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Auch in Kiel:
Kuba braucht unsere Solidarität!
Gut besucht war eine Info- und Solidaritätsveranstaltung der VVN/BdA zu dem derzeit durch die USA massiv bedrohten Kuba am Freitag, dem 13. März 2026 im Emma-Sorgenfrei-Foyer des Kieler Gewerkschaftshauses. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung mit lateinamerikanischen Liedern verschiedener Interpreten, dargeboten durch die Gruppe Fuego del Norte.
Kuba ist das einzige sozialistische Land Lateinamerikas und seit 65 Jahren der von den USA verhängten Blockade sowie unzähligen Geheimdienstaktionen und Mordversuchen seitens der USA ausgesetzt. Kuba trotzt bisher allen Angriffen und verteidigt seit 65 Jahren seine eigenständige sozialistische Entwicklung im Einklang mit dem Selbstbestimmungsrecht der Völker.
Die US-Regierung hat das kleine, friedliche Land jetzt zu einer „außergewöhnlichen Bedrohung“ für die Sicherheit der USA erklärt und will alle Länder, die Erdöl an Kuba liefern, mit Strafzöllen belegen. Außerdem verhindert eine Seeblockade durch die US-Marine, dass Kuba Öl oder andere, lebenswichtige Güter erhält. Seit die USA völkerrechtswidrig in Venezuela eingefallen sind und den dortigen Präsidenten mit seiner Frau gekidnappt haben, untersagen sie es dem Hauptöllieferanten, an Kuba zu liefern. Die Blockade hat dazu geführt, dass Kuba ohne Strom und Treibstoff auskommen muss, was u.a. zu Engpässen von Lebensmitteln und Medikamenten führt.
Der Vertreter einer Solidaritätsgruppe, die für ein kubanisches Kinderkrankenhaus sammelt, schilderte, wie Eltern mit zusammengefügten Powerbanks versuchen, die fehlende Energie dort auszugleichen. Der amtierende US-Präsident Donald Trump will Kuba aushungern, um die Bevölkerung zu einem Aufstand anzuheizen. Das gelingt ihm bisher nicht, wohl auch, weil die Kubaner wissen, dass es ihnen unter US-Hegemonie nicht besser ginge (nämlich so, wie z.B. in Peru, wo der Strom auch ohne US-Blockade ständig ausfällt, es nur für 1 Stunde am Tag fließend (kaltes) Wasser gibt, Kranke ohne Geld keine Behandlung erhalten und die Menschen dazu noch der Umweltbelastung, hoher Bandenkriminalität mit zahlreichen Todesopfern und einem maroden Staatswesen ausgesetzt sind, d.V.).
Die Blockade, so erfuhren die Besucher/innen der Veranstaltung, betreffe sogar Banken in Deutschland. Von denen gebe es nur drei, die Geldtransfers an Einzelpersonen in Kuba durchführen.
Wovor fürchtet sich Trump, der jetzt droht, Kuba durch eine militärische Invasion einzunehmen, sollte es sich nicht beugen? Vielleicht vor einer Gesellschaft, die, wie die Zuhörer/innen erfuhren, der US-Gesellschaft in vielen Bereichen weit voraus ist: Kostenlose Bildung, kostenloses Gesundheitswesen, niedrige Kindersterblichkeit, führend in medizinischer Forschung, Ausbildung und Versorgung, sogar in zahlreichen anderen Ländern durch den Einsatz kubanischer Ärzte, ohne die z. B. das Klinikwesen in Kalabrien zusammenbrechen würde.
Zudem ist Kuba basisdemokratisch bei der politischen Beschlussfassung: Es gibt wenige Länder, in denen sich Abgeordnete wie in Kuba halbjährlich vor ihrer Wählerschaft verantworten müssen und abgewählt werden können, wenn sie den Erwartungen nicht gerecht wurden.
Weitere Veranstaltungen und Aktionen zur Solidarität mit Kuba sollen folgen. Gegen Ende der Veranstaltung meldeten sich Interessierte für die langfristige Solidaritätsarbeit mit Kuba. (bm)



