Sozialistische Zeitung  für Kiel 

Aktuelle Ausgabe vom 01. Juni 2016

 1.Mai-Kultur

Bild: gst

1. Mai 2016 in Kiel

1.Mai:

Zeit für mehr Solidarität

1.Mai

Bild: gst

01. Juni 2016 Die diesjährigen gewerkschaftlichen 1.Mai-Veranstaltungen standen unter dem Motto "Zeit für mehr Solidarität." In Kiel beteiligten sich über 2.000 Demonstranten an dem Demonstrationszug durch die Innenstadt und an der Maikundgebung vor dem Gewerkschaftshaus.

„Zeit für mehr Solidarität - In unserer Gesellschaft und vor allem auch in Arbeitswelt braucht es Solidarität zwischen den Generationen, zwischen Starken und Schwachen, mit Flüchtlingen und es bedarf eines gemeinsamen und unmissverständlichen Vorgehens gegen alle Formen prekärer Arbeit – auch, weil diese Arbeitsverhältnisse dazu beitragen, dass viele Beschäftigte in Altersarmut landen,“ so der IG-Metall-Bezirksleiter Meinhard Geiken in seiner Rede.

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Die Zeit wird knapp

01. Juni 2016 Der Klimawandel ist ein Thema, das die Menschen schnell ermüdet. Immer wieder ist er mal in den Schlagzeilen, und irgendwie scheint dies auf lange Sicht bei vielen das Gefühl zu hinterlassen: Kann nicht so schlimm sein, die Welt ist ja noch nicht untergegangen. Doch es ist eine trügerische Sicherheit, in die mancher sich da wiegt. Zum einen, weil der Klimawandel voran schreitet, zum anderen, weil es ohnehin weder um den Weltuntergang noch um die große Katastrophe geht, die sich mit einem lauten Knall ankündigt, so in der Art eines gigantischen Fukushimas. Vielmehr geht es um schleichende Prozesse: um die Zunahme großer Dürren in Nahost oder in den Getreideanbaugebieten der USA, um Trinkwasserknappheit und Hunger, um von Unwetter zerstörte Ernten, um zunehmende Gewalt der Hurrikane und Taifune und um einen steigenden Meeresspiegel.

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Pflege:

"Situation gefährdet das Patientenwohl"

Pflege

01. Juni 2016 Auf Kundgebungen und Demonstrationen in Kiel, Lübeck,Rostock und Schwerin haben am 12. Mai über 1.000 Pflegebeschäftigte aus Krankenhäusern und Pflegeheimen – davon allein an die 500 in Kiel -  auf den gravierenden Pflegenotstand aufmerksam gemacht. „Der Norden steht auf – für mehr Personal und Entlastung in Krankenhäusern und Altenpflege“  lautete das Motto des Aktionstages. Ziel des Aktionstages war es, den dramatischen Personalmangel und die unwürdigen Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern und Pflegeheimen sichtbar zu machen. In vielen Einrichtungen herrschen für die Beschäftigten eine unerträgliche Arbeitsdichte als Folge von Renditeorientierung und Personalmangel.

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Süverkrüp will keinen Tarifvertrag

01. Juni 2016 Zum 1. Mai hat die Süverkrüp Automobile GmbH und Co. KG die Daimler Niederlassung in Kiel, sowie die Standorte Bad Oldesloe und Mölln übernommen. Entgegen anders lautender Äußerungen der Süverkrüp-Geschäftsführung werden derzeit allerdings keine Gespräche über einen „allgemeinverbindlichen Flächentarifvertrag“ geführt.

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IG Metall akzeptiert Nullrunde

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Bild: Ulf Stephan R-Mediabase

01. Juni 2016 Die 140.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Norddeutschland erhalten ab Juli 2,8 Prozent mehr Geld. In ihrer vierten Verhandlungsrunde übernahmen IG-Metall Küste und der Arbeitgeberverband Nordmetall den Abschluss, der in NRW ausgehandelt worden war. Für die Monate April bis Juni erhalten die Metallarbeitnehmer eine Einmalzahlung von 150 Euro, die aber in wirtschaftlich schwachen Betrieben mit Zustimmung der IG Metall auch gekürzt oder gestrichen werden kann. Im April des nächsten Jahres folgt eine weitere Erhöhung um 2,0 Prozent, die um bis zu drei Monate nach hinten geschoben werden kann. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 21 Monaten bis zum Jahresende 2017. Ursprünglich hatte die IG Metall 5 Prozent mehr Geld innerhalb einer einjährigen Laufzeit gefordert.

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Gewerkschaftsticker

 01. Juni 2016 Buntenbach: Wir können uns ein stabiles Rentenniveau leisten. Der DGB hat Forderungen der Arbeitgeber nach einem weiter sinkenden Rentenniveau und längeren Lebensarbeitszeiten scharf zurückgewiesen. Die Talfahrt des Renten-Niveaus müsse dringend gestoppt werden, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. Stattdessen müssten die Beiträge jetzt in kleinen Schritten angehoben werden, um Altersarmut künftiger Generationen zu verhindern. (DGB)

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Griechenland:

Rettung der Finanzindustrie

Athen 2012

01. Juni 2016 Nach einer Studie der European School of Management and Technology wurden mit den Milliarden in den vergangenen Jahren vor allem Banken und private Gläubiger gerettet. Von den knapp 216 Mrd. Euro der ersten beiden Kreditprogramme sind nicht einmal zehn Mrd. Euro in den Staatshaushalt der Griechen geflossen. Das sind nicht einmal fünf Prozent der Gesamtsumme , das der Bevölkerung zugute kam. Der überwiegendeTeil wurde zur Bedienung der Schulden und Zinszahlungen aufgebracht. 86,9 Milliarden Euro waren für die Ablösung alter Schulden, 52,3 Milliarden Euro wurden für Zinszahlungen verbraucht und 37,3 Milliarden Euro wurden für die Rekapitalisierung , der durch die kapitalistische Finanzkrise angeschlagenen griechischen Banken, benötigt.

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Kommentar:

NATO zieht es gen Osten 

01. Juni 2016 Oder habe ich da etwas durcheinander gebracht? Franz Josef Strauß sagte 1949: „Wer noch einmal das Gewehr in die Hand nehmen will, dem soll die Hand abfallen.“ Und der damalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher schrieb am 10. Februar 1990 einen Aktenvermerk nach dem Gespräch mit dem sowjetischen Amtskollegen Eduard Schewardnadse: „Uns sei bewusst, dass die Zugehörigkeit eines vereinten Deutschlands zur NATO komplizierte Fragen aufwerfe. Für uns stehe aber fest: Die NATO werde sich nicht nach Osten ausdehnen.“ 

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Konzert:

Widerstand für das LebenEsther Bejarano und die Microphone Mafia sangen in der Hansa48 von der Kraft des (Über-) Lebens

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01. Juni 2016 Deutschland muss sterben, damit wir leben können“, skandierten vor 26 Jahren Antifas provokant. Für Esther Bejarano, Überlebende der KZs Auschwitz und Ravensbrück, war das im April 1945 nicht bloß ein Sponti-Spruch, sondern ge- und überlebte Realität, von der sie in der Hansa48 zusammen mit dem Rapper Kutlu von der Kölner Microphone Mafia und ihrem Sohn Joram am funky E-Bass erzählte und sang.

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