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Armut in Deutschland stark gestiegen

01. März 2015 Seit 2006 ist die Armut in Deutschland stark gestiegen. Laut dem Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbands gelten über 12,5 Millionen Menschen als arm. Soviel Arme gab es noch nie seit der „Wiedervereinigung“. Bei den RentnerInnen stieg die Armutsquote mit 48 Prozent am stärksten. Als arm gelten Menschen in Haushalten mit weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens. Die so errechnete Armutsgefährdungsschwelle lag 2013 für einen Singlehaushalt bei 892 Euro und für eine Familie mit zwei Kindern unter 14 Jahren bei 1873 Euro.

Auch die Kluft zwischen den Bundesländern wird größer. Die größten Zuwächse verzeichneten Hamburg, das Saarland und Bremen. Hamburg liegt mit 16,9 Prozent über dem Durchschnitt der Bundesländer. Bayern, Hessen, Baden Württemberg und Schleswig-Holstein zwischen 11,3 bis 14 Prozent haben die niedrigsten Armutsquoten. Verlierer ist Bremen mit 24,6 Prozent. Der Armutsbericht kritisiert, dass in Deutschland die Armen nicht von der positiven Wirtschaftsentwicklung profitieren. In den letzten Jahren sind die Wirtschaft aber auch die Armutsquoten kontinuierlich gestiegen. Die Verantwortung  dafür hat die Politik, da Armut und Ungleichheit politisch, durch die sozialdemokratische Agenda 2010, Rentenkürzungen durch neue Rentenformeln, Leiharbeit, Niedriglohnsektor usw., verursacht wurden.                  

(hg)

   

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