöver „Cold Response“ (Kalte Antwort) Anfang März in Norwegen. Dabei sollen die aus dem Mittelmeer stammenden Soldaten mal kennenlernen, was es bedeutet, bei Minus 20 Grad Krieg zu spielen, denn das Manöver führt die Einheiten weiter über den Polarkreis nach Norden. Dort, wo die russischen Öltanker vorbeifahren, wenn sie weiter nach Murmansk müssen, um eine Pipeline zu erreichen, weil ihnen der Zugang zur Ostsee nach St. Petersburg militärisch verwehrt wurde. (uws)
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- Created on 01. März 2026
Kiel: Demonstration – Free, free Palestine!

„Students for Palestine“ hatte für den 21.2.2026 zu einer Demo in Kiel aufgerufen, zu der sich bei nasskaltem Wetter rund hundert, mehrheitlich junge Leute einfanden.
Die Auftaktkundgebung am Dreiecksplatz wurde durch überlaute Musik aus Lautsprechern von iranischen Monarchisten und Zionisten mit Israelflagge gestört.
Die Demonstranten ließen sich davon nicht beirren. In ihren Reden protestierten sie gegen den immer noch währenden Genozid an den Palästinensern, den Israel trotz des offiziellen Waffenstillstands weiter an den Menschen in Gaza verübe. Zunehmend seien auch die Palästinenser im Westjordanland der Vertreibung und Ermordung durch Siedler und das israelische Militär ausgesetzt.
Im Fokus der Kritik stand die deutsche „Staatsräson“, mit der jeder Protest gegen die Kriegsverbrechen Israels abgeschmettert wird, sowie die Waffenlieferungen Deutschlands an Israel, die zum Völkermord an den Palästinensern beitragen. Wiederholt wurde ein Ende der Waffenlieferungen und der Rüstungspolitik Deutschlands gefordert. Auf dem Weg vom Dreiecksplatz in die Innenstadt und zum Bahnhofsvorplatz erscholl immer wieder der Ruf „Free, free Palestine“ und „Hoch die Internationale Solidarität!“
In der Abschlusskundgebung wurde eine Welt gefordert, in der wir alle gleichberechtigt und frei von Krieg miteinander leben können.
(bm)

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- Created on 01. März 2026
Die Linke lehnt Einführung von Waffenverbotszonen in Kiel ab
Die Linke Kiel lehnt die Einführung der Waffenverbotszonen in Gaarden, am Hauptbahnhof und der Flämischen Straße ab April ab. Diese Maßnahme ist ungeeignet, um die Kriminalität nachhaltig zu senken und das Sicherheitsgefühl an den betroffenen Orten und der Stadt allgemein zu steigern.
Im Gegenteil, die Waffenverbotszonen werden durch verdachtsunabhängige Kontrollmöglichkeiten für die Polizei neue Angsträume, insbesondere für von racial-profiling betroffene Menschen, schaffen und den Stadtteil Gaarden weiter stigmatisieren. Und das ohne Wirkungsnachweis für eine bessere Kriminalitätsbekämpfung.
„Gewaltkriminalität ist in erster Linie ein Symptom von Armut und Ungleichheit. Wir müssen die Ursachen und nicht die Symptome davon bekämpfen“, so Kreissprecher Jonas Thiel. Statt Messer zu zählen und damit die Statistiken hochzutreiben braucht es sozial-orientierte Lösungen, wie einen besseren Zugang zu Substitutionsärzten in Kiel und Umgebung, einen Drogenkonsumraum in Gaarden und eine ausgebaute Straßensozialarbeit.
„Wir müssen den Mietennotstand in der Stadt mit bezahlbaren Wohnungen und einem Mietendeckel bekämpfen sowie Housing First konsequent umsetzen“, ergänzt Kreissprecherin Johanna Klitzschmüller. Diese Maßnahmen würden das Sicherheitsgefühl und die Kriminalitätsbelastung nachhaltig verbessern, da soziale Sicherheit sichergestellt und Drogen- und Beschaffungskriminalität abnehmen wird. (Presseerklärung Die Linke vom 13.2.2026)
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- Created on 01. März 2026
NOlympia – Die Linke wehrt sich gegen Kiels Olymiabewerbung
Wird Kiel Olympia-Stadt? Die meisten in der Ratsversammlung vertretenen Fraktionen haben große Ambitionen, in der Landeshauptstadt die Segel-, Küstenruder- und Freiwasserschwimmwettbewerbe der Olympische Spiele 2036, 2040 oder 2044 austragen zu lassen.
Am 19. April 2026 soll per Referendum abgestimmt werden, ob sich Kiel für die Olympischen Spiele bewirbt.
Die Fraktion Die Linke/Die Partei Kiel meldet allerdings Zweifel an. In seiner Rede in der Ratsversammlung am 19.2.26 warf der Fraktionsvorsitzende, Björn Thoroe, den Unterstützern der Olympiabewerbung Kiels vor, die Einwohner/innen Kiels über die wahren Kosten zu täuschen und Gegenstimmen zu unterdrücken. Bei einer früheren Kostenschätzung vor 10 Jahren hätten die Kosten allein für die Segelwettbewerbe bei etwa 155 Millionen Euro gelegen. Heute dürften diese beim doppelten bis dreifachen Betrag liegen. Es sei unredlich vom Sportdezernenten Gerwin Stöcken und dem Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, dies zu verschweigen. Diese unseriöse Kostenschätzung könne auch die Gültigkeit des Bürgerentscheids beeinflussen.
