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Caterpillar schließt Motorenmontage:

350 Arbeitsplätze pfutsch

01. Juni 2014 Die Firma Caterpillar teilte am 8. Mai 2014 den Beschäftigten, dem Betriebsrat und der IG Metall Kiel-Neumünster sowie dem Kieler Oberbürgermeister mit, dass mehrere Hundert Arbeitsplätze der Produktion von Motoren von Kiel nach Rostock und Asien verlagert werden sollen. Nur noch die Bereiche Entwicklung, Konstruktion und Teilefertigung sollen nach den Plänen des Unternehmens am Standort Kiel verbleiben. Über das genaue Ausmaß des Arbeitsplätzeabbaus wollte sich der Firmensprecher nicht äußern: Es sei noch nicht entschieden, wie viele Arbeitsplätze in Kiel verloren gehen. Darüber werde mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft gesprochen. Der Konzern wolle „eine ausgewogene Lösung für alle Beteiligten“ erreichen. Wegen veränderter Marktbedingungen sowie des permanenten Kostendrucks sei es „nicht länger möglich, die Motorbaureihen M 20 C und M 25 C im Kieler Werk auf eine kosteneffiziente Weise zu fertigen“, hieß es. „Es ist daher unsere Absicht, damit zu beginnen, diese Motoren in Asien zu montieren, um näher am größten Endkundenmarkt für derartige Motoren zu sein.“  Die Montage der größeren und komplexeren Motorenbaureihen erfolgt künftig im Werk Rostock, um den Standort besser auszulasten.  „Mit der Umstrukturierung von Caterpillar geht in Kiel eine fast hundert Jahre alte Tradition des Motorenbaus zu Ende. Der DGB und seine Gewerkschaften sehen mit sehr großer Sorge die Pläne bei Caterpillar, die Produktion der Motoren von Kiel aus zu verlagern und damit von der Konstruktion zu trennen. Wir halten das für ein völlig falsches Vorgehen“, so Frank Hornschu, Vorsitzender der DGB Kiel Region.                          

(DGB-PM, gst)