Mönig-Raane:

"Tarifergebnis in Baden-Württemberg hat Signalfunktion auch für die anderen Bundesländer."

Berlin, 10.06.2011 Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zeigt sich "zufrieden, dass es gelungen ist, zu einem Ergebnis mit akzeptablen Entgeltsteigerungen zu kommen". Das betonte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Margret Mönig-Raane angesichts des Ergebnisses der Verhandlungen für die rund 220.000 Einzelhandelsbeschäftigten in Baden-Württemberg.

 "Besonders wichtig ist die Gleichstellung jüngerer Kolleginnen und Kollegen bei der Zahl der Urlaubstage und beim Urlaubsgeld. Ich gehe davon aus, dass dieser Abschluss eine Signalwirkung auch für die Verhandlungen in den anderen Bundesländern hat und die Arbeitgeber sich dort jetzt entsprechend bewegen", forderte Mönig-Raane. In Baden-Württemberg werden die Entgelte der Verkäuferinnen und Verkäufer zum 1. Juni 2011 um drei Prozent und zum 1. Juni 2012 nochmal um zwei Prozent erhöht. Zusätzlich gibt es im April 2012 eine Einmalzahlung in Höhe von 50 Euro. Die im Manteltarifvertrag festgeschriebene Anzahl der Urlaubstage wird für alle auf 36 Tage erhöht, was gleichzeitig mögliche Diskriminierungstatbestände nach dem Allgemeinen Gleichstellungsgesetz ausräumt. Auch andere diskriminierungsverdächtige Passagen des Manteltarifvertrags werden an die geltenden gesetzlichen Bestimmungen angepasst. "Das bedeutet vier Werktage mehr Urlaub für die unter 24-Jährigen und zwei Jahre hintereinander tabellenwirksame Erhöhungen von zusammengerechnet fünf Prozent.
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Das Ergebnis, das noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständige Tarifkommission steht, ist maßgeblich auf das Engagement der vielen Tausend Einzelhandelsbeschäftigten zurückzuführen, die in den vergangenen Tagen und Wochen ihren Forderungen mit Streiks sehr viel Nachdruck verliehen haben", machte Mönig-Raane deutlich. Sie erwarte, dass die Arbeitgeber auch in den anderen Bundesländern diesem Beispiel folgten und ihre Angebote entsprechend aufstockten, damit am Ende alle der rund 2,7 Millionen Einzelhandelsbeschäftigten spürbar mehr Geld im Portmonee und rechtssichere Manteltarifregelungen bekämen.
 
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