Die Kostenschätzung der Verwaltungsspitze gehe davon aus, dass das Olympische Dorf komplett aus Fördergeldern entstehe und danach der Stadt Kiel geschenkt werde.
„Wo leben Sie denn?“ empörte sich Thoroe, „Glauben Sie ernsthaft, dass Kiel keinen Cent für das Dorf zahlt und es danach geschenkt bekommt? Mal ganz abgesehen, dass auch Landes- und Bundesgelder Steuergelder sind. Die dort genannten ominösen Fördergelder fallen doch nicht vom Himmel!“ Bei zusätzlichen Sportarten läge der Betrag für das Dorf locker bei 20 Millionen.
Weitere Kosten wie die für Energie- und das Brauchwasserkonzept (vor Jahren schon 6 Millionen Euro), für Bestandsgebäude (damals 25 Millionen Euro), temporäre Bauten (damals 14 Millionen Euro) und Investitionen in Hafen und Mole (damals 36 Millionen Euro) kämen hinzu.
„Nichts davon findet sich in der jetzigen Kostenschätzung“, so Thoroe, „wem wollen Sie das denn verkaufen?“
Ein weiteres Argument gegen Olympia in Kiel seien die zu erwartenden Mietsteigerungen bei einer ohnehin verschärften Wohnungskrise. (Erinnert sei hier an die Olympiade in London 2012. Damals kündigten Vermieter ihren Mietern die Wohnungen, um sie für den zehnfachen Preis an Olympiabesucher zu vermieten, d.V.)
Thoroe ist bezüglich der Oympiastimmung jedoch zuversichtlich: „In Zeiten von Haushaltssperren und Kürzungspolitik werden Sie mit Olympia nicht durchkommen ... „Nö“ zu Olympia in Kiel!“
Und sein Fraktionskollege Ove Schöter fügte hinzu: „Die Weigerung, der Bevölkerung auch Gründe, die gegen die Austragung olympischer Spiele sprechen, zugänglich zu machen, passt vielleicht zu autokratischen Staaten, aber nicht zur Landeshauptstadt Kiel...“
Die in der Ratsversammlung beschlossenen begleitenden Informationen zum Olympiareferendum enthielten ausschließlich Gründe, die für eine Olympiabewerbung sprächen: „Gegenargumente werden bewusst verschwiegen ... und Unwägbarkeiten bei der Konzeptionierung … komplett unter den Tisch fallen gelassen.“ Die Kosten würden niedriger als vor zehn Jahren angesetzt, und das trotz der massiven Kostensteigerungen in allen Bereichen. Bislang gebe es keinerlei konkrete Förderzusagen von Bund und Land. „Am Ende droht Kiel womöglich auf Kosten im dreistelligen Millionenbereich sitzen zu bleiben“, so Schröter, „während die Investitionen in Wohnen und Bildung ein weiteres Jahrzehnt aufgeschoben werden müssen.“
„Wenn die Ratsmehrheit wirklich Vertrauen in die städtische Pro-Olympia-Kampagne und ihre Argumente hätte oder ihr demokratische Prinzipien und Transparenz tatsächlich wichtig wären, hätte sie heute der von uns beantragten Ergänzung der Begleitinformationen zum Bürgerentscheid zustimmen müssen. Dass sie dazu nicht bereit war, lässt meiner Meinung nach tief blicken!“, so Fraktionsvorsitzender Björn Thoroe abschließend.
Die Linkspartei plant, unter dem Slogan „NOlympia“ für die Gegenargumente gegen die Olympiabewerbung zu mobilisieren. Ein Blick in die maroden Kieler Turnhallen, die dem Schul- und Vereinssport dienen, wäre sicher aufschlussreich. Die Investitionen in die Sanierung derselben würde nur einen Bruchteil der horrenden Olympiakosten betragen und den Breitensport fördern.
(bm)
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- Created on 01. März 2026
Ein Gespräch mit MdBs der Linkspartei:
Antimilitaristische Arbeitskämpfe

Wie könnten antimilitaristische Arbeitskämpfe aussehen? Wie sieht die Situation in Betrieben und Gewerkschaften derzeit aus? Wie wirkt sich die zunehmende Militarisierung auf die Lohnabhängigen aus?
Diesen und anderen Fragen stellten sich am 30. Januar 2026 die MdBs der Linkspartei, Cem Ince aus Salzgitter, Gewerkschafter in der IG Metall und im Bundestag u.a. Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales, sowie Tamara Mazzi aus Kiel, Gewerkschafterin in der GEW und im Bundestag u.a. Mitglied des Haushaltsausschusses. Die Galerie in der Kieler Pumpe war mit einem bunten Publikum unterschiedlicher Altersgruppen gut gefüllt.
Die Veranstaltung begann mit einem kurzen Dokumentarfilm über den mit 16 Wochen längsten Streik in der bundesdeutschen Geschichte, der im Oktober 1956 in Kiel und anderen Städten Schleswig-Holsteins begann und der einen 90prozentigen Lohnausgleich im Krankheitsfall, zusätzliche Urlaubstage sowie ein Urlaubsgeld durchsetzte – Errungenschaften, die mit weiteren Arbeitskämpfen ausgeweitet und verbessert wurden und jetzt massiv durch die Bundesregierung und das Monopolkapital unter Beschuss stehen.
