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Busfahrer:

Urabstimmung für unbefristeten Streik

verdi

Warnstreik bei Autokraft: „Nach Vorstellung der Arbeitgeber sollen Busfahrerinnen und Busfahrer für 36 Monate von der allgemeinen Einkommensentwicklung abgehängt werden und zuschauen, wie durch Minimalanhebungen von durchschnittlich unter 1,7 % in drei Jahren die finanziellen Handlungsspielräume immer enger werden. Wir haben angeboten, innerhalb einer sehr kurzen Zeit wieder zu verhandeln. Das haben die Arbeitgeber abgelehnt und auf den 23. September verwiesen. Das bedeutet für uns, nun bis dahin über weitere Warnstreikaktivitäten den Druck so zu erhöhen, dass eine Aussitzstrategie verhindert wird“.

01. November 2015 Busfahrer votieren in Urabstimmung für unbefristeten Streik – ver.di beschließt aber vorerst Streikmoratorium. Wie die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) am 22.10.2015 mitteilte, wurde nach der Stimmenauszählung der Urabstimmung im privaten Omnibusgewerbe des Landes, die im Zeitraum vom 12.-15.10.2015 stattfand, ein Ergebnis mit einer überwältigenden Mehrheit für unbefristete Streiks erzielt.

 

„Mit diesem mehr als starken Ergebnis sollte auch dem letzten Zweifler unter den Arbeitgebern klar sein, dass alle gestreuten Gerüchte über eine bröckelnde Streikfront und andere Spekulationen schlicht erfunden waren“, so ver.di Nord Sprecher Frank Schischefsky.

Unabhängig von diesem Ergebnis, im Wissen um die Belastungen für die Fahrgäste, wird ver.di einen erneuten Anlauf nehmen und versuchen eine Einigung am Verhandlungstisch zu erzielen.

„Wir werden für die Dauer von 20 Tagen, ein einseitiges Streikmoratorium auferlegen. In dieser Zeit wird mit dem Ziel, einen Tarifvertrag mit dem OVN zu bekommen, jede denkbare und tragfähige Idee geprüft“, so Schischefsky weiter.

Nach Ablauf des Moratoriums tritt die Tarifkommission zusammen, um über den Stand der Ergebnisse zu beraten.

Die Arbeitgeber waren bis zuletzt bei ihrem „Angebot“ von Lohnerhöhungen zwischen 0 % und 2,5 %, bei einer Laufzeit von 2,5 Jahren geblieben. Das hätte bedeutet, dass die OVN Beschäftigten über Monate keine Erhöhungen erhalten hätten. Auch die Differenz zwischen den anderen Tarifverträgen im Land wäre gestiegen.

Dem Scheitern der Gespräche waren Anfang Oktober landesweit Warnstreiks in den Betrieben des privaten Omnibusverkehrs in Schleswig-Holstein (OVN) vorangegangen; betroffen davon waren auch in einigen Teilen des Landes die Schülerbeförderung. 

ver.di-Presseerklärung/gst