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Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr in Schleswig-Holstein

Mitte Dezember 2019 begannen die Tarifverhandlungen für die rund 1.200 Beschäftigten des öffentlichen Nahverkehrs (TV-N) in Schleswig-Holstein. Der TV-N deckt den Nahverkehrsbereich in Kiel, Neumünster, Flensburg und Lübeck ab.

ver.di Nord fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 2,06 Euro pro Stunde ab dem 01.01.2020. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von 12 Monaten bekommen.

„In den kommenden Jahren werden 40 % der Busfahrer aus Altersgründen ausscheiden. Ein höherer Lohn kann ein Argument für einen Wechsel in den ÖPNV sein, deshalb halten wir unserer Forderung für gerechtfertigt und fordern zügige und konstruktive Verhandlungen mit den Arbeitgebern“, so ver.di-Nord zu Beginn der Tarifauseinandersetzungrn.

Da es von Seiten der Bus-Gesellschaften aber keinerlei konstruktive Verhandlungsbereitschaft gab, legten die Busfahrer am 14. Januar in Kiel, Neumünster, Flensburg und Lübeck die Arbeit nieder. Die Warnstreiks begannen jeweils mit Betriebsbeginn und dauerten bis Betriebsschluss an. „Es ist kein Bus dort, wo zur Arbeitsniederlegung aufgerufen wurde, vom Hof gerollt“, bilanzierte ver.di-Sprecher Frank Schischefsky das Ergebnis des Warnstreiks. Einzige Ausnahmen seien in Kiel Busse zu Behinderteneinrichtungen gewesen.

In Kiel demonstrierten zudem am 14. Januar am Vormittag 200 Busfahrer in der Innenstadt.

(gst)