Cem Ince, neben seinem Amt im Bundestag auch Mitglied der IG Metall Vertrauenskörperleitung Volkswagen Salzgitter und stellvertretender Vorsitzender der Gesamt Jugend- und Auszubildendenvertretung der Volkswagen AG, berichtete von dem Druck, unter dem die Industriearbeiter derzeit stehen, während die Bundesregierung die militärische Konversion von Betrieben als scheinbare Jobgarantie verkaufe. Hier gelte es zu betonen, dass die Rüstungsindustrie die Jobverluste in der Autoindustrie nicht ausgleichen könne, dass Rüstung Ressourcen und Arbeitskräfte bindet, die bei anderen, relevanten gesellschaftlichen Aufgaben fehlen.
Als mögliche Instrumente antimilitaristischer Arbeitskämpfe nannte Ince Konversionskämpfe für die Umstellung von Rüstung auf sinnvolle, zivile Güter („Waffen zu Windrädern“, „Panzer zu Bussen“), gewerkschaftliche Kampagnen gegen Aufrüstung, Waffenexporte oder Militärforschung oder Streiks und Arbeitsverweigerung. Hierzu gibt es in der Linkspartei Überlegungen zu einem Gesetzesentwurf für ein politisches Streikrecht.
Beide MdBs waren sich einig, dass eine breite antimilitaristische Vernetzung von Parteien, Verbänden und Gruppen vonnöten ist. Tamara Mazzi gab einen kurzen Überblick über friedenspolitische Aktivitäten in Kiel, die langjährigen (Ostermarsch, Hiroshimagedenken etc) wie die neuen (Bündnis gegen Wehrpflicht, Rheinmetall entwaffnen, Protest gegen den Rückkauf des MFG 5 Geländes).
Aufgabe der Linkspartei sei es, betonten beide MdBs, inner- und außerparlamentarische Kämpfe miteinander zu verbinden, Zusammenarbeit mit der Friedensbewegung, Kampagnen wie Wehrpflicht verweigern, Unterstützung von Arbeitskämpfen und sozialen Bewegungen. Im Anschluss an das moderierte Gespräch gab es noch Gelegenheit für Fragen aus dem Publikum. (bm)
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- Created on 01. März 2026
Deutscher Bundestag:
Kaum bemerkt – ein neues Gesetz setzt Grundrechte außer Kraft
Wenig Aufhebens wurde in der Presse und sonstigen Öffentlichkeit davon gemacht, als am 15. Januar 2026 der Deutsche Bundestag das „Gesetz zur Anpassung von Straftatbeständen und Sanktionen bei Verstößen gegen restriktive Maßnahmen der Europäischen Union“ beschloss.
Das Gesetz wurde mit den Stimmen der Fraktionen der Regierungskoalition von CDU und SPD beschlossen. Die Grünen und die Linkspartei enthielten sich, die AFD stimmte dagegen. Nach dem neuen Gesetz werden u. a. Sanktionen gegen Einzelpersonen in deutsches Recht überführt. Nach §5, Absatz 1 sind „Verfügungen über Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen, die im Eigentum oder unmittelbar oder mittelbar im Besitz oder unter der Kontrolle der betreffenden Personen oder rechtsfähigen Personengesellschaften stehen“, untersagt, und, so heißt es weiter, „Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen dürfen den betreffenden Personen oder rechtsfähigen Personengesellschaften weder mittelbar noch unmittelbar bereitgestellt werden.“ Das Strafmaß bei finanziellen oder wirtschaftlichen Zuwendungen an sanktionierte Personen kann nach §18 des Gesetzes bis zu 10 Jahren Haft oder bis zu 40 Millionen Euro Bußgeld betragen. Die bisherige Schonfrist für versehentliche Verstöße entfällt.
Was ist die Konsequenz? Unternehmen müssen Vermögenswerte einfrieren. Es kommt zum De-Banking von Parteien und Organisationen, die im Verdacht stehen, von der EU sanktionierte Staaten oder Gruppierungen zu unterstützen. Staaten, vermögende Einzelpersonen oder Unternehmen dürften trotz der verschärften Sanktionen Möglichkeiten haben, diese zu umgehen.
Existenzbedrohlich wird es hingegen bei nicht vermögenden Einzelpersonen wie zum Beispiel dem Journalisten Hüseyin Dogru, der seit Mai 2025 auf einer EU-Sanktionsliste steht. Die EU begründet laut Berliner Zeitung vom 13.2.26 die Maßnahmen damit, dass Dogru mit seiner „propalästinensischen journalistischen Arbeit ethnische, politische und religiöse Zwietracht“ schüre und damit „destabilisierende Aktivitäten Russlands“ unterstütze.
Wenige Tage vor der Abstimmung über die Anpassung der EU-Sanktionen an das deutsche Recht wurden Dogru von seiner Bank sämtliche finanziellen Mittel gesperrt, sogar der Zugang zu dem zuvor genehmigten Existenzminimum von 506 Euro. Die Sanktionen trafen auch Dogrus Kinder und Ehefrau, die wie er nie eine Straftat begangen hatten und sich zudem auch nie journalistisch geäußert hatten. Der Ehefrau mit einer Risikoschwangerschaft wurde von der Krankenkasse sogar die medizinische Behandlung verweigert. Wer der Familie Dogru hilft, zu überleben, riskiert, einer Straftat angeklagt und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt zu werden. Jetzt auch nach deutschem Recht.
