Daten/Fakten  

   

Beiträge

Husum:

Militärkritisches Camp vor Kaserne mit Veranstaltungsprogramm

panzer-ohne-rand-300x216
01.08.2012 Am Wochenende vom 9.-12. August 2012 wird zum dritten Mal ein Camp vor den Toren der Husumer Fliegerhorstkaserne (Julius-Leber-Kaserne, Matthias-Claudius-Str. 135, Husum, Red.) errichtet: Jugendliche aus Husum und von anderswo zelten, richten Workshops aus und diskutieren eine Gesellschaft ohne Militär.
Neben dem Anliegen, ihren Protest gegen die Auslandseinsätze und das Militär auszudrücken, steht Information und Diskussion im Vordergrund der Veranstaltung. Im Rahmen dreier abendlicher Infoveranstaltungen eröffnen sachkundige ReferentInnen kritische Perspektiven auf die Rolle des Militärs in internationalen Einsätzen. „Damit wollen wir wirklich alle Menschen vor Ort erreichen. Nicht nur diejenigen, die bereit sind, vier Tage zu campen“, so Jana Uebermuth von der Organisationsgruppe.
 
plakat_husum_antimil
Die Vortragsreihe beginnt am Donnerstag, 9.8. um 19 Uhr. Hauke Thoroe (Initiative Militarismus jetzt stoppen) beginnt die Vortragsreihe mit einem kritischen Bericht über die Verflechtung von Militär und anderen gesellschaftlichen Bereichen. Außerdem ist hier Raum für die Diskussion der Auslandseinsätze der Husumer Truppen.
 
Dr. Ralf Cüppers aus Flensburg (Deutsche Friedensgesellschaft) spricht am Freitag, 10.8., zum Thema Uranmunition. Angesichts der „Energiewende“ ist hier die militärische Nutzung von Abfallprodukten der Atomwirtschaft und dessen gesundheitliche Risiken Thema. Beginn ist um 19 Uhr.
 
Am Samstag, 11.8. beleuchtet Frank Brendle, Journalist und Landessprecher der DFG-VK Berlin-Brandenburg, die Entwicklungen und Politiken rund um Inlandseinsätze der Bundeswehr der vergangenen Jahre. Der Vortrag gibt kritische Perspektiven auf die Etablierung des Einsatzes von Militär im Inland. Der Beginn ist ebenfalls um 19 Uhr.
 
Am Wochenende vom 9.-12. August gibt es im Rahmen des Protest-Camps zudem Workshops und eine Fahrraddemonstration. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen im ausführlichen Programm (siehe Internetseite). Bereits in den vergangenen beiden Jahren haben Jugendliche in Husum jeweils ein Camp vor der Fliegerhorst-Kaserne organisiert. Sie möchten damit in der Stadt die Diskussion um die Rolle der ortsansässigen Kaserne in internationalen Einsätzen der Bundeswehr anregen und Bürger_innen sensibilisieren. Durch die Bundeswehrreform wird der Militärstandort Husum für die Logistik der Bundeswehr und der NATO global unverzichtbar. Thema des Camps ist eine grundsätzliche Kritik an internationalen „Friedensmissionen“ und am Bestehen militärischer Strukturen.
 
Quelle: I nitiative Militarismus jetzt stoppen, Husum www.militarismus-jetzt-stoppen.de.vu