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Rentenkonzept der IG Metall: 

Das bringt es den Jungen

igmetall

 

01. September 2016 Wer die gesetzliche Rente stärkt versündigt sich an der jungen Generation – das behaupten Arbeitgeber und viele Politiker. Tatsächlich ist es genau anders herum: Gerade die Jüngeren brauchen ein starkes Rentensystem.Wann ist Schluss mit lustig? Wenn es um die eigenen Kinder geht. Die sollen es später einmal besser haben, oder zumindest nicht schlechter. In der Debatte um die Rente wird dieses Argument immer wieder missbraucht: Das Rentenalter müsse steigen oder die Rentenleistungen sinken, sonst müssten die jungen Generationen immer höhere Rentenbeiträge zahlen. So hat es das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) gerade wieder behauptet - und ein Renteneintrittsalter von 73 Jahren gefordert. Dadurch, so das IW, ließen sich die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung langfristig stabil halten. ...

 

 

Junge stehen im Regen

 

So einfach ist es nicht. In Wahrheit haben gerade die Jungen ein Interesse daran, dass die gesetzliche Rente gestärkt wird. Das fängt beim Rentenniveau an. Wer 45 Jahre lang immer Durchschnittsverdiener war, erhält derzeit eine Rente von 1370 Euro brutto („Standardrente“). Bis 2030 soll das Rentenniveau von aktuell 47,5 Prozent auf 43 Prozent sinken. Hätten wir dieses niedrige Niveau bereits heute, dann bekäme ein Durchschnittsverdiener nur 1240 Euro Rente im Monat. Betroffen sind die junge und mittlere Generation, die erst in Jahrzehnten in Rente gehen.

 

Eine schrittweise Erhöhung des Renteneintrittsalters – wie sie die Arbeitgeber fordern – trifft ebenfalls die Jungen. Die heutigen Rentner bleiben davon unberührt. Die Rentenpolitik hat den Jüngeren also folgende Aussicht beschert: Immer länger arbeiten für eine immer kleinere Rente.

 

Die IG Metall will die Perspektiven der jungen Generation verbessern. Die Kernpunkte im neuen Rentenkonzept der IG Metall:

 

•Rentenniveau stabilisieren

 

•Renten wieder an die allgemeine Lohnentwicklung ankoppeln

 

•Rentenniveau anheben

 

Wie lässt sich das finanzieren? 

 

Fest steht: Die Rentenbeiträge müssten steigen. Allerdings längst nicht so stark, wie oft behauptet. Denn: Die IG Metall will die Rentenversicherung zu einer Erwerbstätigenversicherung umbauen. Das heißt: Alle zahlen ein, auch Selbstständige, Freiberufler, Politiker oder Beamte. Die zusätzlichen Einnahmen entlasten die Rentenkasse in den Jahren, in denen die geburtenstarken Jahrgänge in Rente sind. 

 

(IG Metall)