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Hiroshima-Veranstaltung am 6.8.2025 in Kiel:
Rede zu 80 Jahre Hiroshima von
Dr. med. Mechthild Klingenburg-Vogel
Bild: Die Hiroshima-Gedenkveranstaltung fand statt am 6.8.2025 im Hiroshimapark in Kiel mit ca. 200 TeilnehmerInnen.
Das Grußwort sprach die Kieler Stadtpräsidentin Bettina Aust. Die hier dokumentierte Gedenkrede hielt Dr. Mechthild Klingenburg-Vogel vom IPPNW.
Die Veranstaltung wurde organisiert vom Arbeitskreis Städtesolidarität in dem Mitglieder der Ratsversammlung, des DGB Region Kiel, der IPPNW, dem Gesprächskreis für christliche Friedensarbeit und der Hiroshima-Arbeitsgemeinschaft unter Mitwirkung des Kieler Friedensforums zusammenarbeiten.
Wie jedes Jahr gedenkt das Kieler Friedensforum gemeinsam mit der Stadt Kiel der Hunderttausenden, die durch die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki innerhalb von Sekunden oder wenigen Wochen starben. Wir können uns schon 10 Tote eines schweren Verkehrsunfalls kaum vorstellen. Aber Hunderttausende? Das überschreitet unser menschliches Vorstellungsvermögen. Vielleicht weigern wir uns auch, uns vorstellen zu sollen, dass menschliches Leben durch einen Knopfdruck hundertausendfach ausgelöscht werden kann!
80 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs wurden wir vor 3 Monaten an die Bilder der furchtbaren Zerstörung deutscher Städte durch die Flächenbombardements der Alliierten erinnert. Auch Kiel war nach 90 Bombenangriffen durch konventionelle Bomben massiv zerstört. In 3 Kriegsjahren fielen 44.000 Sprengbomben, 900 Luftminen, 500.000 Brandbomben auf Kiel.
In Hiroshima und Nagasaki brauchte es nur eine Bombe! Und verglichen mit heutigen Möglichkeiten waren das noch relativ „kleine“ Atombomben!
Hiroshima und Nagasaki sind so zum Symbol geworden für das Grauen, die ungeheure Zerstörungskraft und das unermessliche Leid, das durch Atombomben verursacht wird. Und heute gibt es über 12.000 Atombomben mit oft einer vielfachen Zerstörungsfähigkeit.
Durch eine Ausstellung im Berliner Historischen Museum im letzten Jahr unter dem Titel „Es hätte auch ganz anders kommen können“ bekommt für mich unser Hiroshima-Gedenken jedoch noch eine ganz andere, beklemmende Bedeutung:
Die beiden Atombomben, die am 6. und 9. August Hiroshima und Nagasaki in Schutt und Asche bombten, waren ursprünglich für Deutschland bestimmt!
Obwohl mir eigentlich immer klar war, dass das geheime Manhattanprojekt zur Entwicklung einer US-Atombombe im Wettlauf gegen Nazi-Deutschland zustande gekommen war, musste ich bei der Vorstellung, dass tatsächlich Deutschland das eigentliche Ziel war, doch erst einmal schlucken!
Was wäre gewesen, wenn Deutschland nicht „glücklicherweise“ – rechtzeitig - 3 Monate zuvor, am 8. Mai kapituliert hätte?! Die Bomben waren ursprünglich für Berlin und die Industrieregion Ludwigshafen/Mannheim bestimmt. Was wäre, wenn die Atombomben hier und nicht über Japan, gezündet worden wären?!
