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Warnstreiks im UKSH:

Tarifkampf im öffentlichen Dienst der Länder nimmt Fahrt auf

In der Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst (Länder) folgten am 16.11.2021 an den Unikliniken in Lübeck und Kiel rund 1000 Beschäftigte dem ganztätigen ver.di-Warnstreikaufruf. Hunderte streikende Kolleg*innen und solidarische Unterstützer*innen beteiligten sich am Vormittag an einer Demonstration zum Landeshaus in Kiel.

„Mit dem 2. Warnstreiktag haben die Krankenhausbeschäftigten ein weiteres starkes Signal an die öffentlichen Arbeitgeber gesandt. Sie sind entschlossen und streikbereit. Die Beschäftigten haben zwei Jahre Corona-Krise hinter sich und die 4. Corona-Welle vor Augen, handeln tagtäglich super verantwortlich und haben trotzdem die Kraft und Energie, zu streiken. Das ist bärenstark und nicht hoch genug zu würdigen! Die Arbeitgeber spielen mit dem Feuer. Sie riskieren mit ihrer Blockade nicht nur weitere Streiks, sie riskieren auch das noch mehr Beschäftigte den Beruf an den Nagel hängen. Das ist verantwortungslos. Weniger Wertschätzung kann man den Beschäftigten gegenüber nicht ausdrücken. Es ist skandalös. Die Forderungen nach höheren Vergütungen und Entlastung sind mehr als berechtigt. Die Gewerkschaft fordert in der 3. Verhandlungsrunde am 27./28.11.2021 ein wertschätzendes Angebot, sonst droht eine Ausweitung der Streiks - auch im Norden,“ so der ver.di-Verhandlungsführer Kühhirt.

Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder eine Einkommenserhöhung um 5 Prozent, mindestens aber 150 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Beschäftigte des Gesundheitswesens sollen tabellenwirksam monatlich 300 Euro mehr erhalten. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 100 Euro angehoben werden.
In Schleswig-Holstein sind rund 30.000 Arbeitnehmer*innen und 43.000 Beamt*innen von den Verhandlungen betroffen. ver.di führt die Tarifverhandlungen gemeinsam mit den DGB-Gewerkschaften GdP, GEW und IG BAU sowie in einer Verhandlungsgemeinschaft mit dem dbb beamtenbund und tarifunion.

(ver.di-Presseerklärung/gst)