In einem Rechtsgutachten der ehemaligen Richterin am Europäischen Gerichtshof, Ninon Colneric, und der Völkerrechtlerin Alina Miron vom vergangenen Jahr kommen die Autorinnen zu dem Schluss, dass die Sanktionen tiefgreifende Grundrechtseingriffe darstellen und sprechen von einem faktischen „zivilrechtlichen Tod“.
In der Tat verstößt das Gesetz über die Anpassung von Straftatbeständen und EU-Sanktionen gegen zwei wesentliche deutsche Grundrechte: Das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit (Artikel 2), denn ohne finanzielle oder wirtschaftliche Mittel kann ein Mensch nicht überleben, sowie das Recht auf Meinungs-, Presse- und Informationsfreiheit (Artikel 5), denn außer zu berichten und zu informieren hat Hüseyin Dogru keine „Straftat“ begangen.
Was folgt daraus für die deutsche Öffentlichkeit? Nach diesem Gesetz kann jede Äußerung, die von der EU- und Regierungsmeinung abweicht, als Straftat verfolgt werden. Für sanktionierte Personen gelten keine Grundrechte, sie sind praktisch vogelfrei. Personen, die ihnen helfen, werden als Straftäter angeklagt. Ein faschistoides Gesetz, das unliebsame Meinungen im Kern ersticken soll. Die Gefahr des Faschismus liegt nicht nur bei der AfD und den Neofaschisten, sondern beginnt auch, wenn angeblich demokratische Parteien faschistoide Gesetze durchwinken.
(bm)
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- Created on 01. März 2026
Kuba aktuell
• Für die Verwirklichung der UN-Charta und das Selbstbestimmungsrecht der Völker.
• Gegen den Staatsterrorismus der USA.
Infoveranstaltung
am Freitag, 13. März 2025 um 18.00 Uhr im Gewerkschaftshaus Kiel
Legienstraße 22 · Emma-Sorgenfrei-Foyer
Wie weiter nach der militärischen Aggression der US-Regierung gegen Venezuela?
• Ist noch ein Dialog mit den Vereinigten Staaten möglich?
• Wie ist die aktuelle Lage in Kuba?
• Was vermag internationale Solidarität gegenüber der Strangulierung Kubas – auch mit der Energieblockade – auszurichten?
Gemeinsam wollen wir darüber reden, wie wir es schaffen können, dass Solidarität auch in Kiel die Zärtlichkeit der Völker wird. Wir freuen uns auf vielfältige Unterstützung für diese Veranstaltung.
So haben sich die Musiker und Musikerinnen von Fuego del Norte spontan bereit erklärt die Veranstaltung musikalisch zu begleiten.
VVN-BdA Kreisvereinigung Kiel
VVN-BdA Landesverband Schleswig-Holstein e. V.
V. i. S. d. P. Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA), Lindenstraße 9, 24118 Kiel

Fuego del Norte
eine musikalische Reise durch Lateinamerika
Mit Fuego del Norte gehen die Zuhörer auf eine musikalische Reise in die Seele des lateinamerikanischen Kontinents. Die vier Musiker und Musikerinnen verzaubern seit 2012 ihre Zuhörer mit ihrer Musik. Das musikalische Repertoire erstreckt sich von Liedern der Nueva Cancion über traditionelle Folklore, bis hin zu Klängen der Gegenwart.
Fuego del Norte, das sind: Annette Falkenberg, Holger Schwarz (Gesang), Carola Greiner (Gitarre, Gesang) und Fernando Javier Henríquez (Saiteninstrumente, Percussion).

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- Created on 01. März 2026
Solidarität mit Kuba auch in Kiel:
Für das Selbstbestimmungsrecht der Völker!

„Wir haben schwierige Zeiten durchlebt und diese sind besonders schwierig, aber gemeinsam werden wir sie überwinden.“
Miguel Mario Díaz-Canel Bermúdez, Erster Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas und Präsident der Republik, vor der nationalen und internationalen Presse im Revolutionspalast am 5. Februar 2026, in dem „Jahr des 100. Geburtstags des Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz.“
Aus dieser Pressekonferenz:
„Die Lage ist komplexer geworden nach der militärischen Aggression gegen Venezuela und der direkten Bedrohung Kubas durch die Regierung der Vereinigten Staaten, einschließlich der jüngsten Ölblockade gegen die Insel.“
Zur Lage in Kuba erreichen uns Berichte:
Der öffentliche Verkehr ist nahezu zum Erliegen gekommen, Busse fahren keine. Betriebe, insbesondere solche, die energieintensiv produzieren, haben die Produktion eingestellt. Auch in Kuba herrscht Winter, die Menschen frieren.
Es herrscht kein Hunger, aber es ist viel aufwendiger an Lebensmittel heranzukommen. Transport, Kühlung, und Zubereitung, alles kostet Energie, die so nicht mehr zur Verfügung steht. Weite Fußwege, Erfindungsreichtum, und die ungewöhnlichsten Kochstellen sind die pragmatischen „Lösungen“ großer Teile des Inselvolkes.