Nach den Atombomben auf die beiden japanischen Städte bereute Albert Einstein zutiefst, dass sein Brief an Präsident Roosevelt 1939, in dem er vor der Entwicklung einer deutschen Atombombe gewarnt hatte, überhaupt die Entwicklung einer Atombombe in Gang gesetzt hatte und flehte mit vielen seiner Kollegen im Russell-Einstein-Manifest 1955 die Mächtigen der Welt an:
„Wir sprechen hier nicht als Angehörige dieser und jener Nation, dieses und jenes Erdteils oder dieses oder jenes Glaubensbekenntnisses, sondern als menschliche Wesen, als Angehörige der Spezies Mensch, deren weitere Existenz zweifelhaft geworden ist!“
Wurden „die Mächtigen“ durch den Schock von Hiroshima und Nagasaki geläutert? Gab es ein entsetztes „Nie wieder!?“
Wurden die vielen Mahnungen gehört, die seit Hiroshima weltweit Wissenschaftler, Nobelpreisträger, weltweite Friedensbewegungen, nicht zuletzt auch die ärztliche Friedensorganisation IPPNW, immer wieder beschwörend äußerten?
Nein, im Gegenteil! Heute befinden wir uns erneut in einem atomaren Modernisierungs-Rüstungswettlauf, dessen zerstörerisches Potential die Erde vielfach vernichten könnte.
Von den mehr als 12.000 Atomwaffen sind 2.000 dauernd in höchster Alarmbereitschaft. Das bedeutet, dass sie ihr Ziel innerhalb weniger Minuten erreichen können!
Russell und Einstein hatten gewarnt: „Die breite Öffentlichkeit, ja sogar viele Personen in verantwortlichen Positionen, haben nicht begriffen, was in einem Krieg mit nuklearen Bomben auf dem Spiele steht.“
Die „Personen in verantwortlichen Positionen“ haben es offenbar bis heute nicht begriffen oder wollen es nicht begreifen und verleugnen die Folgen!
Die Möglichkeit für einen Einsatz von Atomwaffen ist zunehmend enttabuisiert und scheint inzwischen fast „normales“ militärisches Denken.
Auch die Wirkung von taktischen Atomwaffen, das sind sogenannte Gefechtsfeldwaffen, mit einem Drittel bis zur zehnfachen Zerstörungskraft der Hiroshimabombe, wird verharmlost. Vor allem wird das Risiko einer nuklearen Eskalation verleugnet, die außer der direkten Opferzahl, durch den aufgewirbelten Staub zu einem langen „nuklearen Winter“ führen würde. Dieser nukleare Winter würde durch Missernten eine weltweite Hungersnot auslösen, in deren Folge ein Großteil der Menschheit umkommen würde!
Deshalb macht mich fassungslos, wie seit einiger Zeit über die Möglichkeit eines „begrenzten“ Atomkriegs verharmlosend geredet wird, so als ob das etwas ganz Normales und angeblich Begrenzbares wäre! Sollen wir uns an diese Möglichkeit gewöhnen?
Wo sind die Hunderttausende, die dagegen auf die Straße gehen wie in den 80- er Jahren?! Haben wir inzwischen schon ohnmächtig resigniert?
Oder ist unser Denken durch die ständigen Behauptungen, Putin wolle die NATO angreifen, schon so eingeengt, dass wir glauben, „nur nukleare Abschreckung“ könne ihn abhalten? Nukleare Abschreckung führt nie zum Frieden, sondern irgendwann zum Atomkrieg!
„In einer Welt mit Massenvernichtungswaffen, deren Gebrauch die gesamte Zivilisation beenden könnte, können wir uns keine ideologisch polarisierte Gemeinschaft und die damit verbundene Gefahr militärischer Konfrontation leisten“! – so im Russell-Einstein-Manifest.
Also müsste die Menschheit doch angesichts dieser Gefahr Möglichkeiten finden, in Konflikten jegliche militärische Auseinandersetzung zu verhindern durch Verhandlungen und die Stärkung internationalen Rechts sowie von Institutionen wie der UNO.
Das ist keine naive Traumtänzerei. Denn wir müssen endlich realisieren, dass wir „als Spezies Mensch“ angesichts der atomaren Gefahr und angesichts der Klimakatastrophe alle in einem Boot sitzen!
