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Landes SPD holt zum tarifpolitischen Tiefschlag aus:

Verhandlungen nach Gutsherrenart

01. Dezember 2014 Nach einer inakzeptablen Verhandlungsart und einer deutlichen Verärgerung über das Verhandlungsgebaren der SPD in Schleswig-Holstein hat die Tarifkommission der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) nun das Scheitern der Verhandlungen erklärt. „Es muss schon faustdick kommen, wenn eine Tarifkommission nach der zweiten Verhandlungsrunde das Scheitern von Tarifverhandlungen erklärt“, so der ver.di-Verhandlungsführer, Dieter Altmann. In der völlig normalen Tarifrunde hat die SPD urplötzlich einen Tarifabschluss an eine signifikante Veränderung der Eingruppierungsbedingungen ihrer Angestellten geknüpft. Das ist vor dem Hintergrund einiger Eingruppierungsklagen, bei denen ver.di Nord die Mitglieder im Recht sieht und prozessual unterstützt, ein mehr als unseriöses Vorhaben, da gerade die Eingruppierungen der klagenden Mitarbeiter betroffen sind. 

„Wir waren bei den Gesprächen eigentlich recht weit. 2,5 % Gehaltserhöhung, mindestens aber 90 Euro, wäre ein moderater Tarifabschluss für das Jahr 2015 gewesen. Das war auch schon fast verabredet, als die SPD mit dem unseriösen Angebot um die Ecke kam“, so Altmann weiter. Unter dem Strich müssen nun die ver.di-Mitglieder in der SPD entscheiden, wie sie ihre Arbeitnehmerrechte ihrem sozialdemokratischen Arbeitgeber feil bieten. Deshalb wird ver.di Nord nun zu einer Mitgliederversammlung einladen, auf der dann das weitere Vorgehen beraten wird. Der SPD-Landesverband Schleswig-Holstein hat 20 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zwi Auszubildende und einen Geschäftsführer. Der Vergütungstarifvertragwurde zum 31.12.2014 gekündigt.

(ver.di-Presserklärung 20.11.14)