Die schnellen Maßnahmen einer zentralen Planung haben dazu geführt, dass lebensnotwendige Infrastruktur in Kuba wie z. B. Krankenhäuser und Rettungsdienste noch in ihren wesentlichen Abteilungen funktionieren.
Unabhängig davon führt die Energieknappheit aber immer wieder auch zu engagierten und einfallsreichen Lösungen innerhalb der Bevölkerung. Durch unseren engen Kontakt zu einer Tagesklinik für Kinder erfuhren wir z. B. davon, dass die Eltern Autobatterien oder zusammengeschaltete Powerbanks mitbringen, wenn bei den jungen PatientInnen z. B. ein EEG geschrieben werden muss. Diese Energiequellen werden vorher in den Stadtteilen aufgeladen, in denen gerade der Strom vorhanden ist.
Dazu sagt der Präsident:
„Alle Generationen von Kubanern: diejenigen die in den frühen Jahren der Revolution geboren wurden bis zu den jüngsten, unseren Enkeln, unseren Kindern, wir alle leben im Schatten dieser wirtschaftlichen Strangulierung. Wir waren immer mit Engpässen und komplexen Schwierigkeiten konfrontiert und mussten immer mit Wechselfällen, Zwängen und Belastungen zurechtkommen, denen sonst niemand auf der Welt ausgesetzt gewesen ist, und schon gar nicht über einen so langen Zeitraum. Aber wir werden sie gemeinsam überwinden – mit kreativer Widerstandsfähigkeit, mit der Anstrengung und dem Talent jedes Einzelnen.“
Zur internationalen Lage
Die Tatsache, dass das Volk Kubas sich auch durch die momentane Strangulation nicht in die Knie zwingen lässt, zeigt auch die Demonstration der 100.000en auf dem Malecon, als die 36 bei dem Überfall der US-Armee auf Venezuela getöteten Kubaner*innen in ihre Heimat überführt wurden.
Diese Erkenntnis in der US-Administration macht die Lage Kubas allerdings höchst prekär. Hier trifft wohl die Einschätzung zu, dass es noch nie in der Geschichte Kubas eine so gefährliche Zeit gegeben hat, wie sie sich heute darstellt.
Auf die Frage, was die internationale Gemeinschaft tun kann, um die imperialistischen Angriffe der Regierung der Vereinigten Staaten, die in alle Richtungen zielen, aufzuhalten, antwortet der kubanische Präsident: „Die Welt darf sich nicht unterwerfen lassen, sich nicht demütigen lassen, die Welt darf nicht zulassen, dass Gewalt den Multilateralismus zerschlägt.“
Er erklärte weiter, „Kubas Militärdoktrin basiere auf dem Konzept des Krieges des ganzen Volkes, einem Konzept der Verteidigung der Souveränität und Unabhängigkeit des Landes. Sie sieht in keiner Weise, zu keinem Zeitpunkt eine Aggression gegen ein anderes Land vor. Wir sind keine Bedrohung für die Vereinigten Staaten.“
Sofortforderungen an die Bundesregierung:
- Die US-Regierung muss aufgefordert werden die völkerrechtswidrige Blockade Kubas zu beenden.
- Soforthilfen für Kuba: Nahrungsmittel, Treibstoff, Medikamente u. a.
- Kuba muss ein gleichberechtigter Handelspartner der Bundesrepublik Deutschland werden.
Bericht von Klaus Weißmann, Aktivist der VVN-BdA und Motorradclub Kuhle Wampe Kiel

Ein vorhandenes Spendenkonto für die Kinder der Clinico Rosa Luxemburgo haben wir unter diesen Umständen nicht geschlossen.
Die Leitung der Klinik selbst muss und wird entscheiden, mit welchen Maßnahmen am meisten geholfen werden kann. Konkret wird geprüft, wie groß die Solaranlage auf dem Dach gebaut werden kann, damit zumindest der Energiemangel behoben wird.
Kuba Soli Spenden bitte auf
IBAN: DE47 2105 0170 1003 1053 17, FördeSparkasse, Klaus Weißmann-Deininger, Stichwort: Spende
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- Created on 01. März 2026
Erklärung des Motorradclubs Kuhle Wampe Kiel:
Solidarität mit GAZA –
Humanitäre Hilfe – JETZT!
Wir stehen für Toleranz, Weltoffenheit und Solidarität.
Wir stehen für ein friedliches Miteinander und sind gegen jede Form von Gewalt.
Wir verurteilen alle Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen, unabhängig davon, ob sie von israelischen oder palästinensischen Akteuren begangen werden.
Wir stehen zu denen, die sich am wenigsten wehren können und die in Zeiten des Krieges das größte Leid ertragen müssen, den Bewohnerinnen und Bewohnern Palästinas, die im Gaza-Streifen Hunger und Elend hilflos ausgesetzt sind. „Gaza brennt“ hatte der israelische Verteidigungsminister verkündet. Gaza – das ist das Zuhause vieler friedlicher Familien – liegt inzwischen in Trümmern; Menschen wie Du und ich, die einfach nur ihr Leben leben wollen, haben ihr Zuhause verloren.
• Sie haben weder Strom noch fließendes Wasser...