Stattdessen müssen wir uns als Friedensbewegung, die wir die Abschaffung aller Atomwaffen fordern, immer wieder fragen lassen:
„Hat uns das „Gleichgewicht des Schreckens“ und die nukleare Abschreckung nicht 80 Jahre lang den Frieden in Deutschland bewahrt?“
Ich sehe das anders: Nicht nur, dass es im Kalten Krieg mehrfach um Haaresbreite zu einem „Atomkrieg aus Versehen“ gekommen wäre, wie z.B. am 26. September 1983, als Oberst Stanislav Petrow, als Leiter der sowjetischen Satellitenüberwachung die Information gemeldet wurde, dass 6 US-Interkontinentalraketen im Anflug auf die Sowjetunion seien. Eigentlich hätte er nun den atomaren Gegenschlag auslösen müssen. Nur seine Zweifel über die geringe Zahl von „nur“ 6 Raketen und seine mutige Entscheidung, dies als Fehlalarm zu behandeln, bewahrten damals die Welt vor einem nuklearen Inferno. Wie sich später herausstellte, hatten Spiegelungen der untergehenden Sonne an Wolken einen Raketenangriff vorgetäuscht, der damals umso wahrscheinlicher schien, da die NATO vor Norwegen gerade ein großes Manöver fuhr.
Derartige hochgefährliche Situationen waren und sind häufiger, als uns bewusst ist! Wieder werden in NATO-Manövern Angriffe mit Atomwaffen geübt!
Und Deutschland ist durch seine „nukleare Teilhabe“ direkt eingebunden, denn dies bedeutet, dass deutsche Piloten mit deutschen Flugzeugen die Bomben in ihre Ziele in Russland fliegen sollen, allerdings allein auf Befehl des US- Präsidenten.
Dafür werden von der Bundesregierung die neuen wahnsinnig teuren F35- Tarnkappenbomber angeschafft, die von der russischen Abwehr fast nicht abgefangen werden können.
Und dass auf die wiederholt geäußerten Hinweise der russischen Seite, im Falle einer Bedrohung seiner staatlichen Existenz Nuklearwaffen einzusetzen, droht nun der immer heftigere verbale Schlagabtausch zwischen dem russischen Expräsidenten und Putinberater Medwedew und Donald Trump zu einer „High-Noon-Konfrontation“ zu eskalieren.
Dabei geht die Ideologie der nuklearen Abschreckung von einem rationalen Verhalten des Gegners aus. Aber gerade in Spannungszeiten, wie derzeit wieder, sind Entscheidungen oft hoch emotional und irrational, besonders bei solchen narzisstischen, machtbesessenen Politikern!
Deshalb muss diese Gefahr doch dringend eingedämmt werden durch erneute Abrüstungs- und Rüstungskontrollverhandlungen, durch die Wiederaufnahme von Vertrauens-bildenden Maßnahmen, durch eine Reaktivierung des Helsinki- Prozesses, der vor 50 Jahren zur KSZE-Schlussakte geführt hat. Die von 30 Staatsoberhäuptern, auch US-Präsident Gerald Ford und Ministerpräsident Leonid Breschnew persönlich ausgehandelt worden war, und insbesondere durch den Atomwaffenverbotsvertrag von 2021, durch den Atomwaffen grundsätzlich geächtet werden.
Im Atomwaffenverbotsvertrag wehren sich die Nicht-Atomwaffenstaaten und mit ihnen ein Großteil der Menschheit dagegen, von den Atomwaffenstaaten weiterhin in Geiselhaft genommen zu werden.
Ich freue mich, dass die Kieler Ratsversammlung dem ICAN-Städteappell beigetreten ist, der die Bundesregierung auffordert, - endlich - den Atomwaffenverbotsvertrag zu unterschreiben.
Es ist auch anerkennenswert, dass die Stadt jährlich diese Hirohima-Veranstaltung mitträgt. Und ich finde, wir können stolz sein, dass die Stadt Kiel Mitglied der „Mayors- for-Peace“ ist, einer vom Bürgermeister von Hiroshima gegründeten Initiative, die anderen Städten ein Schicksal wie das Hiroshimas ersparen soll.
Doch wie verträgt sich der stolze Verweis auf 30.000 Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie oder der Bau von U-Booten, die Abschussvorrichtungen für Atomraketen haben, mit den Selbstverpflichtungen der Mayors-for-Peace- Städte?
