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Die Provokationen der NATO-Anrainer in der Ostsee gegen Russland spitzen sich zu
Am 11. Januar 2026 haben deutsche Behörden eine „Kraftprobe“ auf der Ostsee durchgeführt. Der sog. „Zombie-Tanker“ „Tavian“ wurde zum Umdrehen gezwungen. Eigentlich war der Tanker auf dem Weg nach Russland zum Ladehafen bei St. Petersburg. Die Deutschen wollten das Schiff vor Fehmarn polizeilich stoppen. Die Besatzung des Tankers erhielt im Großen Belt eine Nachricht von der beabsichtigten Polizeiaktion durch das Einsatzschiff „Bayreuth“. Daraufhin kehrte die „Tavian“ vor Langeland um, fuhr zurück Richtung Nordatlantik. Vermutlich um dann Murmansk als Ladehafen anzulaufen.
Bereits im Dezember kam die „Tavian“ mit einer Ladung Öl aus Primorsk in Russland und lieferte es in die Türkei. Die Rückreise in die Ostsee wurde nun gestoppt.
Die deutschen Behörden und das Militär versuchen einen Vorwand zu finden, um Schiffe festzusetzen, die Sanktionen gegen Russland unterlaufen. Nach internationalem Seerecht ist es nur innerhalb der 12 Meilen Zone möglich ein Schiff zu kontrollieren und festzusetzen, allerdings nur durch den Flaggenstaat des Schiffes oder wenn es einen Hafen anläuft.
Jetzt wird behauptet, der Flaggenstaat Kamerun, der erst seit 2024 einen Billigflaggenstatus betreibt, würde sogenannte Seelenverkäufer und Schattenflotten-Tanker versichern. Die „Tavian“ habe unter einem neuen Namen im März 2025 von einer Chinesischen Werft eine neue IMO-Baunummer erhalten und das sei rechtswidrig. Die Frage ist nur, nach oder mit welchem Recht darf Deutschland ein Schiff im internationalen Gewässer kontrollieren und festsetzen.
Wenn sich Deutschland dieses Recht des Stärkeren (gerade sehr beliebt!!!) herausnimmt, könnten andere Staaten dies genauso tun und sogn. „Seelenverkäufer“ gibt es weltweit massenhaft auf See. Billigflaggenschiffe sind auch in den EU-Staaten beliebt und sozusagen in die Mode gekommen, um Versicherungs- und Seemannskosten zu sparen. Es geht also nur darum den Krieg gegen Russland anzuheizen.

In der Vergangenheit gab es mehrfach Provokationen gegen russische Schiffe. Als das russische RoRoCargo-Ship „Adler“ im Öresund im Dezember 2025 einen Motorschaden hatte und vor Anker ging, wurde das Schiff von einem schwedischen Bordingteam geentert und durchsucht. Das Schiff steht auf der Sanktionsliste der EU und wird angeblich zum Transport von Militärgerät eingesetzt. Es wurde von der schwedischen Regierung eine Festsetzung geprüft.
Ähnliches passierte zuvor einem chinesischen Containerschiff, das kurzzeitig in Schweden festgesetzt wurde, weil es angeblich auf dem Weg aus Russland Unterwasserkabel beschädigt haben soll. Es wurde auch anderen Schiffen vorgeworfen, sie hätten ihren Anker schleifen lassen, um gezielt Telekommunikationskabel in der Ostsee zu zerstören. Nachgewiesen werden konnte es bisher nicht. Desweiteren gab es Vorwürfe, dass von russischen Schiffen aus gezielt Drohnen zur Spionage von Militär und Infrastruktur in Deutschland, Dänemark und Schweden gestartet werden. Bislang ohne Beleg.

Besonders krass war die Festsetzung des Frachters „Scanlark“ Ende August 2025 in Kiel, der angeblich mit einer Drohne kurz vor dem Militärmanöver Northern Coast den Kieler Hafen ausspioniert haben soll, während gerade im Kieler Marinestützpunkt 30 Marineeinheiten aus 12 Nationen lagen. Bei der Razzia auf der „Scanlark“ wurde die gesamte Navigationsausrüstung des Schiffes durch den „robusten Polizeieinsatz“ zerstört und beschlagnahmt, um Spionagebeweise zu finden. Die Flensburger Staatsanwaltschaft prüfte den Fall wegen „Agententätigkeit zu Sabotagezwecken“. Aber offensichtlich ergebnislos. Weder wurde das Schiff beschlagnahmt, noch wurde die Crew festgenommen. Das Schiff lag trotzdem längere Zeit fest, weil es ohne Navigationseinrichtung nicht mehr seetüchtig war. (uws)