• Sie sind auf Hilfslieferungen angewiesen, die nur zu ihnen kommen, wenn das israelische Militär die Konvois passieren lässt.
Kommen keine Konvois, dann heißt es hungern…
• Viele Tausende haben alles verloren und sind mit dem, was sie am Leibe hatten, in Flüchtlingslagern untergekommen, in denen die Zustände gelinde gesagt katastrophal sind...
Hilfsorganisationen werden gezwungen, Gaza zu verlassen und zurück bleiben die Familien und Kinder Palästinas…
Ihnen zu helfen ist unser Anliegen. Gemeinsam mit starken Partnern wollen wir versuchen, den Menschen in Palästina wieder Hoffnung zu geben.
Wir stellen hiermit klar, dass wir unsere Aktion nicht aus Antisemitismus heraus machen, sondern dass wir mit dieser Aktion denen helfen wollen, die sich in ihrer aktuellen Situation nicht selbst helfen können.
Wir sind solidarisch mit den hunderttausenden Menschen in Israel, die sich für ein sofortiges Ende jeglicher kriegerischer Handlungen, wie sie auch heute noch täglich stattfinden, einsetzen und sich gegen die von Faschisten gesteuerte Regierung stellen.
Wir rufen die Regierungen dieser Welt, allen voran unsere Bundesregierung auf, sich aktiv daran zu beteiligen, eine tragfähige Lösung zu entwickeln, die ein friedliches Miteinander von Israelis und Palästinensern ermöglicht. Dazu gehört insbesondere auch unsere Forderung, sämtliche Waffenlieferungen sofort einzustellen!
Solidaritätsfest für Palästina
mit Infos aus und zu GAZA
am Freitag, 06.03.2026 ab 16.00 Uhr in der Hansa 48
Life Musik: Heinz Ratz mit Strom & Wasser und FTC, Fin the Chaef
Eintritt: 15 €, Solipreis: 25 €



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- Created on 01. März 2026
Newsletter 03-2026:
transform:changethesystem
Zitat des Monats
„Wenn der Verfassungsschutz ein Problem mit Antifaschismus hat, dann hat unsere Demokratie ein Problem mit dem Verfassungsschutz.“
(Maike Schollenberger, ver.di-Vorsitzende Baden-Württemberg übt Kritik an der Entscheidung des Gerichts
zum Kollegen Bamdadi)
Rückblende
ARD - Miosga
https://ogy.de/ztsl
Rede des kanadischen Premierminister Mark Carney, WEF 2026
https://ogy.de/uxqq
Antifaschismus
Miosga „Ausdruck einer weiteren Normalisierung extrem rechter Positionen“
https://ogy.de/ndgk
Was die AfD im Falle eines Wahlsieges in Sachsen-Anhalt vor hat
https://kbnt.org/sabcq25
Bürgerrechte / Demokratie
Klarnamenpflicht schadet der Demokratie
https://ogy.de/g8bc
Postbank kündigt Konten von antifaschistischen Vereinen
https://ogy.de/a3hx
Vorratsdatenspeicherung: Massive Kritik an Regierungsplänen
https://ogy.de/8czr
Frieden / Internationales
Deutscher Bundestag. Der Fall „Maduro“ im Lichte des Völkerrechts
https://ogy.de/lz2c
Trump versetzt Kuba in Alarmbereitschaft
https://ogy.de/93og
Nach ICE-Gewalt. US-Pastor antwortet mit radikaler Verbindung
https://ogy.de/y1ha
Gewerkschaften / Transformation
IG-Metall-Chefin kämpft für Acht-Stunden-Tag
https://ogy.de/paq1
Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di
Wir sagen Nein zum TV-L-Verhandlungsergebnis
https://ogy.de/efsy
Links
Kommunistenkneipe
Von der APO bis zur DKP – Sozialistische Opposition in Marburg (1966–1993)
https://ogy.de/5hii
Forum Gewerkschaftliche Linke
https://ogy.de/7vyk
Digitales Stalking: „Er wusste immer genau, wo ich war“
https://ogy.de/5k5q
Lesenswertes
Grässlin, Jürgen. Wie Lichter in der Nacht. Ein Mutmachbuch. Rezension:
https://ogy.de/42ij
Lasst alle Hoffnung fahren - Zornige Blicke
https://ogy.de/4xni
Neuerscheinungen
Vinke, Hermann. Entscheidet euch!
https://ogy.de/4eu6
Uwe Neumahr. Die Buchhandlung der Exilanten
Paris 1940 – Zuflucht und Widerstand
https://ogy.de/q1x0
Vorschau
Buchpräsentation von Bernd Greiner, Lübeck - 17. März
Weißglut. Die inneren Kriege der USA
https://ogy.de/6nxz
Rezension dazu in ossietzky 3/2026
https://ogy.de/8uvo
Bühne für Demokratie, Kiel - 29. März
https://ogy.de/pp65
»Solidarität mit Rojava« - Benefiz-Gala
https://ogy.de/ylfr
(Abruf aller Links: 22.02.2026)
Mit solidarischen Grüßen, Roland
(ver.di Mitglied, Kiel)
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- Created on 01. März 2026
Düsseldorf: Rheinmetall-Blockade
Am 20.02.2026 um 11 Uhr blockierte eine Gruppe von etwa 40 Aktivist:innen den Eingang von der Rheinmetall AG in Düsseldorf Derendorf. Die Aktion sollte aufmerksam auf die Lage in Rojava, Westkurdistan aufmerksam machen. Seit einigen Wochen steht das Gebiet nun unter Beschuss. Die Autonomie, welches sich das kurdische Volk in Nord-Ostsyrien gegen den IS erkämpft hat, steht unter akuter Bedrohung der Milizen des HTS-Regierung und der Proxy des Türkischen Staates.
