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Fotoausstellung der AG Arbeiterfotografie im Rahmen der interkulturellen

Woche

Wie willkommen sind „Fremde“ in Kiel?!

 

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Vom 23.-27. September präsentiert die AG Arbeiterfotografie der Kieler Gewerkschaften im Rahmen der „Interkulturellen Woche“ im innerstädtischen Shoppingcenter Holstentörn großformatige Fotos über die Lebenssituation von Flüchtlingen in Kiel. Die Bilder bewegen sich dabei zwischen Dokumentation und konkreter Anklage über deren Lebensbedingungen.

Bei Eröffnung der Ausstellung stellte Ulf Stephan das Anliegen der Arbeiterfotografen vor, die seit 2008 gemeinsam Bilder machen. „Wir begleiten mit unseren Kameras Menschen, die sich mit der neoliberalen Politik nicht abfinden wollen, die sich auf den Weg der Veränderung gemacht haben, die sich gegen Ungerechtigkeiten wehren und sich für eine friedliche Welt ohne Krieg, Rassismus und Faschismus einsetzen. Mit den Fotos wollen wir diejenigen unterstützen und ihnen Mut machen, die sich auf den Weg für ein besseres Leben gemacht haben.“

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Cornelia Kerth, Bundessprecherin der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA), wies in ihrem Beitrag auf die sozialen und ökonomischen Hintergründe von weltweiter Flucht und Migration hin und benannte an Beispielen von global agierenden Konzernen, wie diese mit der Ausbeutung von Natur und Menschen Lebensgrundlagen zerstörten. Ein weiterer wesentlicher Fluchtgrund seien Krieg und Gewalt. Waffen- und Rüstungsexporte seien dabei ein lukratives Geschäft mit dem Tod, an dem an führender Stelle auch deutsche Konzerne und die Bundesregierung beteiligt seien. Sie schloss mit dem Appell, alles zu tun, um aktuell Waffenlieferungen in den Irak und Syrien zu verhindern. Stattdessen seien umfangreiche humanitäre Hilfen und die unbürokratische Aufnahme von hilfesuchenden Flüchtlingen aus der Region vonnöten.

Am 20. September waren die „Interkulturellen Wochen“ mit einem bunten interkulturellen Umzug „Willkommen in Kiel – Für Vielfalt & Toleranz“ eröffnet worden, auf dem der Flüchtlingsrat gegen die jüngste Verschärfung des Asylrechts protestierte, das unter Hinweis auf auf angeblich „sichere Herkunftsländer“ insbesondere gegen Roma und andere Minderheitenangehörige gerichtet ist.

Text/fotos:gst

   

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