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KITA-Tarifstreit:

Aktionen gehen trotz Schlichtung weiter

Soli

Foto;gst


01. Juli 2015 Wegen der mit der Schlichtung begonnenen Friedenspflicht ist der Kita-Streik zur Zeit ausgesetzt. Der Streik ist – vorerst – also unterbrochen. Die Auseinandersetzung geht allerdings weiter. Die Beschäftigten und ihre Gewerkschaften ver.di und GEW nutzen die Zeit der Schlichtung weiterhin, um mit Aktionen in der Öffentlichkeit präsent zu bleiben und die Unterstützung für die berechtigten Anliegen zu verbreitern! Am 10. Juni demonstrierten 500 Kieler Erzieher_innen mit Luftballons ausgestattet durch die Stadt. "Gemeinsam können wir aufsteigen. Aufwertung jetzt!"lautete das Motto der Aktion, die am Kleinen Kiel mit dem Freilassen der Ballons in den strahlend blauen Himmel endete.

Drei Tage darauf machten rund 26.000 Kolleg_innen der Sozial- und Erziehungsberufe bundesweit bei vier zentralen Demonstrationen deutlich: unsere Forderungen nach der Aufwertung unserer Arbeit stehen auf der Tagesordnung, auch wenn wir momentan wegen der Schlichtung nicht streiken. Der Kampf der Sozial- und Erziehungsbeschäftigen weist damit auf positive Veränderungen in der Gewerkschaftslandschaft hin. Neu ist, dass nach dem Anrufen der Schlichter zwar der Streik suspendiert wurde, nicht aber der gewerkschaftliche Kampf. Nicht nur die vier DGB-Demonstrationen zeugen davon, sondern die vielen örtlichen Aktionen. Neu ist auch, dass viele ehrenamtlichen Funktionsträger an der Basis, die in den letzten Wochen verstärkt über die Grenzen von Fachbereichen und Gewerkschaften Kontakte knüpften, sich unterstützten und mehr kooperierten. So beteiligten sich z. B. in Kiel an den Demos der Erzieher_innen auch streikenden Postler*innen.

(gst)