"Rojava ist nicht nur ein Gebiet, es ist die Frauenrevolution. Die Fraueneinheiten der Rojavarevolution haben gezeigt, das die Frau ihren Platz im Befreiungskampf um ihre eigenen Interessen hat. Trotz der Gewalt und der Demoralisierung des IS damals und der dschihadistischen Banden des HTS bleibt ihr Wille bestehen. Der Angriff auf Rojava ist ein Angriff auf die Frauenrevolution und somit auf uns Frauen auf der ganzen Welt!", so die Sprecherin C. Levanta.
Die Aktion vor Rheinmetall AG sollte vor allem den Bezug der BRD zu diesen Angriffen verdeutlichen. Die BRD pflegt enge diplomatische Beziehung mit dem HTS-Regime und Al-Jolani, der ein ehemaliger Al-Qaeda Kader ist. Zudem liefert der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall auch in die Türkei. Somit verdient die Bundesregierung als weltweit fünftgrößter Waffenexporteur an dem Leid der Kurd:innen mit.
"Vor einigen Jahren haben sie unsere Frauen und unseren Widerstand in den höhsten Tönen gelobt. Nun schweigen sie nicht nur, sie sind auch noch Mittäter. Das zeigt doch den heuchlerischen Charakter der imperialistischen BRD."
Die Militanz die sich dort genommen wird, soll zur internationalen Wechselwirkung beitragen. Das kurdische Fernsehen strahlt Proteste aus der ganzen Welt aus. "Unsere Solidarität soll eine Kraftquelle für sie sein, so wie Rojava es für die ist, die an einer besseren Welt, frei von Ausbeutung und Unterdrückung glauben.", so Levanta.
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- Created on 01. März 2026
Tarifabschluss TV-L:
Ver.di - Abschluss für die Landesbeschäftigten bedeutet Reallohnverlust
ver.di Nord in der Presseerklärung vom 14.02.26 zum Tarifabschluss:
„Das komplexe Verhandlungsergebnis umfasst neben Entgelterhöhungen auch deutliche Verbesserungen bei den Schicht- und Wechselschichtzulagen. Für die Beschäftigten des Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) werden diese Zulagen auf das Niveau der kommunalen Krankenhäuser angehoben.
Die Vergütungen der Beschäftigten steigen über die Laufzeit des Tarifvertrags in drei Stufen um insgesamt 5,8 Prozent:
· ab 1. April 2026: + 2,8 Prozent, mindestens 100 Euro
· ab 1. März 2027: + 2,0 Prozent
· ab 1. Januar 2028: + 1,0 Prozent
Die Wechselschichtzulage für alle Berufsgruppen wird auf 200 Euro erhöht, zudem wird eine Schichtzulage in Höhe von 100 Euro eingeführt. Für die Universitätskliniken gelten verbesserte Regelungen: Hier steigt die Wechselschichtzulage auf 250 Euro, die Schichtzulage beträgt ebenfalls 100 Euro.
Auch Auszubildende, dual Studierende und Praktikant*innen profitieren vom Abschluss. Ihre Vergütungen erhöhen sich wie folgt:
· ab 1. April 2026: + 60 Euro
· ab 1. März 2027: + 60 Euro
· ab 1. Januar 2028: + 30 Euro
Dieser Tarifkompromiss ist kein leichter – er wurde hart erkämpft. Gerade auch in Schleswig-Holstein haben die Beschäftigten mit mehrtägigen Warnstreiks entscheidend dazu beigetragen, dass dieses Ergebnis überhaupt erreicht werden konnte. Wenn der öffentliche Dienst auch künftig attraktiv bleiben soll, sind weitere Schritte notwendig. Die Beschäftigten haben sehr deutlich gemacht, dass sie nicht bereit sind, fiskalische Fehlsteuerungen zu ihren Lasten hinzunehmen.
Für ver.di Nord mit ihrem Organisationsbereich, der sich auf Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern erstreckt, ist bei diesem Tarifergebnis noch ein weiterer Aspekt von entscheidender Bedeutung. Nach der seit der Wiedervereinigung verweigerten Anpassungen der Arbeitsbedingungen von Ost an West bringt diese Tarifrunde nun den entscheidenden Durchbruch bei der Angleichung vor allem der der Arbeitszeit an das Westniveau. Die wöchentliche Arbeitszeit der Landesbeschäftigten wird schrittweise auf 38,5 Stunden abgesenkt. Das ist ein großer und solidarischer Erfolg“ erklärt Susanne Schöttke, Landesbezirksleiterin von ver.di Nord.
In Schleswig-Holstein betrifft die Tarifrunde rund 83.945 Landesbeschäftigte (38.885 Tarifbeschäftigte, 45.000 Beamtinnen und Beamte sowie ca. 5.360 Beamtinnen und Beamte in den Kommunen.