Wie anders klingen da die Worte des ersten Nachkriegsbürgermeisters von Kiel, Andreas Gayk, 1946: „Dort, wo früher für den Krieg produziert worden war, soll nun für den Frieden gearbeitet werden. Kiel soll die Stadt des Friedens werden und sein Hafen nie mehr der Kriegsmarine dienen“:
Heute ist der Kieler Hafens ein Hauptumschlagsplatz für Truppentransporte nach Osten. Das wird jährlich in großen Manövern geübt. Wird Kiel dadurch nicht auch ein vorrangiges Ziel eines russischen Gegen- oder Präventivschlags?
Sind wir, sind unsere Politiker, eigentlich fähig zum Perspektivwechsel? Muss sich die russische Führung nicht zu Recht bedroht fühlen durch unsere Anstrengungen, „kriegstüchtig“ zu werden, durch unsere massive Aufrüstung und insbesondere durch die geplante Stationierung von neuen, atomar bestückbaren US-Mittelstreckenraketen, die für einen Enthauptungsschlag geeignet sind?
Und werden wir hier in Deutschland nicht ohnehin schon durch die Atombomben in Büchel und durch die US-Strategiezentren Ramstein, Africom bei Stuttgart und Wiesbaden und nun diese für 2026 geplanten Atomraketen in Grafenwöhr nicht potentiell Ziele eines russischen Präventiv-oder Gegenschlags?!
Und was sollen die kürzlichen provokativen Äußerungen des obersten US- Generals für Europa und Afrika, General Christopher Donohue, bewirken, der stolz verkündete, dass die russische Enklave Kalininigrad von NATO-Truppen innerhalb von 24 Stunden eingenommen werden könnte!
Wieder höre ich die Aufrüstungsbefürworter argumentieren, dass doch gerade die US-Atomraketen uns schützen würden! Ich muss sagen: Ich habe große Zweifel und ich habe große Angst! Und die Mehrzahl der Menschen in Deutschland hat Angst und will keinen Krieg! Denn die Möglichkeit für einen Einsatz von Atomwaffen ist zunehmend enttabuisiert und scheint inzwischen „normales“ militärisches Denken.
Aber nicht erst jetzt: Schon Adenauer wollte die neugegründete Bundeswehr atomar bewaffnen, da „Atomwaffen doch nur eine weitere Art Artillerie-Granate“ seien.“ Dagegen wandten sich 1957 die 18 führenden deutschen Atomphysiker im Göttinger Manifest. Und damals entstand auch die „Kampf-dem-Atomtod“-, die spätere Ostermarschbewegung.
Wie sicher war und ist Deutschland eigentlich wirklich? Vor kurzem wurden US-Geheimdokumente aus dem Jahr 1956 veröffentlicht, die vorsahen, dass nicht nur militärisch-strategische Orte, sondern ganze Städte, also Hunderttausende Zivilisten, im damaligen Warschauer Pakt durch US-Atombomben ausgelöscht werden sollten. Allein Ost-Berlin sollte durch 91 Atomraketen vernichtet werden! Westberlin wäre dann eben ein Kollateralschaden gewesen.
Die Sowjetunion reagierte mit Gegenstrategie-Zielen, die insbesondere die damalige Bundeshauptstadt Bonn treffen sollten!
Doch auch in der späteren Hochphase des Kalten Krieges, 1983, war Deutschland als atomares Schlachtfeld vorgesehen:
Durch ein amerikanisches Strategiespiel „Fulda Gap – The first battle of the next war“ wurden die zynischen Pläne der US-Militärs bekannt: wegen seiner Lage als strategisches Einfallstor für die Truppen des Warschauer Pakts wurde die Gegend um das Fulda Gap nahe der Grenze zur damaligen DDR von der NATO zum „Ground Zero“ für einen atomaren Erstschlag ausersehen.
Innerhalb von 90 Minuten sollten 114 deutsche Orte, als erstes der Ort Hattenbach, durch ein „nukleares Sperrfeuer“ der NATO vernichtet werden, um den Einmarsch der sowjetischen Truppen zu stoppen! Das bedeutete erneut, dass ein Atomkrieg auf deutschem Boden ausgetragen werden sollte!
