Fünfte Verhandlungsrunde für Drucker ergebnislos - Streiks werden weiter gehen

Berlin, 16.06.2011 - Auch in der fünften Verhandlungsrunde für die bundesweit rund 160.000 Beschäftigten der Druckindustrie konnte kein Fortschritt erzielt werden: "Die Arbeitgeber konnten sich beispielsweise heute nicht mehr daran erinnern, dass sie uns in der letzten Verhandlungsrunde schon signalisiert hatten, gelernte Drucker an den Maschinen nicht mehr durch fachfremde Kollegen ersetzen zu wollen.
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Die Arbeitgeber bewegen sich in dieser Tarifrunde zurück", kritisierte der Verhandlungsführer und stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Frank Werneke, an. Auch in den anderen strittigen Punkten sei in den Gesprächen mit dem Bundesverband Druck und Medien (BVDM) keine inhaltliche Annäherung erreicht worden: "Uns liegt nach wie vor kein Angebot für eine angemessene Lohnerhöhung vor.  Auch bei unserer Forderung nach Equal Pay für Leiharbeitsbeschäftigte in der Druckindustrie bewegen sich die BVDM-Vertreter keinen Millimeter. Stattdessen halten sie an ihren Forderungen nach Arbeitszeitverlängerung für die meisten Beschäftigten der Branche fest", erklärte Werneke. Angesichts der derzeitigen Verhandlungssituation bleibe nun nichts anderes übrig, als mit weiteren Streiks den Druck auf die Arbeitgeber aufrecht zu erhalten. Am 28. Juni werden die Verhandlungen in Berlin fortgesetzt.
 
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