Der erzielte Kompromiss wird nun den ver.di-Mitgliedern im Rahmen einer Mitgliederbefragung vorgelegt. Die Tarifkommission empfiehlt die Annahme des Ergebnisses.
Diesem Tarifverhandlungen vorausgegangen waren landesweite Warnstreiks und schließlich eine Demonstration und Abschlusskundgebung vor dem Landeshaus in Kiel am 10. Februar mit 3.000 Teilnehmenden statt.

Wie ist dieser Tarifabschluss zu bewerten?
Die erzielte Einigung gibt ein realistisches Bild über den gewerkschaftlichen Organisationsgrad im Öffentlichen Dienst der Länder wieder. Die Diskussion in den Betrieben muss neben dem Ergebnis dazu führen, betriebliche Stärke aufzubauen. Voraussetzung dafür ist u.a. auch eine ungeschönte Bewertung des Verhandlungsergebnisses: Die fünf Nullmonate im Tarifergebnis werden vom ver.di-Bundesvorstand in den öffentlichen Statements verschwiegen. Erwähnt wird auch nicht die Diskrepanz zwischen Forderung und Ergebnis in Bezug auf die Laufzeit. Tatsächlich aber fällt der Abschluss nicht nur hinter den letzten TVöD-Abschluss zurück, sondern vertieft auch die Kluft zwischen TV-L und TVöD, was tarifpolitisch nicht erklärbar ist. Dabei wären gemeinsame Tarifrunden im öffentlichen Dienst dringend nötig.
Die Diskussion in den Gewerkschaften braucht eine größere Zuspitzung: Nur auf Basis des Interessengegensatzes von Kapital und Arbeit – auch in Tarifrunden des Öffentlichen Dienstes – wird es möglich sein, Belegschaften in die zu erwartenden Auseinandersetzungen der nächsten Jahre zu führen. Das wird nur mit Gewerkschaften funktionieren, die die Augen nicht länger vor dem Zusammenhang von Aufrüstung und Kriegskurs einerseits und Sozialabbau und immer schlechteren Tarifabschlüssen andererseits verschließen.
„Abschlüsse wie die 5,8 Prozent über 27 Monate im öffentlichen Dienst bilden so einen Baustein der fortgesetzten Umverteilung von unten nach oben: Reale Einbußen und Sozialabbau für untere Schichten stehen Steuervorteilen und hohen Profiten der oberen Schichten gegenüber. Die gewerkschaftliche Kommunikation trägt mit Schönfärberei und Berufung auf ‚Vernunft‘ dazu bei, die reale Klassenlage zu verschleiern und die Basis zu entpolitisieren.“ (Willy Sabautzki, Defensive Tarifpolitik. Ver.di-Abschluss bedeutet Reallohnverlust, isw – sozial - ökologische Wirtschaftsforschung)
https://www.isw-muenchen.de/online-publikationen/texte-artikel/5404
(gst)
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- Created on 01. März 2026
»Solidarität mit Rojava« – Benefiz-Gala
So., 29.3.2026, 12 Uhr, Schauspielhaus, Kiel
Die symbolträchtige Stadt Kobane in Rojava, die 2014 – nicht zuletzt durch den mutigen Widerstand der Frauen der kurdischen Armee – dem sogenannten IS standhielt, ist seit Wochen von massiver militärischer Bedrohung betroffen. Hunderttausende Menschen leben unter extremen Bedingungen: Strom-, Wasser- und Internetversorgung sind unterbrochen, Fluchtwege blockiert, medizinische und humanitäre Hilfe nur eingeschränkt möglich. Luftangriffe und Drohnenangriffe verschärfen die Situation zusätzlich, während die internationale Gemeinschaft weitgehend schweigt. Die jüngsten politischen Entwicklungen bedeuten faktisch das Ende der kurdischen demokratischen Autonomie in der Region.
Uns ist bewusst, dass es viele Orte auf der Welt gibt, an denen Menschen gerade leiden und um die Demokratie kämpfen. Dennoch haben sich die Ensembles des Schauspielhauses und des Jungen Theaters im Werftpark in Zusammenarbeit mit dem »Bühne für Demokratie«-Team entschieden, unsere Stimme dieser Situation in Nordsyrien zu widmen. Bereits nach ausgewählten Vorstellungen haben wir Spenden gesammelt und dabei große Solidarität erlebt. Viele von uns haben enge persönliche Verbindungen: Freunde, Freundinnen und auch einige Kolleg*innen am Theater sind Kurdinnen und Kurden, die hier in Kiel mit großer Angst auf ihre Familien in Nordostsyrien blicken.
Aus diesem Anlass laden wir herzlich zu einer Benefiz-Gala zugunsten der Menschen in Kobane ein. Auf der großen Bühne des Schauspielhauses erwartet Sie eine exklusive Matinee mit Musik, Geschichten und Gedichten – gestaltet gemeinsam mit unseren kurdischen Freundinnen und Freunden.
Der Eintritt ist frei, Spenden sind herzlich erbeten. Die Erlöse kommen dem Verband kurdischer Ärzte in Deutschland e.V. zugute, der Lebensmittel und Kindernahrung nach Kobane liefert. Quelle: https://theater-kiel.de/produktionen/buehne-f-demokratie.html