Die Aufklärung der Friedensbewegung über diese Gefahr wurde teilweise massiv behindert und bekämpft. So vom Bürgermeister von Hattenbach, der sich nicht entblödete zu sagen: „Wenn ich meine Schweine zum Schlachthaus fahre, sage ich ihnen das vorher doch auch nicht!“
Das nennt man das „Hattenbach-Syndrom“!
Und heute, leiden wir denn auch am „Hattenbach-Syndrom“, indem wir nicht massiv aufstehen gegen die Pläne, 2026 erneut US-Mittel- und Kurzstreckenraketen in Deutschland zu stationieren, die atomar bestückt werden können und die bis weit im Inneren Russlands dort alle wichtigen Zentren auslöschen können. Wenn Sie russischer General wären, würden Sie im Spannungsfall darauf warten oder vorher selbst einen Präventivschlag ausführen!?
Warum kam es nicht zu einem massenhaften Aufschrei in der Öffentlichkeit, als Kanzler Scholz im Alleingang, ohne sein Kabinett oder seine Fraktion zu informieren und ohne jede parlamentarische, geschweige denn gesellschaftliche Debatte, letztes Jahr dieser existentiellen Entscheidung zustimmte, dass ab nächstem Jahr in Deutschland wieder atomar bestückbare US-Mittelstreckenraketen stationiert werden sollen?!
Und im Unterschied zum NATO-Doppelbeschluss von 1983 jetzt nur in Deutschland und ohne gleichzeitige Verhandlungen über Abrüstungsverträge! Ist das unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung, für deren Verteidigung wir uns opfern sollen? Sind wir wie die Schweine des Bürgermeisters von Hattenbach, die nicht merken sollen, dass es zum Schlachthaus geht?
Diese atomar bestückbaren Raketen können von der russischen Abwehr kaum abgefangen werden und destabilisieren die Situation doch massiv! Sie ziehen im Konfliktfall russische Präventiv- oder Gegenschläge auf sich wie ein Magnet!
Ist es, wenn ich dies sage, katastrophische Angstmache? Oder, wie es der Friedensbewegung vorgeworfen wird, spielen unsere Warnungen sogar Putin in die Hände, indem dieser an der Ernsthaftigkeit unserer „Wehrbereitschaft“ zweifeln könnte?
Diese „Wehrbereitschaft“ gleicht doch eher einer Opferbereitschaft! Aber es geht nicht nur darum, dass Millionen Menschen in Deutschland Opfer dieser Militärstrategie würden, sondern durch den Einsatz dieser Massenvernichtungswaffen von deutschem Boden aus würden wir gleichzeitig zu Massenmördern!
Unsere Zeit wird häufig mit der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg verglichen. Aber wir sind keine Schlafwandler, es ist noch nicht zu spät, aufzuwachen! Noch können wir aufstehen und uns gegen eine Entwicklung wehren, die nicht zur Friedensfähigkeit, sondern zur Kriegsbereitschaft führt!
Deshalb fordere ich Sie auf, unterschreiben Sie den Berliner Appell, der hier ausliegt, werden Sie AKTIV wie in den 1980er Jahren!
Wenn Ihnen Ihre Kinder und Enkel lieb sind, für die Sie doch viel zu tun bereit sind, wenn Sie Ihre Häuser und Wohnungen und Ihre Gärten, die Sie liebevoll bestellen, am Herzen liegen, schützen Sie das Land, in dem Sie gern leben, dringen Sie auf Friedens- und Abrüstungsverträge, statt diese selbstmörderische Entwicklung zu dulden und mit zu tragen!
Könnte nicht die Erfahrung der furchtbaren Möglichkeiten atomarer Waffen durch Hiroshima und Nagasaki uns als „Spezies Mensch“ dazu bringen, gemeinsam diese Gefahr zu überwinden, Ernst zu machen aus dem Wissen, dass wir alle in einem Boot sitzen und uns kein Bunker und kein Flug zum Mars retten könnte!
All unsere Kraft müsste doch jetzt der Abwendung dieser Gefahr und der Folgen des Klimawandels gelten. Und allein aus Klimagründen können wir uns keinen Krieg mehr leisten!